Lokalsport | 09.12.2014

Auch der 51. Nikolauslauf des TuS Erpel lockte wieder viele Leichtathleten auf die Ley

Sonnenschein sorgte für ideale Bedingungen für die kleinen und großen Läufer

Über 120 Langstreckler, darunter mit der Starnummer 171 der spätere Sieger, Lothar Myroll, absolvierten auf der Erpeler Ley die 9.450 Meter lange Strecke des 51. Nikolauslaufes, zu dem der TuS Erpel auf das Basaltplateau geladen hatte. DL

Erpel. Strahlender Sonnenschein sorgte für großen Betrieb an der großen Wiese der Erpeler Ley. Nicht dass die vielen Besucher von dort aus über das Basaltplateau wandern wollten. Vielmehr waren allein 117 Langstreckler angereist, um am 51. Nikolauslauf teilzunehmen, zu dem der TuS Erpel eingeladen hatte.

Ideale Bedingungen

„Wir hatten ja schon im Vorjahr durchaus gutes Wetter, aber dieses Mal sind die Bedingungen geradezu ideal“, freute sich TuS-Vorstandsmitglied Harald Willms, während sein Kollege Ernst Senk im Meldehäuschen die Laufnummern ausgab. Mit 289 Anmeldungen hatte er schon 15 Leichtathleten mehr erwartet als im Vorjahr. Hinzu kamen dieses Mal aber noch 52 Nachmeldungen. „Insgesamt 83 Vereine haben Läufer gemeldet“, berichtete der Kassierer des gastgebenden Vereins, während sich der Nikolaus samt Hirtenstab und Bischofsmütze von der Grillhütte aus in Richtung Start aufmachte.

Unbeschadet überstand Stefan Schikalla, der wieder in die Rolle des Namenpatrons des Waldlaufes geschlüpft war, den Vorbeilauf der Langstreckler, nachdem diese von Josef Schmitz auf die sechs großen Waldrunden geschickt worden waren. Während die Athleten allmählich im Eichenwald verschwanden, machte sich der heilige Mann auf zu den Zuschauern, um dort die Kleinsten mit Süßigkeiten aus seinem Geschenksack zu erfreuen. Warm wurde es den Läufern schnell, sodass schon nach der ersten Runde, in der sich Lothar Wyrwoll von der SSG Königswinter (Jahrgang 1992) und Daniel Weiser (M35) vom LAZ Puma Rhein-Sieg bereits vom Feld abgesetzt hatten, kaum noch Ersatz-Nikoläuse im Läuferfeld auszumachen waren.

Ergebnisse der Männer

So siegte der Läufer vom Drachenfels, der im Vorjahr mit 33:26 noch Platz zwei belegt hatte, schließlich in 0:32:14. Weit über drei Minuten später ging ein weiteres „Pärchen“ mit Oliver Stephan (Jahrgang 1993) ebenfalls von der SSG Königswinter in 35:50 und Marco Merle in 35:57 (erster bei den M30) durchs Ziel.

Aus der Region belegten Johannes Witten (41:18) vom Gastgeber und Tobias Schamel (42:23) in der Männerklasse Platz 4 und 5, der Linzer Nico Schönfeld kam bei den M30 in 53:12 auf den 3. Platz, den Christian Warzecha aus Sankt Katharinen (M35) mit 46:08 klar verfehlte, ebenso wie der Linzer Ingo Otten (M40) mit 46: 15. Trotz einer Zeit von 42:11 wurde der Bad Hönninger Harald Klein (M45) von der LG Friedhof in seiner Altersklasse nur Sechster vor dem Ockenfelser Ralph Mohr, der in 43:13 durchs Ziel ging. Einen dritten Platz belege dagegen der Dattenberger Herbert Schipke (M55) in 47:01, der auf den letzten Metern noch Bernhard Schmitz vom TriTeam Dattenberg mit 47:3 vom Treppchen verwies. Rochus Allert, ein Nikolauslauf-Stammgast, belegte bei den M60 in 44:58 Rang 4, während Hans-Peter Roller vom TuS Erpel bei den M70 in 1:07:16 auf den 2. Platz kam. Ältester Teilnehmer war Wilhelm Ehlers vom SCAlfter, der als 79-Jähriger die Waldstrecke in 48:06 meisterte.

Ergebnisse der Frauen

Klar dominiert wurde der Lauf bei den Frauen von Marlen Günther (W30) vom LAZ Puma Rhein-Sieg. Mit 36:41 erreichte sie die fünftschnellste Zeit aller Teilnehmer und hatte die Zweitplatzierten, Thurid Buch (W40) vom SC Alfter mit 38:25 über zwei Minuten hinter sich gelassen. Wiederum über zwei Minuten später ging Asteria Wagner (W40) von der SSG Königswinter in 40:33 durchs Ziel. Schnellste bei der Frauen-Altersklasse war Franziska Schamel vom M5K Unkel in 42:49, Daniela Schoop von LG Fitness-Keller Leubsdorf wurde bei den W30 in 1:00:28 Dritte. Diesen Platz verfehlte Bettina Huckenbeck bei den W40 in 50:18 als Vierte um gut eine Minute.

