Lesewettbewerb in der Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule Linz
Spannung auf allen Ebenen
Linz. Man lauscht dem knarzenden Geräusch der sich öffnenden Tür - die Totenkopfmaske hängt bereit - Stille - die Spannung wächst, als Mika seine Gruselkurzgeschichte „Nicht jeder Geist findet seine Ruhe …“ vorträgt. Mit lautem Klopfen auf den Tisch kündigt er Schritte an. Schon die Grundschüler der Bürgermeister-Castenholtz Schule verstehen es bestens, Spannungsmomente vor einer Jury und vielen Klassenkameraden beim diesjährigen Lesewettbewerb einzusetzen.
Mucksmäuschenstill lauschen Jury und Mitschüler auch dem bestens vorgetragenen Werk von Justus Richter, der in genau abgestimmtem Tempo und mit wohliger Lautstärke die Zuhörer in den Bann zieht. Da fällt es der Jury nicht leicht, einen ersten Platz zu vergeben.
So geht es mit allen weiteren Vorlesekandidaten: Ob die drei Fragezeichen, der kleine Drache Kokosnuss, Sams in Gefahr, Die Zeitdetektive bei einer Verschwörung in der Totenstadt oder Pferdestallgeschichten - alle Schüler bieten einen beeindruckenden Vortrag, bei dem die Jury Tempo, Lautstärke beziehungsweise Verständlichkeit, Betonung und den Gesamteindruck bewerten muss. Neben den Buchhandlungsvertretern Frau Kill-Guthor aus der Bücherstube Kill und Frau Reuschenbach-Boerger aus der Buchhandlung Cafitz gehören Eltern, die den schuleigenen Büchereidienst verrichten und Eltern aus dem Schul-Elternbeirat sowie Schüler aus anderen Stufen zu der Jury.
Zunächst wurden aus jeder Klasse zwei Vertreter unter den Vorlesern gewählt. Schon dies war schwierig genug für die Klassenkameraden, waren doch mehr tolle Vorträge als Plätze dabei. Jedem gerecht werden auf der einen Seite, auch verlieren können auf der anderen Seite gehörten beim diesjährigen Lesewettbewerb wieder zu den wichtigsten Lernschritten der Schüler.
Schließlich standen in der Jahrgangsstufe drei und vier je sechs, bei den vierzügigen Zweitklässlern acht Kandidaten bereit, die an verschiedenen Tagen nach Stufen getrennt in der großen Mensa auf einem extra errichteten Podest vor ihren Klassenkameraden und der Jury mit Mikrofon antraten. Das Lampenfieber war vorprogrammiert, zumal man noch erhöht über den Zuhörern saß. „Das war so aufregend, dass alle geguckt haben“, strahlt Alissa aus der dritten Klasse. „Und dann war es so spannend, auf welchen Platz man wohl kommt!“
Erstaunlich war die Leichtigkeit, mit der sämtliche Schüler diese aufregende Situation meisterten. Mikael Can Eul, Justus Richter, Sebastian Mönig, Alisa Binakaj, Henri Kneip und Luisa Rettschlag waren die Auserwählten der vierten Stufe, bei denen letztlich Mikael Can Eul den ersten Platz belegte; mit einem halben Punkt vor Justus Richter, der einen stolzen zweiten Platz einnahm; gefolgt von Luisa Rettschlag auf dem dritten Platz.
Für die Jahrgangsstufe drei traten Dahlia Paffhausen, Louis Mesenholl, Alissa Simon, Samuel Kaiser, Frida Lebenstedt und Jana-Sophie Liesenfeld an, wobei der erste Platz an Frida Lebenstedt, der zweite an Alissa Simon und der dritte an Samuel Kaiser ging.
Bei den Zweitklässlern waren Jan Reuter, Filiz Kiliçaslan, Justin Bidi, Matan Kiak, Anna Prechtl, Matti Below, Linus Schreck und Simon Waldeck die besten Vorleser, wobei Jan Reuter den ersten, Matan Kiak den zweiten und Anna Prechtl den dritten Platz belegte.
Die Schüler durften sich alle über eine Urkunde freuen. Es gab Kalender, Lesezeichen, Zeitschriften als Preise, und für die Erstplatzierten spendete die Schule sogar Büchergutscheine. Alle Vorleser waren sich beim Fototermin einig: „Das war ein toller Lesewettbewerb!“
