Lokalsport | 21.05.2013

SV Rheinbreitbach

SVR-Mädchen Wochensieger beim Integrativen Spielfest

Sepp Herberger Stiftung hatte nach Karlsruhe eingeladen

Beim Integrativen Spielfest der Sepp Herberger Stiftung in Karlsruhe bestanden alle Teams je zur Hälfte aus Spieler/innen mit und ohne Handicap. privat

Rheinbreitbach. Sehr angespannt, was da auf sie zukommt, trafen sich sechs Mädchen, um die Reise nach Karlsruhe anzutreten. Eingeladen waren sie von der Sepp Herberger Stiftung, da der SVR bundesweit den dritten Preis im Behindertenfußball gewonnen hatte. Die Besonderheit dieses Spielfestes bestand darin, dass jedes Team aus je drei Spielern mit und ohne Handicap bestehen musste. In Rheinbreitbach hatten sich schnell sechs Kinder gemeldet, wobei die Mädchen schneller reagiert hatten als die Jungs. So kam es, dass der SVR eine reine Mädelmannschaft entsandte. Eine Spezialität des SVR war, dass alle anderen Teams aus integrativen Schulen kamen und damit natürlich eine Schulbefreiung wesentlich einfacher war, oder man hatte einfach eine Projektwoche daraus gemacht. Auch die Betreuer waren damit natürlich Profis und nicht Ehrenamtliche. Und noch eine Besonderheit: Die Spielerinnen des SVR sind alle im ganz normalen Spielbetrieb integriert. Am Montagabend, nach der Zimmerbelegung, ging es sofort zur ersten Praxiseinheit in die Kunstrasenhalle. Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen des Fußballturniers. Also Kicken von 9 bis 18 Uhr. Gespielt wurde vier gegen vier ohne Torwart auf Minitore. Schiedsrichter waren abgeschafft, weil die Kinder das untereinander regeln sollten. Die Kleinsten im Turnier, nämlich die SVR-Mädels, vertraten beim Mittagessen dann ganz selbstständig ihre Meinung. Es ist nämlich nicht so einfach, ein Minitor zu treffen, wenn dort ein kräftiger 15- jähriger junger Mann scheinbar festgewachsen ist. Dennoch kämpften die Mädels und konnten sogar das eine oder andere Mal die „Riesen“ mit ihren herrlichen Kombinationen besiegen. Die Sympathien der anderen Teams und der Verantwortlichen hatten sie längst eingesammelt. Am Mittwoch ging es dann zur Abwechslung in den Kletterpark. Auch hier zeigten alle, was Teamwork wert ist und es entstanden neue Freundschaften. Völlig geschafft wollten die Mädels eigentlich Mittagsschlaf halten, doch die Kunstrasenhalle mit fünf Stationen Fußballtechnik rief schon wieder. Dafür durften Sie sich dann später beim Grillabend wieder stärken. Am Donnerstag in der Frühe wurden dann die Finalspiele ausgetragen, wobei das gemeinsame Anfeuern der anderen Teams wichtiger war als das Ergebnis. Das verlorene Platzierungsspiel im Kopf, realisierten die Rheinbreitbacherinnen zunächst nicht, wer gemeint war, als bei der Siegerehrung der Wochensieger aufgerufen wurde: Das Team des SVR war eines von nur zehn Teams aus dem Bundesgebiet und dann auch noch Wochensieger! Tapfer kämpfend, sehr fair und sozial haben sie in diesen Tagen Integration gelebt und diese Trophäe wahrlich verdient. Total kaputt aber voller Begeisterung trafen die Mädchen am Abend wieder wohlbehalten in Rheinbreitbach ein.

Beim Integrativen Spielfest der Sepp Herberger Stiftung in Karlsruhe bestanden alle Teams je zur Hälfte aus Spieler/innen mit und ohne Handicap. Foto: privat

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