Der Unkeler Hobbymaler Harald Willms zeigt seine Arbeiten in der Sankt Antonius Residenz
„Natur und Mensch“ im Blick
Linz. Gemalt hat der Unkeler Harald Willms, der nach seinem Abitur am Siebengebirgs-Gymnasium in Bonn Pädagogik mit dem Hauptfach Bildende Kunst studiert hat, eigentlich schon immer. So richtig Zeit, seinem Hobby zu frönen, hat der Lehrer an der Linzer Realschule plus aber erst seit drei Jahren, seitdem er an dieser in Altersteilzeit tätig ist. Ergebnisse seiner kreativen Arbeit vor der Leinwand kann man in der Cafeteria der Linzer Sankt Antonius Residenz in den anschließenden Fluren in der Ausstellung „Natur und Mensch“ bewundern.
„Das Malen betreibe ich auf vielfältige Weise“, berichtete der Hobby-Künstler dort bei der Vernissage. So hatte er etwa von 1975 bis 2010 die Heisterer Möhnen beim Bühnenbild und beim Karnevalswagen künstlerisch unterstützt, Schützenscheiben des Bürgervereins Heister gemalt und das Bürgerhaus Heister wie das Feuerwehrgerätehaus Unkel mit Wandgemälden verschönert. „Zurzeit male ich überwiegende mit Acrylfarben“, so Harald Willms, der in Linz aber auch mit dem „Mönch, an Grenzstein lehnend“, der „Hand, Leonardo da Vincis Porträt malend“ oder einem alten Buch mit Ledereinband seine zeichnerischen Qualitäten unter Beweis stellt. „Für die Bewohner unseres Hauses ist der Radius, in dem sie sich bewegen können, altersbedingt kleiner geworden. Deshalb holen wir neben Vorträgen auch die Kunst mit Literatur, Musik und Ausstellungen zu ihnen hier in unsere Einrichtung, damit sie auf diese Weise weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, erklärte der Leiter der Einrichtung, Sven Lefkowitz, bei seiner Begrüßung. Die Motive von Harald Willms seien zwar sehr vielfältig, würden aber alle eine enorme Lebensfreude ausstrahlen und damit Emotionen wecken, welche die ansonsten vorherrschende Stimmung des eher trüben Monats November auffangen würden. „Entsprechend kommt nicht nur die Serie der Strandbilder mit den fröhlichen Kindern hier in der Cafeteria bei unseren Bewohnern sehr gut an“, schloss Sven Lefkowitz seine Ausführungen.
Zu den fröhlichen Strandbildern gesellen sich in der Cafeteria mit den beiden Arbeiten „Heuwenden am Niederrhein“ (1950) und den „Heuarbeiten am Oberrhein“ (1930) noch drei nostalgische Motive. Empfangen werden die Besucher auf dem Weg von der Kapelle des Hauses zur Cafeteria zunächst vom „Linzer Brauhaus“ und einem Blick auf „Drachenfels und Wolkenburg, von Grafenwerth aus gesehen“ - Grund für Sven Lefkowitz, den Titel zu „Leben und Heimat“ zu erweitern. Dies würde auch durchaus hinsichtlich der „Winterwanderung auf der Erpeler Ley“ und dem „Hähnerbachtal bei Unkel“ passen.
„Ich male einfach alles, was mit gefällt“, erklärte Harald Willms. Und so steht neben dem „Winzer, eine junge Weinrebe haltend“ seine Impression von „Paris bei Nacht“, während sich zu dem „Kölner Fenster der Burgruine Drachenfels“ etwa die „Hamme bei Worpswede“ oder „Reiter im Wattenmeer“ gesellen. Nicht nur in den Süden Deutschland entführt der Hobbymaler etwa mit seinem „Rückepferd im Schwarzwald“ und in die neuen Länder mit der „Dampfeisenbahn im Erzgebirge“.
Sogar über den Kanal geht die Reise mit dem „Boot im Hafen von Conwy/North Wales“ und mit „Strandwanderer auf Anglesey“. Aber auch für die Schönheit von Seerosen sowie für einen Apfelblütenzweig hat Harald Willms ein Auge, das er auch nicht vor einem einfachen Schneckenhaus verschließt, sondern dieses sogar groß in Szene setzt.
Bewundern kann man dieses sowie seine übrigen Motive noch bis Ende Januar in der Linzer Sankt Antonius Residenz, Am Konvikt, täglich von 9 bis 18 Uhr.
