Großes Aufgebot an ehemaligen und aktiven Prinzen samt Prinzessin, Möhnen und weiteren Jecken
Prinzenempfang im Linzer Rathaus nach Karnevalsmesse
Linz. „Wir haben hier in Linz eine höhere Uniformiertenquote als Einwohnerzahl“, lachte Stadtbürgermeister Helmut Muthers beim Prinzenempfang im alten Ratssaal des Linzer Rathauses nach der bunt kostümierten Karnevalsmesse in der Martinskirche.
Zusammen mit seinem Beigeordneten und Prinzenbruder (beides ehemalige Prinzen) „Nipf“, alias Michael Schneider, begrüßte Muthers das erste Linzer Kinderprinzenpaar Rosalie die Erste und Henry der Erste mit deren Paginnen Mathilda und Helen, den amtierenden Prinzen Kevin I. vom Kaiserberg mit seinen Adjutanten Kai und Julian sowie etliche weitere Prinzen und Jecke.
Auch Landrat Achim Hallerbach mit seinem Stellvertreter Philipp Rasbach ließen sich singend zwischen den Narren finden.
Mit dem Linzer Klassiker „Jung, wat ränt et!“ stimmten Wolly Klein und Muthers, beide an der Gitarre, den Saal musikalisch ein und huldigten den diesjährigen Prinzen. Muthers zeigte sich überzeugt, dass Linz mindestens so viele Lieder wie New York oder Köln habe.
Der Präsident der großen Linzer Karnevalsgesellschaft Christian Siebertz erhielt neben dem großen Dankeschön wieder einen Scheck über 5000 Euro für die „Rettung und Förderung des Karnevals in Linz“. Besonders großzügig übergab ihm der Stadtbürgermeister die 1 Million Euro, die er gefunden habe. Kleines Manko: Sie wurden wohl mal zerschreddert und die „hundertprozentig echten Scheine“ müssten erst wieder zusammengepuzzelt werden. Oder war das doch eher eine Tüte Konfetti? In jedem Fall so bunt wie die bunte Stadt am Rhein sich gerne zeigt und auch kostümmäßig vertreten ist. Bei der Begrüßung der einzelnen Corps konnte Nipf feststellen, dass es längst nicht mehr nur Rot-Weiß gibt. Blau-Weiß, Grün-Weiß, Hunnen und Möhnen, alle waren gekommen.
Und keiner musste durstig bleiben: Unermüdlich drängten sich Hasan Binakaj und Niklas Klauer mit Getränkekisten durch die Reihen und versorgten die Gäste vorzüglich.
Prinz Kevin I. brachte mit seinem inzwischen überall bekannten Karnevalslied den Saal zum Toben und tanzte schwungvoll mit. Besonders erfreut begrüßte Muthers das Kinderprinzenpaar samt Eltern und Geschwistern, das es zum ersten Mal in Linz gibt. Prinz Henry I. erzählte, wie sie vom Schulweg nach Hause gingen und davon sprachen, später mal Prinz zu werden. „Aber warum erst später?“, dachte Henry und die Idee nahm ihren Lauf. Unterstützt werden Rosalie und Henry von den karnevalsgefestigten Eltern. „Es gibt so viele neue Familien hier, die gar nichts mit Karneval am Hut haben, denen wollen wir diese Tradition näher bringen.“, sagte Vera Burkhard, Prinzessinnenmutter. „Wir machen das zusammen mit dem VFB und da werden 120 bei uns im Zug mitgehen.“, war Burghard begeistert.
Im Saal konnte man sich kaum bewegen, ohne von den langen Federn der vielen Prinzen berührt zu werden. So freute sich Muthers als Ex-Prinz zur Ehrung der Jubiläumsprinzen zu kommen. Er konnte viele Jubilare beschenken, von Prinz vor 35 Jahren über, 30, 25, 20, 15 bis zu zehn Jahren Prinz war alles vertreten. Er selbst wurde von Nipf für „20 Jahre Jeck ohne Grenzen“ geehrt.
Als besonderes Highlight waren auch Prinz Sascha I., der tanzende Jeck vom Rhein-Lahn-Eck mit Lahno-Rhenania Sira I. anwesend. Sascha trainiert die tanzende Garde der Roten Husaren, die dieses Jahr ihr 70jähriges Jubiläum feiert und schon aufgeregt in der naheliegenden Stadthalle wartete. In Lahnstein sagt man Hellau und der demokratisch aufgestellte Saal schaffte es, die üblichen drei Alaafs in die von Prinz Sascha I. angeregten „Linz Alaaf“, Lahnstein Hellau, Linz Alaaf“ umzuwandeln. Geht doch. Geht alles. Zumindest in Linz im Karneval.
Wat denn nu? Prinz, Musiker oder Bürgermeister? Helmut Muthers hat von allem etwas zu bieten, während er singend und Gitarre spielend mit „Jung, wat ränt et“ Prinz Kevin huldigt.
Immer mehr Jecke, doch vor allem ehemalige Prinzen, strömten beim Prinzenempfang in den voll besetzten Ratssaal, unter ihnen auch Landrat Achim Hallerbach.
Das Kinderprinzenpaar bringt mit ihrem Lied den Saal zum Toben.
Prinzessin Rosalie (Mitte) mit Prinz Henry und Pagin Mathilda.
