Allgemeine Berichte | 11.04.2014

Evangelische Kirche fördert Flüchtlingsberatung in Neuwied

Selbstbestimmung und Eigeninitiative sind wichtig

Superintendent Wolfgang Eickhoff und Flüchtlingsberaterin Violetta Borczon. privat

Neuwied. Trotz knapper Kassen stellt die Evangelische Kirche im Rheinland Mittel für die Flüchtlingsberatung zur Verfügung. Angesichts der erschreckenden Bilder von Menschen, die beim Versuch, auf kleinen Booten übers Mittelmeer von Afrika nach Europa zu kommen, scheitern, hat sich die evangelische Kirche gefragt, wie sinnvolle Hilfe aussehen könnte. Herausgekommen ist, dass unter anderem beim Diakonischen Werk die Stelle der Flüchtlingsberaterin Violetta Borczon um 9 Wochenstunden auf 19,5 Stunden erhöht wurde.

Wolfgang Eickhoff, Superintendent des Kirchenkreises Wied meint: „Das ist ein deutliches Signal, dass sich die evangelische Kirche für Flüchtlinge einsetzt.“

In Stadt und Kreis Neuwied leben zurzeit 550 Menschen, die im Bezug von Asylbewerberleistungen sind, erzählt Violetta Borczon. In der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Neuwied leben zurzeit 140 Personen, die zum Teil geduldet sind oder sich noch im Asylverfahren befinden.

Hiermit ist die Aufnahmekapazität der Einrichtung erreicht, sodass die Menschen auch in den Kreis Neuwied verteilt werden. Die Flüchtlingszahlen sind aufgrund von Bürgerkriegen und sonstigen Katastrophen auch in Kreis Neuweid steigend.

Die ausländer- und asylrechtlichen Verfahren sind für die Flüchtlinge oft nicht nachvollziehbar. Neben der allgemeinen Beratung über ausländer- und asylrelevante Themen setzt die Beratung auch bei den Potenzialen der Menschen an, um Selbstbestimmung und Eigeninitiative zu fördern, obwohl prägende Lebensumstände wie eine fortwährende Unsicherheit über den Ausgang des Asylverfahrens, die Einschränkung der Rechte im Gegensatz zu der Aufnahmegesellschaft und auch der nachteilige Arbeitsmarktzugang die Menschen in ihrer Kompetenzentwicklung und Eigenverantwortung hemmen. Weiter erleben diese Menschen systematische Ausgrenzung und strukturelle Diskriminierung, welche sich in einer Reihe von Sondergesetzen und Beschlüssen für diese Personengruppe manifestiert.

Neben der Beratungsarbeit hat das Diakonische Werk auch eine sogenannte Willkommenskultur für die Menschen eingerichtet. Dies bedeutet, dass die Asylsuchenden nach der Verteilung aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Trier von Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes besucht werden.

Renate Schäning, Diakoniepfarrerin im Kirchenkreis Wied, arbeitet mit den evangelischen Kirchengemeinden zusammen, die flächendeckend für den Kreis Neuwied versuchen, für Flüchtlinge Unterstützung zu organisieren. „Dafür bin ich sehr dankbar“, so Schäning, „da es für viele Familien schwierig ist, sich in der Region zurecht zu finden.“

Pressemitteilung

Ev. Kirchenkreis Wied

Superintendent Wolfgang Eickhoff und Flüchtlingsberaterin Violetta Borczon. Foto: privat

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