Lauf der Jüngeren

Nach den Langstrecklern waren die Jüngsten an der Reihe, um zunächst auf der Wiese die 410 Meter-Strecke zu meistern. Dabei verfehlte Johanna Mielke (W4) vom TV Vettelschoß mit 2:54 einen Platz auf dem Treppchen nur um drei Sekunden, während Hendrik Mielke bei den M4 mit 2:53 klar siegte. Einen dritten Platz bei den W5 belegte zudem Maya Warzecha vom VfB Linz in 2:25.

Dieser Verein dominierte zumindest zahlenmäßig den 965 Meter langen Schülerlauf bei den W7, allerdings wurde seine schnellste Läuferin, Marie Hirzmann, mit 4:53 um zwei Sekunden von Nele Mohr vom TV Linz auf Platz drei verdrängt. Dafür erzielte Frederic Lebenstedt vom VfB mit 4:33 einen guten zweiten Platz bei den M7, während sein Vereinskamerad Mark Grathoff mit 4:53 von Carl-Sören Schober von TuS Erpel um 7 Sekunden auf Platz 6 verdrängt wurde. Einen 3. Platz erzielte auch Lea Warzecha vom VfB bei den W8 in 4:49 ebenso wie ihr Vereinskamerad Luca Schrahn bei den M8 in 4:11. Dieser musste Thomas Bensch vom Gastgeber mit 4:00 den zweiten Platz überlassen, der wiederum nur 1 Sekunde langsamer war als der Sieger, Ben Wierig aus Siegburg. Dafür konnte sich der VfB Linz über einen Doppelsieg bei den M9 freuen. Erster wurde dort Diego Hartmann-Gonzales in 3:53 vor Nils Heimann in 4:00 und dem Waldbreitbacher Justin Dziwior.

Beim Schülerlauf über 1.575 Meter verpasste bei den W10 Carolin Kröll vom VfB Linz um vier Sekunden Platz 2. Bei den M10 siegte Benedikt Brenner vom M5K Unkel in 7:26 vor Jonas Briening, 7:34, Florian Velling, 7:50, und Kilian Paffhausen, 7:52, alle drei vom VfB, sowie Luca Schipke aus Dattenberg. Julia Brenner von M5K Unkel belegte bei den W11 in 9:08 den 3. Platz, ebenso wie Eric Grathoff bei den M11 in 7:22 und Lea Mönch bei den W12 in 7:14, beide von VfB Linz. Dieser fuhr bei den M13 mit Michael Vial in 6:11 und Nicolas Boden in 6:37 einen Doppelsieg ein und stellte auch mit Mara Jenichen bei den W15 die schnellste Läuferin.

Mittelstreckenlauf

Den abschließenden Lauf über die 3.150 m lange Mittelstrecke gewann ebenfalls der Sieger des Hauptlaufs, Lothar Wyrwoll in 10:09. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten seine Mannschaftskameraden Jonas Hebchen (Jg 1995) in 10:21 und Kristof Gyenei (Jg 1990) in 10:29. Bei den Läuferinnen siegte Sandra Teller (Jg 1997) vom SV Windhagen in 12:48, Platz 2 belegte die gleichaltrige Deike Glaeser (Jg 1997) von der SSG Königswinter in

13:20, Dritte wurde Hanna Melzer (Jg 1993) von der LG Rhein Wied in 13:34. Bei den M14 hatte Hannes Fahl (Jg 2002) vom TV Rheinbach in beachtlichen 11:47 die Nase weit vorne, Yannick Schober (Jg 2000), 16:27, und Sebastian Bensch (Jg 2003) vom Gastgeber belegten die Plätze 3 und 4. Auch bei den M15 blieb der 3. Platz mit 15:10 von Marco Rettkowski vom M5K Unkel in der Region. Seine Vereinskameradin Hannah Röttgen kam mit 14:45 bei den W 18 nur auf Platz 6. Stephanie Mohr vom TV Linz siegte bei den W35, Luise Schreiner-Senk vom TuS Erpel bei den W55 in 18:10. Ältester Teilnehmer war auch auf der Mittelstrecke Wilhelm Ehlers, der die 3.150 Meter in 16:06 meisterte. Die im vergangenen Jahr neu gestifteten Wanderpokale wurden allesamt von den Vorjahressiegern verteidigt. Der Wanderpokale für die Mannschaftswertung ging mit 2.503 Punkten wieder an die SSG Königswinter, während der VfB Linz sich mit 1,859 Punkten vor dem SV Windhagen (1742) Platz 2 sichern konnte. Auch der Wanderpokal für die Meistbeteiligung der Senioren ging mit 17 Teilnehmern an die SSG Königswinter, vor dem SV Windhagen (11) und dem Alfterer SC (6). Den Wanderpokal für die Meistbeteiligung der Kinder konnte sich wiederum der VfB Linz mit rekordverdächtigen 42 Sportlern sichern vor der LG Siebengebirge (24) und der LG Rhein Wied und der SSG Königswinter (je 13).

Über 120 Langstreckler, darunter mit der Starnummer 171 der spätere Sieger, Lothar Myroll, absolvierten auf der Erpeler Ley die 9.450 Meter lange Strecke des 51. Nikolauslaufes, zu dem der TuS Erpel auf das Basaltplateau geladen hatte. Foto: DL

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