Allgemeine Berichte | 08.07.2015

Bürgerstiftung Unkel Willy-Brandt-Forum

Lieber Wasserträger als Held

Finissage zur Kunstaktion „Anatomie des Aufrechten Gangs“ im Willy Brandt-Forum Unkel

Carol Charlier setzte musikalische Akzente mit eigenen und gecoverten Songs auf der Gitarre. Privat

Unkel.Hoffnung heißt für Klaus Hopf, Veränderung ist möglich. Wie sonst hätte der in Plauen geborene Maler, gegen den die Stasi im Jahr 1985 eine „Operative Personenkontrolle“ einleitete, weil er die Politik unseres Staates hinsichtlich seiner Verteidigungs- und Umweltschutzpolitik diskriminiere, den aufrechten Gang erlernen und durchhalten können? Bei der Finissage zur Kunstaktion „Anatomie des aufrechten Gangs“ im Unkeler Willy Brandt-Forum schilderte Hopf im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Willy Brandt-Forums, Christoph Charlier, die subversiven Aktionen, mit denen er und seine Freunde das Unrechtsrechtsregime zum Schwitzen brachten. Die Repressionen, mit denen das Ministerium für Staatssicherheit der DDR der Gegnerbekämpfung mit dem „Ziel der Zersetzung des reaktionären Personenkreises um den Hopf“ Wirksamkeit verlieh, deutete er jedoch nur an. In seinen Bildern zeigt Hopf hingegen in aller Klarheit seine Überzeugung, dass Menschen sich nicht Ideologien, kommerziellen Zwängen oder dem Zeitgeist unterwerfen sollen. Seine real-utopische Gedankenwelt übersetzt er in eine anatonische Maschinerie, um so dem menschlichen Wesen ein Bild zu geben. Zu sehen sind ein „Aufsteigender König“, sein jäher „Absturz“, weil seine „Wächter“ nicht wachen, sondern schlafen. Hopf sieht seine Arbeiten durchaus als eine Auseinandersetzung mit der Person Willy Brandts, der seiner Zeit oftmals weit voraus gewesen sei. So kann man den Kniefall von Warschau, mit dem Brandt eine Schuld auf sich lud, die er nicht zu verantworten hatte, als Voraussetzung für den aufrechten Gang sehen. Musikalische Akzente zu Beginn und Schluss der Finissage setzte Carol Charlier mit eigenen und gecoverten Songs auf der Gitarre. Die Frage, ob er sich selbst als Held der „Friedlichen Revolution“ von 1989 sehe, lässt Hopf nicht gelten. Er bezeichnet sich lieber als qualifizierten Wasserträger. Zu sehen ist die Kunstaktion noch bis zum 26. Juli im Willy Brandt-Forum in Unkel. Dort ist auch der Katalog zur Ausstellung erhältlich.

Carol Charlier setzte musikalische Akzente mit eigenen und gecoverten Songs auf der Gitarre. Foto: Privat

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