Mit der 270 Quadratmeter großen Unterkunft hat die bedrückende Enge für den Löschzug Dattenberg ein Ende
Neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht
Dattenberg. Zum Tag der offenen Tür hatte der Löschzug des Rheinhöhenortes Dattenberg alle Bürger eingeladen. Eingeweiht worden war die neue Unterkunft der Mannen um Wehrführer Hans-Günter Gombert und seinem Stellvertreter Bernd Birrenbach aber bereits einen Tag zuvor durch Pfarrer Christoph Schwaegermann und Diakon Eberhard Roevenstrunck. Zu diesem Anlass namentlich begrüßen konnte der Linzer Wehrleiter Thomas Nelles in der zum Festraum umfunktionierten Fahrzeughalle neben den beiden Geistlichen, dem Chef der Wehr, Hans-Günter Fischer, und Ortsbürgermeister Dieter Runkel, zahlreiche Gäste, darunter der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel und die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth. Willkommen heißen konnte er zudem etliche Mitglieder des Orts- und Verbandsgemeinderates sowie des Kreistages, nicht zu vergessen die ehrenamtlichen Helfer der Rentnergruppe.
„Ein bedarfsgerechtes Feuerwehrgerätehaus“
„Nicht die Feuerwehr, die Bürger benötigen ein bedarfsgerechtes Feuerwehrgerätehaus. Zweckmäßig und motivierend war die ehemalige Unterkunft des Dattenberger Löschzugs angesichts der bedrückenden Enge aber schon lange nicht mehr“, erinnerte Thomas Nelles.
Daher habe man sich gegen eine unwirtschaftliche Sanierung entschieden, da die in der Alten Dattenberger Schule unterhalb der Dorfkirche keinen Raumgewinn gebracht hätte, und stattdessen einen Neubau uns Auge gefasst. Mit diesem, in den Feuerwehrleute und die „Rentnertruppe“ unzählige Stunden Eigenarbeit investiert hätten, seien nun beste Rahmenbedingung gegeben, durch welche die Motivation bei der jüngeren Generation Dattenbergs erhöht werde, in den Löschzug einzutreten, der nun sein ehrenamtliches Engagement zum Schutz der Bürger unter besten Rahmenbedingungen fortsetzen könne, so der Wehrleiter.
„Wie sehr die Bürger auf dieses Engagement der Freiwilligen Feuerwehr angewiesen sind, zeigen die vielen Einsätze“, erklärte Dieter Runkel. Um diese erfolgreich durchzuführen, sei neben der guten Aus- und Fortbildung auch eine bedarfsgerechte Ausstattung wichtig. „Die war mit der Alten Schule, in der sich die Feuerwehrmänner hinter ihren Fahrzeugen in deren Abgasen umziehen mussten, nicht gegeben“, so der Bürgermeister.
Deshalb habe die Gemeinde auch die Grundstücke oberhalb des Friedhofes am östlichen Dorfausgang für den 270 Quadratmeter großen Neubau erworben. Dieser verfügt neben der feuerrot gestrichenen, 100 Quadratmeter großen Fahrzeughalle Richtung Süden über einen großen Schulungs- und Aufenthaltsraum. Dahinter befinden sich ein Umkleideraum, die Sanitäranlagen, eine Küche sowie das Büro des Wehrführers.
Unzulänglichkeiten der ehemaligen Unterkunft
„Die gesamte kommunale Familie hatte die Unzulänglichkeiten der ehemaligen Unterkunft erkannt, die einer modernen Wehr nicht mehr entsprachen und zudem gesundheitsschädlich waren. Wir wollen die Feuerwehr stärken durch ein modernes Haus. Das ist die Botschaft, die von diesem Ort ausgeht“, unterstrich Hans-Günter Fischer. Sein Dank galt allen am Bau Beteiligten, die maßgeblich dazu beitragen hatten, die Kosten möglichst gering zu halten.
Allerdings wäre das Projekt auch ohne das fachliche Know-how von Gerd Goldbach nicht realisierbar gewesen, bezog Hans-Günter Fischer den Mitarbeiter seiner Verwaltung in das Lob mit ein, bevor er Hans-Günter Gombert den Schlüssel für das Gerätehaus überreichte. „Jetzt is et oos!“, freute sich dieser über ein „Generationenprojekt, das über den heutigen Tag weit hinausgeht.“
VG-Chef Hans-Günter Fischer überreichte seinem Namensvetter den symbolischen Schlüssel für die neue Unterkunft des Löschzuges.
