Kommunalwahlen in Linz
Neue und bewährte Kandidaten setzen sich durch
Linz. Alt-Bürgermeister Adi Buchwald strahlte am Wahlabend. Als einer der Ersten gratulierte er seinem Nachfolger Hans-Georg Faust, dem er nach 25 Jahren die Amtsgeschäfte in Linz überlässt. Von einer breiten Mehrheit aus CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWG getragen, erzielte der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete, der ohne Gegenkandidat ins Rennen gegangen war, satte 83,13 Prozent der Stimmen. „Ich danke den Wählern für diesen überwältigenden Vertrauensvorschuss, dem ich jetzt in der Ratsarbeit gerecht werden muss“, so der 66-Jährige, der sich als Erster Beigeordneter von Adi Buchwald seit dem Herbst des Vorjahres auf sein neues Amt vorbereitet hatte.
Orts-Chef in Kasbach-Ohlenberg
Gleiches gilt für Frank Becker, der in Kasbach-Ohlenberg vom Stellvertreter von Dieter Sander zum Orts-Chef avancierte. Mit 81,75 Prozent der Stimmen schenkten dem FWG-Mann fast genauso viele seiner Mitbürger das Vertrauen wie Linzer Hans-Georg Faust. Dieter Sander, der 35 Jahre die Geschicke der Doppelgemeinde geleitet hatte, war vor fünf Jahren auf 67,1 Prozent der Stimmen gekommen, musste sich aber im Gegensatz zu seinem Nachfolger, dem 47-jährigen Oberregierungsrat gegen den CDU-Kandidaten Martin Rings durchsetzen.
Auch in Vettelschoß war mit Heinrich Freidel der Erste Beigeordnete ohne Gegenkandidat zur Bürgermeisterwahl angetreten, da Falk Schneider nach fünf Amtsperioden nicht mehr kandidiert hatte. Dem 59-jährigen Versicherungskaufmann aus den Reihen der CDU schenkten 67,55 Prozent der Wähler ihr Vertrauen.
In seine vierte Amtszeit als Bürgermeister von Leubsdorf startet Achim Pohlen, da ihn 76,64 Prozent der Wähler erneut mit dieser Aufgabe betrauten. Mit einem Gegenkandidaten musste sich der Christdemokrat, der beruflich Schulrektor ist und mit seinem Freund, dem Ex-Rektor der Erpeler Grundschule, Josef Rönn, als Hobbywinzer den berüchtigten „Lehrerschweiß“ keltert, nicht auseinandersetzen.
Wahl in Dattenberg
Dieser Aufgabe stellte sich in Dattenberg Dieter Runkel, der 2002 die Nachfolge von Helmut Bretz (CDU) angetreten hatte. Der 59-jährige Sozialdemokrat verfehlte mit 57,33 Prozent der Stimmen nur um 1,37 Prozent sein Ergebnis aus 2009 und gab somit seinem Herausforderer Stefan Betzing, der sich zum ersten Mal um das Amt des Ortsbürgermeisters bewarb, das Nachsehen.
Sein Ergebnis um fast 4 Prozent verbesserte der Christdemokrat Kurt Pape, der in Ockenfels dem Sozialdemokrat Torsten Müller mit 62,64 Prozent das Nachsehen gab. Wie der 43-jährige Pädagoge hatte sich der heute 67-Jährige in 2009 als absoluter kommunalpolitischer Neuling um die Nachfolge von Hans-Günter Fischer beworben, der vor fünf Jahren als Linzer VG-Chef nicht mehr als Ortsbürgermeister kandiert hatte.
In Amt uns Würden bleibt auch der Christdemokrat Willi Knopp im Sankt Katharinen, der dort vor zehn Jahren die Nachfolge von Josef Hüngsberg angetreten hatte, nachdem er bereits 20 Jahren Mitglied im Gemeinderat gewesen war. Mit satten 66,42 Prozent der Stimmen setzt sich der Amtsinhaber gegen seinen Gegenkandidaten, Markus Hahn aus den Reihen der FWG, durch.
