Römerstadt Trier erleben
Linzer MGV auf den Spuren der Römer
aus Linz am Rhein
Linz. Der Männergesangverein Linz besteht seit mehr als 200 Jahren und gehört bekanntlich zu den ältesten Chören in Rheinland-Pfalz. Was lag also näher, als auch einmal der ältesten Stadt Deutschlands einen Besuch abzustatten. So fand vor wenigen Tagen der Jahresausflug mit Begleiterinnen nach Trier statt. Dort zeigten zunächst zwei kompetente Stadtführer der Reisegruppe aus Linz die markanten Sehenswürdigkeiten. Vermittelt wurde dabei ein lebendiger Eindruck vom politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Römerzeit. Die römischen Baudenkmäler Triers gehören seit 1986 zum UNESCO-Welterbe. Ein Rundgang durch die historischen Stätten führte mitten durch die rund 2.000-jährige Stadtgeschichte. Zahlreiche eindrucksvolle Bauwerke zeugen noch heute von der Bedeutung Triers im mittleren Moseltal als Augusta Treverorum. Bestaunt wurden vor allem die monumentale Porta Nigra, die Konstantinbasilika und der Dom.
Wenn die Linzer Sänger unterwegs sind, darf natürlich die eine und andere Gesangseinlage vor Ort nicht fehlen. So war ein Programmpunkt der Reise die Besichtigung des Trierer Doms, der ältesten Bischofskirche Deutschlands. Nach einer sehr fachkundigen Führung durch Domkapitular Klemens Hombach, den früheren Dechant der Linzer Pfarrei, erfolgte der musikalische Höhepunkt. Der MGV durfte unter der Leitung von Chorleiter Marco Zimmermann in der Hohen Domkirche singen. Nach Auftritten im Kölner und Mainzer Dom waren die Linzer Sänger wieder in ihrem Element.
Aber damit nicht genug. Eine weitere Gesangseinlage fand in der Konstatinbasilika statt. Sie wurde als Audienzhalle der römischen Kaiser, die im 4. Jahrhundert in der Stadt residierten, erbaut und ist das älteste als Kirche genutzte Gebäude Deutschlands. So erklangen in den altehrwürdigen Gemäuern der von Wilhelm Heinrichs arrangierte Gospel „When the stars begin to fall“, das „Sanctus“ von Franz Schubert und das bekannte Kirchenlied „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer. Der MGV schaffte es, den Dom und die Basilika in besondere Klangräume zu verwandeln, in denen mancher Besucher ein Gänsehautfeeling erfuhr.
Aber auch der gesellige Teil wurde ausgiebig gepflegt. In uralten Weinkellern lernten die Linzer Weine und Sekte aus der Trierer Umgebung kennen, und im ältesten Wirtshaus der Stadt „Zur Glocke“ wurde sich gestärkt. Damit die Fahrt zurück nach Linz nicht zu lang empfunden wurde, fand in der Vulkanbrauerei in Mendig der gemütliche Abschluss der Tour statt. Der Tag in Trier mit seinem umfangreichen Programm, das von Siggi Bündgen hervorragend organisiert worden war, wird bei den Sängern und den mitgereisten Damen noch lange in bester Erinnerung bleiben.
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MGV im Kreuzgang des Trierer Doms Foto: Andreas Paffhausen