Fußball-Rheinlandliga
Mit Anstand aus der Rheinlandliga verabschiedet
Spfr Eisbachtal - VfB Linz 6:1 (3:1)
Nentershausen. Mit einer 1:6 (1:3)-Niederlage bei den Spfr Eisbachtal verlor der VfB Linz seine vorerst letzte Begegnung in der Fußball-Rheinlandliga. „Wir sind froh, dass die Runde endlich vorbei ist“, unterstrich VfB-Trainer Mirko Schopp nach dem Abpfiff und blickte auf die Partie im Eisbachtal-Stadion: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel zugelassen und hatten Glück, dass nicht noch mehr Gegentore gefallen sind. Dennoch haben wir uns wieder anständig präsentiert.“
Dabei gingen die Schopp-Schützlinge bereits in der zweiten Minuten in Führung: Muhammed Ceylan hatte nach einer zu kurz abgewehrten Ecke für Torjubel im Linzer Lager gesorgt. Ein Treffer, der die Einheimischen aber nicht beeindruckte, und, die fortan ihr laufstarkes und intelligentes Kombinationsspiel aufzogen, das sich mit zunehmender Spieldauer in Einbahnstraßenfußball entwickelte. Der Eisbachtaler Jannik Ernet hatte nach fünf Minuten den 1:1-Ausgleich besorgt und fortan stand der Linzer Keeper Bastian Thran im Mittelpunkt des Geschehens. Verhindern konnte er nicht den Doppelpack des Spfr-Torjägers Julius Duscherer (14., 16.) zum 3:1-Halbzeitstand.
Ein Halbzeitstand, der den Rheinstädtern mehr als schmeichelte, denen ein Debakel drohte. Die Gäste konnten sich bei ihrem starken Schlussmann Thran, dem Aluminium sowie der ausgeprägten Großzügigkeit der einheimischen Akteure bedanken, dass die Tore nicht wie reife Früchte fielen. Auf der Gegenseite vereitelte Eisbachtals Torwart Fabio Da Palma mit einer sehenswerten Reaktion gegen Ceylan den möglichen zweiten Ehrentreffer der Linzer (35.).
Im zweiten Durchgang ließen es die Platzherren etwas langsamer angehen, kamen aber durch Serkan Öztürk in der 51. und 54. Minute trotzdem zu zwei weiteren Treffern. Den Schlusspunkt setzte schließlich dessen Mitspieler Toru Kawabata (89.) kurz vor dem Abpfiff zum 6:1-Endstand.
Obwohl am Ende der Saison nur fünf Punkte eingefahren wurden, kann sich der VfB Linz keinen Vorwurf machen. Die Mannschaft ist stets fair und sportlich aufgetreten und hat sich mit Anstand aus der Rheinlandliga verabschiedet. Wäre zu wünschen, dass der Traditionsverein in der Bezirksliga Ost unter dem neuen Trainer Michael Roos wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen kann.
VfB Linz: Thran, Krumscheid, Siebert (46. Fabiunke), Korf, Langenfeld, Krupp, Splettstößer, Schneider, Rösler (35. Böcking), Gannot, Ceylan.
