Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ lud zum Herbst-Trödelmarkt
„Schnäppchen und Schätzchen“
Über die Rheinstraße bis auf den Marktplatz zogen sich die Stände der Händler
Erpel. Auch wenn der „Goldene Oktober“ ausblieb, das Gerücht, die „Freunde des Erpeler Weinfestes“ hätten allerbeste Beziehungen zu den Wettergöttern, wurde doch zumindest teilweise bestätigt. Pünktlich zu ihrem Herbst-Trödelmarkt, zu dem sich wieder weit über 100 Händler angesagt hatten, war von den Regenschauern der Vortage nichts mehr zu spüren. Auch wenn von herrlichem Sonnenschein nicht die Rede sein konnte, angesichts des grauen Hochnebels über dem Rheintal hatte sich die große Rittershauswiese am nördlichen Ortseingang von der Bundesstraße 42 aus bereits in den frühen Morgenstunden in einen riesigen Parkplatz verwandelt. Schon unmittelbar an diesen wurden die Schnäppchenjäger von Händlern empfangen, hatte diese sich ihre Stände bereits auf der Rheinstraße aufgeschlagen. Ob verschnörkeltes Porzellan, alte Bücher oder Kuriositäten aller Art, Silber und Schmuck sowie Kunsthandwerkliches oder aber Zubehör für die Küche, das noch aus „Uromas Zeiten“ stammte, Kleidungsstücke, Kassetten und Schallplatten, Kinderbücher und ausrangiertes Spielzeug wurden von den kleinen und großen Händlern bis hinauf zum Marktplatz feilgeboten, während im Schutz des Neutors Wildgulasch und andere Fleischspezialitäten aus dem nahen Forst erworben werden konnten. Die Straßen und Gassen sowie der Marktplatz im historischen Ortskern der „Alten und Freien Herrlichkeit erpilla“ bildeten mit ihren schmucken alten Fachwerkhäusern wieder einen reizvollen Rahmen, der dem Trödelmarkt ein unverwechselbares Ambiente verlieh. So kamen nicht nur die Schnäppchenjäger auf ihre Kosten, sondern auch die Besucher, die nur über den Markt schlenderten, um die Atmosphäre aus geschäftigem Treiben und Handeln in idyllischer Umgebung zu genießen. „Es waren zwar unheimliche viele Besucher unterwegs, das aber waren eher ‚Sehleute‘ als Kaufinteressenten. Viel sind wohl nur hier vorbeigekommen, um dann zu einem der Weinfeste am Mittelrhein weiterzufahren“, mutmaßte einer von ihnen. Dem Brauchtumsverein, der mit dem Herbst-Trödelmarkt wie mit dem Osanna-Markt im Sommer das Weinfest mitfinanziert, werde er aber trotzdem die Treue halten. „Spaß macht es hier immer, auch wenn das Geschäft mal nicht so geblüht hat“, verabschiedete er sich Richtung Bundesstadt.
