Lokalsport | 10.10.2013

Traditioneller Stadtlauf des SV Unkel

Neuer Rekord mit 232 Läufern

Der junge Sarankan Thuraisingam ist der Nachfolger von Volker Thomalla als Unkeler Stadtmeister

Angefeuert von Eltern und Freunden machten sich die jüngsten Läufer auf die Strecke.DL

Unkel. Hochbetrieb herrschte am Tag der Deutschen Einheit auf dem Willy-Brandt-Platz, den der SV Unkel wieder zum Start und Ziel seines traditionellen Stadtlaufs erklärt hatte. „Den Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2007 mit damals 190 Läufern werden wir dieses Jahr angesichts der vielen Voranmeldungen mit Leichtigkeit brechen“, strahlte der Vorsitzende Andreas Bauch, der sich, wenn auch bei fast eisigen Temperaturen, so doch als goldener Oktobertag ankündigte. „Wo kommen nur all die Kinder her“, staunte der Vorsitzende wenig später und ließ Schilder mit den jeweiligen Jahrgangszahlen verteilen, bevor sich Helfer mit den Bambinis zum Kennenlernen schon auf die 480-Meter-Strecke von der Frankfurter Straße durch die Kirch- und die Pfarrer-Schwamborn-Straße zur Lehngasse und über die Frankfurter Straße zum Ziel ab, um so ein Verlaufen zu verhindern. Wenig später konnte sich Geschäfts- und Schriftführer Rudolf Weichsel als Starter betätigen.

Jugend geht auf die Strecke

Zunächst schickte er die weiblichen Bambinis auf die Strecke, die von der Rheinbreitbacher Grundschülerin Eleni Unkels in 2:10 Minuten mit Abstand am schnellsten bewältigt wurde. Auf den nächsten Plätzen allerdings ging es sehr eng zu. So konnte ihre Mitschülerin Mia Schaffrath mit 2:19 die Unkeler Sonnenberg-Schülerin Nina Truding nur im Endspurt eine Sekunde hinter sich lassen, während diese wiederum der Gebrüder-Grimm-Grundschülerin Lotta Floss mit einer Sekunde Vorsprung den Platz auf dem Treppchen verwehrte. Der Rheinbreitbacher Lennart Brouwers dominierte bei den Jungen den Bambini-Lauf, den er in genau zwei Minuten absolviert hatte.

Hinter ihm lieferten sich die Unkeler Grundschüler Lars Hermann (2:08) und Moe Krämer (2:09) ein packendes Duell um die Treppchenplätze. Während die Eisdiele längst in eine Schreibstube für die Urkunden umgewandelt worden war, machten sich die elf 2006er Schülerinnen auf ihre Runde. Diese absolvierte Fiona Frey aus Rheinbreitbach in 2:28 Minuten zwei Sekunden vor Swantje Rossmann vom CJD, während Caroline Spreitz aus Rheinbreitbach in 2:36 dem Sprung auf das Treppchen schaffte.

Bei den 30 Jungen des Jahrgangs siegte Karl Linden in 2:23 vor seinem Gebrüder-Grimm-Mitschüler Maximilian Rossmann, der mit 2:26 Johann Hübert von der Sonnenberg-Schule um eine Sekunde auf Platz drei verwies. Noch dominanter war die Rolle der Rheinbreitbacher Schüler beim 2005er Jahrgang. Dort belegten mit Greta Richter (2:30), Julia Möller (2:34) und Pauline Fischer die Schülerinnen aus der Nachbargemeinde die drei ersten Plätze, wohingegen die Rheinbreitbacher Jungen sogar die ersten sechs Plätze unter sich ausmachten, wobei Niklas Schander in 2:09 und Daron Cakmakci in 2:12 die schnellsten waren. Die Ehre der Erpeler Johannes-Grundschule rettete bei Jahrgang 2004 Dominik Drachenberg, der zusammen mit dem Rheinbreitbacher Max Spreitz zeitgleich in 2:13 die Ziellinie passierte vor seinem Mitschüler Mateo Radtke, der 2.26 Minuten für die Strecke benötigte.

Damit war die CJD-Schülerin Ronja Großmann sieben Sekunden schneller als dieser und verwies die Rheinbreitbacherinnen Lisa Lützenkirchen (2:21) und Maria Zieschke (2:31) auf die Plätze. Siegerin beim Doppeljahrgang 2002/03 wurde Franziska Schamel in 1:56, die damit Manuela Keuth mit 2:10 und Nimue Kayser mit 2:18 klar distanzierte.

Der Rheinbreitbacher Tim Schander, der sich im Vorjahr noch mit Platz vier hatte zufrieden geben müssen, belegte bei den Jungen in genau zwei Minuten eine Sekunde vor Torge Großmann den ersten Platz, der wiederum seinen CJD-Mitschüler Moritz Gehrung zwei Sekunden hinter sich gelassen hatte.

