Die Pfarrgemeinde Sankt Pantaleon hatte am Sonntag zu einem Benefizkonzert eingeladen
Musik für den Kindergarten
Unkel. Mit dem Oboenkonzert d-moll des Venezianers Alessandro Marcello (1673-1747) eröffneten Joanne Walter-Unkel (Oboe) und ihr Mann Marc Unkel (Orgel) am Sonntagnachmittag das Benefizkonzert, zu dem der Kirchenmusiker des Seelsorgebereichs Unkel, Martin Monter, in die Unkeler Pfarrkirche eingeladen hatte. Dort konnte der Hausherr, Pfarrer Andreas Arend, zahlreiche Besucher begrüßen, darunter auch die Bernadette Hausen, die Leiterin der Kindertagesstätte Sankt Pantaleon in Scheueren, des Nutznießers des Nachmittags. „Da Ihnen das Konzert mit seinem breit gestreuten Programm eine äußerst erbauliche Stunde bescheren wird, bin ich sicher, dass Sie bereitwillig spenden werden“, so der Geistliche. Die Kosten für die Immobilie sowie die Personalkosten für die Tagesstätte, die Kindern 75 Plätze biete, würden zwar von der Erzdiözese und von staatlicher Seite gedeckt, dennoch bestehe immer wieder Bedarf, zusätzlich Gegenstände für den täglichen Ablauf anzuschaffen. „Von daher danke ich allen Akteuren des Konzertes für ihren Einsatz, vor allem aber dem Kinderchor des Seelsorgebereichs, da sich die kleinen Sänger lange gedulden müssen, bis auch sie zum Einsatz kommen“, erklärte Andreas Arend.
Den hatte dann die Sopranistin Christine Fabritius, die, von Marc Unkel an der Orgel begleitet, zunächst die Arie „Flammende Rose, Zierde der Erde“ von Georg Friederich Händel (1685-1759) erklingen ließ. Nachdem sie als Instrumentalistin zusammen mit dem Kantor der evangelischen Trinitatis-Gemeinde die Sonate für Geige und Continuo vorgetragen hatte, stimmte sie „Er weidet seine Herde“ aus dem wohl populärsten Werk des Komponisten, dem „Messias“, an.
Mit dem „Tanti anni prima“ für Oboe und Orgel des Argentiniers Astor Piazolla (1921-1992) setzte das Musiker-Ehepaar Unkel das Konzert fort, bevor Christine Fabritius „Jerusalem“ aus dem Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) vortrug sowie das Stück „Sei stille dem Herrn“ aus dem Elias-Oratorium des Komponisten. Hatten die Zuhörer bis dahin schweigend die Konzertbeiträge der drei Musiker genossen, so dankte sie ihnen nun mit lang anhaltendem Beifall für ihre Darbietungen.
Lebhaften Applaus verdienten sich dann auch die acht jungen Sänger des Kinderchors mit ihrem Musical „Bartimäus“ des Frankfurter Kirchenmusikers Peter Reulein.
Der verzweifelte Blinde aus Jericho setzte seine ganze Hoffnung auf den Messias und entsprechend ließen die Kinder ihn freudig jubeln: „Jesus kommt in die Stadt, Halleluja!“ Nach der Heilung des blinden Bettlers vor den Toren von Jericho, von der Markus berichtet (10, 46-52), verkündeten sie dann abschließend: „Bartimäus, Bartimäus ist jetzt wieder ein froher Mann!“
