Spende für Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule Linz
Schule durfte sich über zwei Spendenschecks freuen
Karl Zimmermann stiftete für Förderverein und Flutopfer auf den Philippinen
Linz. In Rente ist Karl Zimmermann schon vor rund 15 Jahren gegangen, zur Ruhe gesetzt hat sich der rüstige Unkeler aber noch lange nicht.
Damals begann er eine ganz neue Schaffensperiode, nicht für den eigenen Geldbeutel, sondern für einen guten Zweck, beziehungsweise zugunsten von etlichen Institutionen und Gruppen. In seiner kleinen Keller-Werkstatt „Karls-Ruhe“ stellt er seitdem Holzarbeiten, insbesondere Krippen und hochwertige Spielzeuge her, die er auf Basaren verkauft, um den Erlös vorrangig Schulen und Kindergärten zukommen zu lassen, in denen er auch kleine Nachwuchs-Schreiner im Werkunterricht an den Umgang mit entsprechendem Werkzeug heranführt. „Schon seit acht Jahren unterrichtet Karl Zimmermann unsere Schüler im Werken, zurzeit dienstags und mittwochs die Ganztagsschüler der 3a und b“, so der Rektor der Linzer Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule, Carsten Pöppel. Während seine Schützlinge ihre Exponate beim Weihnachtsbasar der Schule feilgeboten hatten, hatte Karl Zimmermann am ersten Advent im leer stehenden Ladenlokal von Alex König sein Holzspielzeug samt Futterhäusern, Krippen und Puppenhäusern zum Verkauf aufgebaut. Den stolzen Erlös in Höhe von insgesamt 640 Euro stiftete er zu gleichen Teilen dem Förderverein der Schule und der Aktionsgruppe „Kinder in Not“, die damit die jungen Flutopfer auf den Philippinen unterstützt. Zusammen mit den jungen „Zimmermann-Schreinern“, Chantal, Linus, Maximilian, Samuel und Timo, nahm Carsten Pöppel im Werkraum im Untergeschoss des Mensagebäudes die beiden Schecks entgegen. „Wir freuen uns natürlich sehr über diese Zuwendung, die wir in Zeiten knapper Kassen für zusätzliche Anschaffungen gut einsetzen können. Mindestens genau so wichtig für uns sind aber die Gegenstände wie das große Rednerpult oder der bequeme Lesethron, die Karl Zimmermann für die Schule schreinert“, hob Carsten Pöppel hervor.
Nicht ausschließlich schön, sondern durchaus auch praktisch sind die Sachen, die der Unkeler mit den Schülern herstellt. „Dabei lernen sie, mit allen Schreiner-Werkzeugen umzugehen. Nur an die Flex und die Kreissäge dürfen sie nicht dran“, erklärte der betagte Holzfachmann, der noch lange nicht zum alten Eisen zählt, da ihn der Umgang mit Kindern sichtlich jung hält.
