Vorstellung der neuen Weinkönigin der Alten und Freien Herrlichkeit
Tonia Sieberz regiert an der Erpeler Ley
Mit ihren Weinprinzessinnen Diana und Kristina sowie dem Bacchus feierte sie den Beginn ihrer Amtszeit
Erpel. Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Samstagabend der Bürgersaal von Erpel. Eingeladen hatte der Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ um seine beiden Vorsitzenden, Werner Henneker und Brigitte Buchmüller zur Vorstellung der neuen Weinkönigin der Alten und Freien Herrlichkeit am Fuße der Ley. „Dieses Jahr feiern unsere Freunde aus Nimwegen, die ‚Volle Baos‘, ihr 25-jähriges Weinfest-Jubiläum“, verriet Henneker. Und schon eroberte der Erpeler Ex-Prinz Karel I. (Harmsen) die Bühne, um als Vorsitzender der vollen Bläser die Beziehung Revue passieren zu lassen. „Das Schönste an Erpel ist nicht der Markt, das alte Rathaus oder die Ley, das Schönste sind die Menschen. Bei denen ist es nur ein winzig kleiner Schritt von der Gastfreundschaft zur Freundschaft“, schilderte der Nimweger seine Eindrücke.
Ein wenig Trauer schwang auf der Bühne mit, als sich Weinkönigin Jessica I. (Siebert) mit ihren Weinprinzessinnen Nina (Bornheim) und Sarah (Kirschbaum) verabschiedete. „Ihr ward ein tolles Team und die Zusammenarbeit mit Euch absolut problemlos“, versicherte Werner Henneker dem scheidenden Trio.
Musikalisch angeführt von der Jubiläums-Band aus den Niederlanden und eskortiert von den Offizieren der Junggesellen, Tobias Simon und Lukas Wittstock, zog die neue Majestät Tonia I. (Sieberz) zusammen mit ihren Prinzessinnen Diana (Wambach) und Kristina (Steil) am späten Abend ein. Mit von der Partie war der Erpeler Weingott, Bacchus Andreas Schwager mit seinen beiden Bacchantinnen, Schwagers Töchtern, der 22-jährigen Daniela und der 19-jährigen Verena. „Mit der Nachfolgerin von Jessica I. ist erneut ein echt Erpeler Mädchen Weinkönigin geworden. Tonia I. kann zudem als Glücksbringer bezeichnet werden, da sie ja Schornsteinfegerin ist“, freute sich Ex-Weinkönigin Brigitte Buchmüller, die zusammen mit Werner Henneker die Festveranstaltung moderierte. Tonia I. gestand, froh zu sein, gefragt worden zu sein, und als Erpeler Mädchen sage man dann auch nicht einfach nein, erklärte sie. Nachdem Brigitte Buchmüller ihr die Weinköniginnen-Krone aufgesetzt hatte, verkündete sie textsicher ihren langen Trinkspruch: „Wenn jeder auf der Welt entdeckt, wie gut der Wein vom Mittelrhein schmeckt, dann wär’n bald alle Fässer leer und wir hätten nichts zu trinken mehr. Trotzdem sag ich’s allen Leut‘, weil Wein des Menschen Herzen erfreut: Erhebet die Gläser voller edlem Wein, ein Prosit auf Erpel, unsere Perle am Rhein!“ Auf diese Aufforderung schienen die Gäste im Saal gewartet zu haben, sodass sie ihr ohne Umschweife nachkamen. Dabei hat Tonia I. ihren Lieblingswein noch gar nicht gefunden. Sie schwankt zwischen lieblicher Scheurebe und halbtrockenem Riesling. Hinsichtlich der Scheurebe ist sie sich mit Kristina einig, während Diana eher zu einem Kerner oder einem halbtrocken Riesling tendiert.
Während ihre Freundin Tonia Reiten und Tanzen als Hobbys angibt, bleibt die 20-jährige Diana, die aus einer eingesessenen Erpler Familie stammt und eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert, mit Sport etwas allgemeiner, bekennt sich aber zum Junggesellenverein. In einem solchen ist auch die 21-jährige Kristina Mitglied, als Orsbergerin aber natürlich in dem von der Erpeler Höhe. Ansonsten reitet und tanzt die Industriekauffrau, genauso gerne wie ihre Freundin Tonia und das wie diese in der Erpeler Prinzengarde, die es sich nehmen ließ, ihren Sessionstanz zu Ehren ihrer „Königin“ vorzuführen. Bevor sich die Weinmajestäten wieder bei ihren Gardisten-Kolleginnen jetzt einreihen, fiebern sie dem Weinfest entgegen.
