Jahreshauptversammlung des Unkeler Tambourcorps „Rheinklänge“
Neuer Vorstand ist im Amt
Das Tambourcorps will junge Unkeler für das „klingende Spiel“ begeistern, um alte Stärke zu erreichen
Unkel. Die goldenen Zeiten von Vereinen sind vorbei. Das musste auch das ehemals stolze Unkeler Tambourcorps „Rheinklänge“ erfahren, das schon seit geraumer Zeit eher Tiefen denn Höhen zu bewältigen hatte.
Von Hans Boendgen, Ludwig Christ, Josef Doll, Willi Flohr, Matthias Hecker, Gottfried Kretzer und Rolf Lahm 1954 als Spielmannszug der Freiwillige Feuerwehr gegründet, machte sich die „Rheinklänge“ 1966 selbstständig und wurden schnell zum musikalischen Aushängeschild von Unkel. Mitte des vorigen Jahrzehnts hatte der Verein noch rund 20 Mitglieder, die bei bis zu 30 Auftritten im Jahr begeisterten. Auf der Jahreshauptversammlung im Vorjahr das bittere Erwachen. Es ging es um Sein oder Nichtsein des einst so blühenden Vereins, für den lediglich noch die Devise „Durchhalten“ zählte. „Wir sind stolz, dass es uns genau 60 Jahre nach der Vereinsgründung noch gibt. Wir haben zusammengehalten und es so geschafft, den Verein nicht sterben zu lassen“, erklärte entsprechend der alte und neue Vorsitzende, Wilfried Kurtenacker, kürzlich auf der Jahreshauptversammlung im Café am Markt. Ihm zur Seite als Stellvertreter steht nach den Vorstandsneuwahlen Martin Aschenbrenner, als Geschäftsführerin wurde Angelina Fuhrmann gewählt. Über die Kasse der „Rheinklänge“ wacht Markus Claes als Kassierer, Mirko Meisenbach und Stefan Tillmann unterstützen den geschäftsführenden Vorstand als Beisitzer. Seine Hauptaufgabe sieht das Führungsteam natürlich in der Nachwuchs-Werbung. Der frisch gewählte Vorstand will alles daran setzen, jungen Menschen das „klingende Spiel“ schmackhaft zu machen, sie an diese Musik heranzuführen und somit für neuen Schwung bei den „Rheinklängen“ zu sorgen.
