Musical-AG der Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule führte den „Weihnachtsstern“ auf
Musical-Stars ernteten großen Beifall
Linz. Tosender Applaus brandet auf, als die Musical-Stars der Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule von ihrem „Ausflug“ durch den abgedunkelten Zuschauerraum mit ihren glitzernden Elektro-Teelichtern wieder auf die Bühne zurückgekehrt waren. Begleitet hatte sie bei ihrem Gang zu ihrem Publikum der Pop-Star „Pink“ mit dem Hit „Bridge of Light“. Diese Brücke, so die Quintessenz des Nachmittags in der Mensa der Linzer Grundschule, ist der Weihnachtsstern, dem von Marcus Pfister zusammen mit dem Komponisten Detlev Jöcker das gleichnamige Musical gewidmet hat. Dieses wiederum hatte die Linzer Lehrerinnen Dorothee Calmund und Andrea Krentscher mit ihrer Musical-AG seit Ende der Sommerferien einstudiert.
„Ein volles Haus“
„Ich bin begeistert über ein so volles Haus. Schön, dass Sie in der doch recht stressigen Vorweihnachtszeit zu uns gekommen sind, um das Musical zu hören. Die Kinder haben seit Ende der Sommerferien mit meinen beiden Kolleginnen in der AG getanzt, gesungen und Sprechtexte gelernt“, begrüßte Rektor Carsten Pöppel die Zuschauer am Dienstagnachmittag, denen die nicht gerade kleingeratene Mensa kaum ausreichend Platz bot. Sehr viel länger hätte er mit dem „Startschuss“ für die Aufführung auch nicht warten dürfen, war die Nervosität hinter dem blauen Vorhang doch mindestens so hoch wie Spannung davor.
„Weihnachtslieder in Sandalen bei vollem Sonnenschein einzuüben, war schon etwas eigenartig. Und dann auch noch zu überlegen, wer Maria und Josef spielen soll“, erinnerte ein Mitglied der Musical-AG , bevor sich dann endlich der Vorhang öffnete und den Blick auf drei Hirten am Lagerfeuer frei gab, die über ihre schlafende Schafherde wachten.
„Habt Ihr gehört? Ganz in der Nähe ist ein Kind geboren worden. Es soll ein neuer König sein. Ein König ohne Heer und Reiter und dennoch mächtiger als alle, die wir jemals kannten. Gütig und barmherzig soll er sein, ein König des Friedens und der Freude“, unterhalten sie sich.“ Nur, wo dieses Kind geboren war, das wussten sie nicht und so sangen sie mit Unterstützung des Chores, dessen Mitglieder bereits die Kostüme für ihre jeweiligen Auftritte angelegt hatten: „Das Feuer knistert, die Schafe liegen still, bald geht es auf die Reise, so unser Herr es will!“ Plötzlich schien der Himmel über ihnen in Bewegung zu geraten. „Lasst uns hüpfen, tanzen, springen und dazu ein Lied erklingen“, sangen die Sterne und formierten sich zu einem riesigen Stern mit strahlendem Kometenschweif, der ihnen den Weg zur Krippe in Bethlehem wies.
Ein neues Bühnenbild
Und schon schloss sich der Vorhang, damit dahinter ein neues Bühnenbild aufgebaut werden konnte. Durch einen kleinen Spalt konnte man gerade noch erkennen, dass es den Musical-Stars gelungen war, Carsten Pöppel als Kulissenschieber zu engagieren, der gerade die Skyline einer orientalischen Stadt zu installieren, die von einem mächtigen König beherrscht wurde. Der wusste zwar von der Geburt eines Friedensfürsten, auf den er sich in seinem morgenländischen Palast auch schon freute, aber wo das neugeboren Kind zu finden war, wusste er nicht. Als sein Diener dann den Weihnachtsstern am Himmel entdeckte, wusste er Bescheid und befahl prompt: „Sattelt mein Pferd! Tragt die kostbarsten Geschenke zusammen!“ Und schon erklang das Lied „Ein König macht sich auf den Weg!“, wenn auch in Ermangelung eines Kamels auf einem feurigen Steckenpferd. Erneuter Szenenwechsel hinter geschlossenem Vorhang. Und schon werden die Zuschauer in den tiefsten Wald entführt, dessen Dunkelheit von dem Licht des Weihnachtssterns durchdrungen wurde. „Das wird wohl Vollmond sein, dachte der Wolf und begann zu heulen. Die Igelfamilie glaubte, die Morgendämmerung sei angebrochen und versteckte sich in ihrem Laubnest“, berichtet der Musical-Sprecher. Aufgeschreckt liefen nun auch die anderen Waldbewohner auf eine Lichtung und entdeckten dort den großen Stern. Die weise Eule erzählte ihnen, dass in Bethlehem das heilige Kind geboren sei und dass der wunderbare Weihnachtsstern sie alle an seine Wiege führen würde. „Weihnachtsstern, Weihnachtsstern, bist so nah und doch so fern“, trällerten die Tiere und machten sich auf den Weg.
Der Vorhang schloss sich ein letztes Mal
Ein letztes Mal schloss sich der Vorhang. Als er sich wieder öffnete, hatten sich alle Akteure um die Heilige Familie versammelt. Friedlich lag der Wolf neben dem Lamm, der Fuchs neben dem Hasen und die mächtigen Könige unterhielten sich mit den einfachen Hirten. „Die Sehnsucht nach dem Frieden, sie strahlt in dieser Nacht, viel heller und viel lichter, als jeder einst gedacht“, sangen entsprechend alle gemeinsam, um dann mit Pinks „Bridge of Light“ eben diese frohe Botschaft vom „Frieden auf Erden“ direkt den Zuschauern zu übermitteln. Und die stimmten, wie der überwältigende Applaus bewies, Carsten Pöppel unisono zu. „Diese tolle Leistung hat uns eine wunderschöne Einstimmung auf Weihnachten beschert!“
