Heisterer Bürgerverein feierte traditionell seine Sebastianus-Kirmes
Stilvoller Königszug für Majestät Martina und Prinzgemahl Bernd
Unkel. Anfang November hatte Martina Waldorf beim Dreikampf mit Gerd Kaufer und Hermann Müller im Bürgerhaus von Heister den goldenen Schuss abgefeuert und den Rumpf des Königsvogels zu Fall gebracht. Im neuen Jahr nun kam der große Tag der Nachfolgerin von Karl-Heinz Buchmüller als Majestät des Sankt Sebastianus Bürgervereins. Zusammen mit ihrem Prinzgemahl Bernd und den Ehrenpaaren Liesel und Hermann Müller, Marlene und Gerd Kaufer, Sabine und Dieter Korf, Petra und Dieter Wallek sowie Edith Braun und Detlef Vorn Hüls erwartete sie gegenüber vom Bürgerhaus den Königszug.
Wie in den Vorjahren wurde dieser musikalisch angeführt vom Tambourcorps „Frei weg“ 1923 Selhof unter Leitung von Ingo Olbermann. Völlig untypisch für die „Unkeler Winterkirmes“ war dagegen das Wetter, sind die Heisterer doch Glatteis und Schneetreiben bei dem Fest zu Ehren ihres Namenspatrons Sebastianus gewohnt. Ja sogar an frostig-sibirische Temperaturen, die Blasinstrumente verstummen lassen, können sie sich die Bewohner im Süden der Kulturstadt am Rhein erinnern. Dieses Mal aber konnten sie bei Temperaturen knapp unter dem zweistelligen Bereich sogar auf Regenschirme verzichten.
Nur stockdunkel war es eben, wie immer, wenn die Heisterer Majestäten zum Königsball abgeholt werden. „Scheinwerfer hätten wir auch beim Königsschießen aufstellen müssen, wenn wir unsere Majestät wie in früheren Jahren an der Grillhütte des Unkeler Bürgervereins ermittelt hätten“, erinnerte der Vorsitzende des Vereins, Helmut Bürger, kurz bevor er das Königspaar zum ersten Mal an diesem Abend hochleben ließ. Nach fürstlicher Bewirtung reihte sich dieses mit seinen Ehrenpaaren in den Königszug ein, um, angeführt vom Tambourcorps, das Bürgerhaus anzustreben, wo Martina und Bernd Waldorf mit dem Königswalzer eine lange Ballnacht eröffneten.
Nur entsprechend kurz war die Nacht für die große Festgesellschaft, die sich am nächsten Morgen zur Kirchweih-Messe in der kleinen Sebastianus-Kapelle traf, um danach, erneut musikalisch angeführt vom Tambourscorps „Frei Weg“, nach einem längeren Schwenk durch den südlichen Stadtteil von Unkel wieder das Bürgerhaus anzustreben, um dort den traditionellen Kirmes-Bürgerfrühschoppen abzuhalten. In dessen Verlauf konnte Bürger nicht nur zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen. Für 25-jährige Zugehörigkeit zum Bürgerverein zeichnete er auch Peter Eich und Detlef Kessler mit der Silbernen Ehrennadel aus, während Albert Schäfer für 40-jährige Vereinstreue mit der Ehrendnadel in Gold ausgezeichnet wurde.
