Sozialdienst der Pfarrgemeinde Leubsdorf und Marienhaus-Hospize
Sozialdienst und Marienhaus-Hospize unterzeichneten den Kooperationsvertrag
Soziales Netz, das vor allem ältere, hilfsbedürftige Menschen auffangen soll, wird in VG Linz immer enger
Linz. Auch wenn in der Verbandsgemeinde Linz bereits ein breites Angebot sozialer Leistungen in Form von Beratung, Begleitung und Begegnung, ambulanten Diensten und stationäre Einrichtungen durch kommerzielle, ehrenamtlich organisierte und nicht zuletzt durch Nachbarschafts- und vergleichbarer Hilfeleistungen existiert: Es gibt doch noch eine zunehmende Anzahl von Mitbürgern, die unterschiedliche Hilfsleistungen benötigen, die sie aber nicht erhalten, weil sie nicht bemerkt werden. „In unserer eher ländlichen Region sind die Folgen des demografischen Wandels zwar noch nicht so krass zu spüren wie in den Städten. Aber auch in der VG Linz kann aufgrund der beruflichen Mobilität die Mehrgenerationen-Familie nicht weiter so fortgeführt werden, dass eine Vereinsamung älterer Menschen ausgeschlossen werden kann“, erklärte Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer jüngst im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde. Hilfsleistungen seien für viele nicht bezahlbar, auch wenn vorhandene Möglichkeiten finanzieller Unterstützung ausgenutzt würden. Es werde immer schwieriger, die betroffenen Personen zu identifizieren und Ihnen durch Fremdinitiative nötige oder auch nur angebrachte Zuwendung und Hilfe zukommen zu lassen. Deshalb hatten die Besuchsdienste in der VG, der Bürgerbeauftragte für „Gesundheit und Betreuung“ Bruno Kirchhof, die Caritas-Sozialstation an Rhein und Wied GmbH Linz, der DRK-Ortsverein, Essen auf Rädern, die evangelische Frauenhilfe, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde und die Evangelische Trinitatis Kirchengemeinde, der Gesprächskreis für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Freiwilligenbörse, der Krankenpflegedienst ASD Linz, der Katholische Frauengemeinschaft und die katholische Kirchengemeinde Linz, mit den Apotheken in der VG und dem Seniorenbeirat bereits im Vorjahr einen Kooperationsvertrag abgeschlossen mit dem Ziel, Hilfsbedürftige zu identifizieren und wohnortnahe Unterstützungs-, Versorgungs- und Betreuungsangebote für sie zu koordinieren.
„Diesem Vertrag schließen sich heute auch der ehrenamtliche Sozialdienst der katholischen Pfarrgemeinde Leubsdorf und die Waldbreitbacher Marienhaus-Hospize an, indem Liesel Heidgen und Horst Haardt für die Pfarrgemeinde sowie Christoph Drolshagen als Leiter der Hospize eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zur Weitentwicklung der betreuenden Versorgungsstruktur unterschreiben“, freute sich der VG-Chef.
Was in Linz auf diesem Sektor geschehe, sei einmalig im Kreis, wenn nicht im Land, schwärmte Christoph Drolshagen. Das „Marienhaus“ sei als einer der Träger des Ambulanten Hospiz interessiert, umfassend zu informieren, was das Hospiz leisten könne. Kaum einer würde all die Hilfsmöglichkeiten kennen, die dem Bürger dort geboten würden. „Das Problem, Menschen, die Hilfe benötigen auszumachen, wird sich in Zukunft noch verstärken. Aber schon heute ist Bedarf erheblich größer, als wir es bemerken“, mahnte Bruno Kirchof, der „Vater“ der Kooperationsvereinbarung. Als vergleichbares Beispiel führte er die vor drei Jahren vereinbarte Kooperation der Seniorenheime mit dem ambulanten Hospiz an. „Als wir diese eingeführt haben, war das bis dahin kein Thema, heute wissen wir, wie notwendig und für viele Menschen hilfreich dieser Schritt war“, erinnerte er.
Da man in der Verwaltung erkannt hat, dass die Institutionen, die sich um die Sicherung des sozialen Netzes kümmern, viel stärker miteinander verwoben werden müssen, stellt sie mit Klaus Krumscheid, Tel.: (0 26 44) 56 01 59, E-Mail: klaus.krumscheid@vg-ilunz.de, eine Anlaufstelle zur Verfügung, bei der sich Hilfsbedürftige selber melden oder aber auch gemeldet werden können.
