Politik | 12.03.2013

Informationsabend zum Unkeler Windenergiepark

Sorge um Lebensqualität

Gemeinden östlich des Asberges lehnen Bau des Windparks energisch ab

Umweltexperte Dr. Paul Bergweiler und die CDU-Vertreter Dirk Flock, Helmut Wolff, Lothar Köhn, Silke Turley sowie der erste VG-Beigeordnete André Gottschalk, Windhagens Bürgermeister Josef Rüddel und Bauamtsleiter Michael Christ.privat

Windhagen. Die CDU Windhagen hatte Anfang März die Bürgerschaft von Schweifeld und Rederscheid zu einem Informationsabend eingeladen, um den derzeitigen Unkeler Planungsstand zu einem in Vorbereitung befindlichen Windenergiepark Unkel im Bereich vor allem auch westlich des Asberges darzustellen und auf die Einflussmöglichkeiten der Bürgerschaft hinzuweisen. Dem vorausgegangen waren einstimmige Beschlüsse des Windhagener Gemeinderates und des Verbandsgemeinderates Asbach, unter Nutzung der Möglichkeiten dieser offiziellen Gremien ihrerseits Einsprüche gegen das Verfahren vorzubringen. Auch will sich sowohl die Gemeinde Windhagen als auch die Verbandsgemeinde Asbach entsprechende Rechtsberatung einholen. Die große Beteiligung der Einwohnerschaft beim Informationsabend zum Thema Windenergiepark Unkel hat gezeigt, dass die Menschen in Rederscheid und Schweifeld sich größte Sorgen um die negativen Auswirkungen dieses geplanten Windenergieparks machen. Windhagens CDU-Vorsitzender und gleichzeitig erster Beigeordneter der OG Windhagen, Helmut Wolff, wies die über 90 teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger aus Schweifeld und Rederscheid darauf hin, dass eine Partei zwar selber keinerlei direkte Einflussmöglichkeit hat, weil sie nicht als „Partei“ betroffen ist. Die CDU Windhagen wird das Vorhaben aber als Diskussionsplattform der hiesigen Einwohnerschaft wie auch als Koordinator von Aktionen weiterhin begleiten. Informativ und sachlich stellte das Expertenteam, bestehend aus dem ersten VG-Beigeordneten, Rechtsanwalt André Gottschalk, dem Bauleiter der VG Asbach, Michael Christ und seinem Stellvertreter Klaus Adams sowie Dr. Paul Bergweiler, Umweltexperte und Mitglied des NABU und des BUND, den aktuellen Planungsstand vor. Die von Unkel derzeit angedachte Fläche an der Grenze zu Schweifeld beträgt über 400 Hektar. Die geplanten Windräder sollen so hoch sein, dass ihre Rotorblätter nach oben höher reichen als der Kölner Dom. Zum Erdboden hin wird der untere Rand der Rotorblätter in einer Höhe von mehr als 55 m liegen, was laut Bauamtsleiter Michael Christ im Vergleich der Höhe der Wiedtalbrücke der Autobahn A3 entspricht. Es sind also bei einer Realisierung massive Beeinträchtigungen durch Schallemissionen wie durch Schattenwurf zu erwarten. Besorgte Fragen wurden zahlreich gestellt und konnten sachlich beantwortet werden. Die Position der Bürgerinnen und Bürger aus den betroffenen Ortslagen ist eindeutig: „Wir wollen keine Windräder vor unserer Haustüre, die unsere Lebensqualität und die der vielen schützenswerten Tiere gefährden, die gleichzeitig und als ganz krass zu erwartendes Merkmal auch den Wert unserer Immobilien sehr deutlich mindern würden.“ Den größten Einfluss auf das anstehende Verfahren haben die mit ihrem Haus und Grund direkt betroffenen Bürgerinnen und Bürger der am nächsten betroffenen Ortslagen. Ihnen obliegt es nun, ihren Willen in Form individueller schriftlicher Einwendungen unmissverständlich und fristgerecht vorzubringen, dabei auch den eventuellen späteren Klageweg nicht zu scheuen.Das Fazit der Veranstaltung aus Windhagener Sicht: „Die VG Unkel muss ihre Pläne dahin gehend ändern, dass sie die Abstände zum Windhagener Gebiet und den Ortschaften Schweifeld und Rederscheid deutlich erhöht. Weiterhin fordern wir eine Verschonung und den Erhalt des sensiblen FFH-Gebietes am Asberg.“ Trotz der breiten Ablehnung und der verständlichen Sorge der Bürgerschaft verlief der Abend erfreulich sachlich. Man war sich einig darin, dass die Unkeler ein solches Vorhaben gerne bei sich westlich des Asberges umsetzen können, keinesfalls aber östlich dieses früheren Vulkankegels im derzeitigen FFH-Schutzgebiet direkt vor der Schweifelder und Rederscheider Haustüre. Da von einer an besagter Stelle geplanten Windenergieanlage auch die Bürgerschaft von Kahlenborn und Kretzhaus sowie von Rottbitze bis Ägidienberg stark beeinträchtigt sein würde, bietet die CDU Windhagen auch deren Einwohnerschaft gemeinsame Aktionen im Bestreben gegen den geplanten Windpark an.

Pressemitteilung

der CDU Windhagen

Umweltexperte Dr. Paul Bergweiler und die CDU-Vertreter Dirk Flock, Helmut Wolff, Lothar Köhn, Silke Turley sowie der erste VG-Beigeordnete André Gottschalk, Windhagens Bürgermeister Josef Rüddel und Bauamtsleiter Michael Christ.Foto: privat

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