Die Königswinterer Schule belegte bei den Schülerinnen des Doppeljahrgangs 2000/01 mit Friederike Piontek (2:12), Anna Fassbender (2:13) und Lara Klinksporn (2:19) alle Treppchenplätze. Bei den Jungen siegte Linus Roob vom Gastgeber klar in 1:50 vor Tobias Schamel in 1:53 und Ruben Schulte in 1:55. Den Pokal für die meister Teilnehmer entführten zum vierten Mal in Folge die Gebrüder-Grimm-Grundschüler nach Rheinbreitbach, hatten sie mit 92 Läufern doch 46 Prozent der Teilnehmer gestellt.

Spannung bei Damen/Herren

Auch wenn etliche Bambinis mit ihren Eltern die Veranstaltung bereits verlassen hatten, Zuschauer und frenetische Anfeurer waren noch mehr als ausreichend vorhanden, als sich die großen Mittelstreckler für die Unkeler Meile warm gelaufen hatten. „Frank Carbach von den Hürther Laufmonstern, der als Sieger aus 2909, 2011 und 2012 zusammen mit dem Bruchhausener Martin Bindmann die Unkeler Meile in den vergangenen Jahren dominiert hat, hat sich dieses Mal für sein Lämmlein-Team mit Harald Petschellies selber einen starken Konkurrenten besorgt“, berichtete Andreas Bauch.

Außerdem mache sich auch noch Lasitha Menaka aus Sri Lanka auf die Unkeler Meile.

Die Nummer 1 im indonesischen Badminton war allerdings nicht extra für den Stadtlauf nach Unkel angereist. Vielmehr unterstützt der Indonesier zurzeit die Regionalligamannschaft des SV Unkel. Zunächst aber starteten die Frauen über die drei Runden.

Von Beginn an führten Katharina Deutzmann von den „Southers Oregon Runners“ aus Solingen-Langenfeld und Elisabeth Kraemer vom SC Alfter das 17-köpfige Feld an. Nach einer Runde lag die Siegerin aus 2011 und 2012, Charlotte Bauch, noch hinter Cordula Riediger und Katrin Schwinges auf Rang fünf, hatte sich aber bereits auf den vierten Platz vorgekämpft, als sie zum zweiten Mal die Ziellinie passierte. Wahrscheinlich hätte es sogar für Rang zwei gereicht, wenn die Strecke etwa länger gewesen wäre, war die junge Unkelerin, die mit 7:22 exakt ihre Siegzeit aus 2011 erreichte, doch bis auf drei Sekunden an die Zweitplatzierte Elisabeth Kraemer herangelaufen, die nach einigen Jahren „Stadtlaufabstinenz“ wieder den Weg von Alfter nach Unkel gefunden hatten. Strahlende Siegerin aber war Katharine Deutzmann aus Langenfeld, die für die 1609 Meter 7:12 Minuten benötigt hatte. Dann gingen die 32 Läufer auf die Strecke.

Schon nach einer Runde zeichnete sich ab, dass es für Frank Carbach und Martin Bindmann schwer werden würde, ihre Erfolge aus den Vorjahren zu wiederholen, führte Harald Petschellies doch mit Thomas Dimke, der aus Lörrach in seine alte Heimat Unkel gekommen war, um am Stadtlauf teilzunehmen, nach der ersten Runde locker das Feld an, in dem der Unkeler Stadtmeister der beiden Vorjahre, Volker Thomalla, dieses Mal fehlte. Vorne mit dabei unter den erste zehn Läufern war auch noch Sarankan Thuraisingam vom SV Unkel, der in den beiden Vorjahren klar den Wettbewerb der Jahrgänge 1997/98 gewonnen hatte. Eine fulminante zweite Runde sicherte ihm dann Platz vier hinter Lasitha Menaka, als die Läufer zum zweiten Mal die Ziellinie passierten.

Nach 1609 Metern hatte der Unkeler dem Badminton-Star aus Indonesien dann mit 5:28:14 ganze sechs Sekunden abgenommen und konnte sich als neuer Unkeler Stadtmeister feiern lassen.

Sieger über die Unkeler Meile aber wurde mit Harald Petschellies in 5:18:24 erneut ein Lämmlein-Läufer, der Thomas Dimke mit 5:24:58 deutlich auf Platz zwei verwies. Den hätte Frank Carbach sicher gehabt, wenn er die Zeit aus dem Vorjahr erreicht hätte. So aber blieb ihm nach einem ehrgeizigen Endspurt in 5:42 nur Rang fünf vor Martin Bindmann, der mit 5:43 nur vier Sekunden unter seiner Zeit aus dem Vorjahr geblieben war.

Angefeuert von Eltern und Freunden machten sich die jüngsten Läufer auf die Strecke.Foto: DL

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Titel
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2262

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Osterangebot
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Container Anzeige
First Friday Anzeige März
Osteraktion
Stellenanzeige