Politik | 27.05.2014

Stadtratswahlen VG Linz

SPD legte zu, CDU verlor an Boden

VG Linz. Anders als in ihren Nachbarstädten am Rhein hat die Linzer SPD bei den Stadtratswahlen nicht verloren, sondern deutlich um 3,5 Prozent auf nun 26.1 Prozent zugelegt. Dagegen haben die Christdemokraten in der Bunten Stadt deutlich an Boden verloren. Ohne ihre „Galionsfigur“ Adi Buchwald verloren sie mit nur noch 45,6 Prozent klar ihre satte Mehrheit, die sie 2009 mit 53,5 Prozent eingefahren hatten. Bestes Ergebnis erzielte bei den Christdemokraten Michael Rücker mit 1694 Stimmen vor der Landtagsabgeordneten Ellen Demuth, die mit 1542 Stimme vier Wähler mehr auf sich vereinen konnte als Jan Eric Burkard.

Zuwachs für Bündnis 90/Die Grünen, FWG und Die Linke

Zugelegt haben vor allem Bündnis 90/Die Grünen, die von 5,3 Prozent auf 8,3 Prozent anstiegen und damit neben ihrer Vorsitzenden Anja Birrenbach auch Roland Thees in den Stadtrat schicken können. Leichte Gewinne mit 1 Prozent konnte auch die FWG verzeichnen, die auf 16,4 Prozent kommt und Michael Schneider, Heiko Martin sowie Stefan Kraut in den Stadtrat entsendet.

Um 0,3 Prozent legte Die Linke auf 3,3 Prozent zu, die weiterhin von Monika Finette vertreten wird. Angesichts der nur noch zehn Sitze für die CDU gegenüber sechs Sitzen der SPD dürfte es weitgehend von der FWG abhängen, ob die CDU-Fraktion ihre „bürgerliche“ Politik fortsetzen kann, oder ob sich die Ratsmitglieder der Ansicht ihres neuen Bürgermeisters Hans Georg Faust anschließen, der die zu bewältigenden Aufgaben als so gravierend und einschneidend ansieht, dass sie nur von einer breiten Mehrheit ohne parteipolitische Fußfesseln bewältigt werden können.

Leubsdorf, Ockenfels und Sankt Katharinen

Die Sorgen ihrer Linzer Parteifreunde können die Christdemokraten von Leubsdorf, Ockenfels und Sankt Katharinen nicht teilen. In der südlichsten Kommune der Linzer VG hat die CDU zwar 2,8 Prozent gegenüber 2009 verloren, verfügt aber mit 56,6 Prozent weiterhin über eine deutliche Mehrheit im Gemeinderat, so ass Bürgermeister Achim Pohlen ohne Panik den Zugewinn der Leubsdorfer SPD in Höhe von 1,7 Prozent auf nunmehr 29,9 Prozent registrieren kann. Auch die Grünen verbessern sich um 2,2 Prozent auf 8,32 Prozent, während die FWG um 1,1 Prozent auf 5,3 Prozent absinkt.

Marginale Verluste

Auch Bürgermeister Kurt Pape kann die marginalen Verluste in Höhe von 0,4 Prozent seiner Partei auf nunmehr 57,6 Prozent leicht verschmerzen, ebenso wie den Anstieg der SPD von 34,5 Prozent in 2009 auf nunmehr 35,6 Prozent. Leidtragende sind in diesem Ort die Liberalen, auch wenn die FDP bei einem Minus von nur 0,7 Prozent mit 6,8 Prozent kreisweit gesehen blendend abschneidet.

Bajuwarische Verhältnisse in St. Katharinen

Schon bajuwarische Verhältnisse herrschen in Sankt Katharinen, wo die CDU bei einem Zugewinn von 3,3 Prozent satte 60,2 Prozent eingefahren hat. In die Bedeutungslosigkeit abgesunken ist dort auf der Linzer Höhe dagegen die SPD, die bei Verlusten in Höhe von 4,2 Prozent nur noch auf 5,4 Prozent gekommen ist. Zweitstärkste Kraft bleibt die FWG, die sich von um 1,2 Prozent auf 34,4 Prozent verbessern konnte.

Verluste in Vettelschoß und Dattenberg

Herbe Verluste für die beiden großen Parteien von CDU und SPD gab es dagegen in Vettelschoß. Mit 44,9 Prozent verloren die Christdemokraten ihre absolute Mehrheit deutlich. Ihren Verlusten in Höhe von 5,5 Prozent steht bei den Sozialdemokraten ein Minus von 4,8 Prozent gegenüber, das den Stimmenanteil auf 23,7 Prozent sinken lässt.

Gewinner der Wahl in Vettelschoß ist die FWG die mit 29,4 Prozent nicht nur 8,3 Prozent zulegen konnte, sondern nun auch zweitstärkste Kraft im Gemeinderat ist. Die erstmals wieder kandidierenden Liberalen kamen auf 2 Prozent.

Kräftiger verloren haben die Christdemokraten mit 3,5 Prozent dagegen in Dattenberg, bleiben mit 44,4 Prozent aber immer noch stärkste Fraktion. Verluste hinnehmen mussten die SPD, die mit 36,9 Prozent immerhin 3,9 Prozent eingebüßt hat, während die FWG mit 10,8 Prozent nur 0,6 Prozent schlechter abschnitt als 2009. Grund sind eindeutig Bündnis 90/Die Grünen, die erstmals in Dattenberg kandidierten und aus dem Stand 7,8 Prozent erzielten.

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