Erpeler Löschzug
Traditioneller Feuerwehrball
Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen standen an
Erpel. Bis auf den letzten Platz besetzt war der Erpeler Bürgersaal am Samstagabend, sodass beim traditionellen Feuerwehrball des örtlichen Löschzugs viele Kameraden die Stehtische in Nähe des Getränkeausschanks vorzogen, während Alleinunterhalter Peter Josef Euskirchen die Zeit bis zum Beginn des Festes musikalisch verkürzte. Zu diesem konnte Wehrführer Ernst Eich neben dem Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, sowie den Wehrführern, Ulrich Rechmann und Ralf Wester, auch die Hausherrin, Bürgermeisterin Cilly Adenauer mit dem Beigeordneten Heinrich Holkenbrink und ihren Vorgänger, Edgar Neustein sowie ihren Kollegen aus Bruchhausen, Markus Fischer, und nicht zuletzt den Träger der Feuerwehr-Ehrenmedaille, Alt-VG-Chef Werner Zimmermann begrüßen. Willkommen hieß er zudem die Kameraden der Alterswehr sowie seine Kollegen Wehrführer, Michael Frings aus Bruchhausen Dieter Rosen aus Orsberg, Ralf Horschel aus Rheinbreitbach und Sascha Wiemer aus Unkel, denen er für die hervorragende Zusammenarbeit dankte. „Aus fiskalischer Sicht werden die Löschzüge hinsichtlich ihrer Anforderungen sicher durchaus kritisch betrachtet. Trotzdem wird in der Verbandsgemeinde bei uns nicht gespart“, konstatierte Ernst Eich in seiner Begrüßungsrede und lobte die kreativ-pragmatische Begleitung der ganzen Unkeler Wehr durch den V-Chef wie den VG-Rat.
Obwohl die Belastungen für den Löschzug in den zurückliegenden Jahren stetig zugenommen hätten, fühle sich dieser verpflichtet, das Erpeler Vereinsleben etwa beim Nikolaus- oder Osterlauf auf der Erpeler Ley, bei den Veranstaltungen der KG, beim Weinfest oder beim Rheinschwimmen zu unterstützten, erinnerte der Wehrführer, um dann Karsten Fehr das Rednerpult zu überlassen. „Auch ich begrüße Sie zum diesjährigen Feuerwehrball der Freiwilligen Feuerwehr Erpel ganz herzlich und wünsche Ihnen ein gutes, glückliches und insbesondere gesundes neues Jahr. Ich freu mich sehr, heute bereits zum vierten Mal dieses Fest als Bürgermeister der VG Unkel mit Ihnen feiern zu dürfen“, versicherte Karsten Fehr, der sich zu einer Änderung seiner üblichen „Feuerwehr-Reden“ entschlossen hatte, indem er dieses Mal keine lange Dankesrede hielt. „Dies hat nichts mit mangelnder Dankbarkeit für unsere Feuerwehr-Kameraden zu tun oder gar mit mangelndem Respekt vor ihren Leistungen. Sie wissen, wie sehr ich Ihre Leistungen schätze und dass Sie sich jederzeit meiner Unterstützung sicher sein können“, so der Chef der Wehr. Vielmehr gehe es ihm darum, die Geduld der Festgäste nicht mit langen, allgemeinen Ausführungen zu strapazieren, damit man sich nach dem offiziellen Teil ganz dem Feuerwehrball widmen könne, in dessen Mittelpunkt eine wahrhaft üppige Tombola stand. Entsprechend kurz widmete sich Karsten Fehr auch nur der Statistik. „Nach der ist die Freiwillige Feuerwehr Erpel in 2015 zu zehn Hilfsleistungen und fünf Brandeinsätzen ausgerückt, während die Unkeler Wehr in diesem Zeitraum insgesamt 104 Einsätze zu verzeichnen hatte“, berichtete er, bevor er zunächst vier Neuverpflichtungen vornahm. "Ich habe Alexander Alscheid, geboren am 13. Februar 1982, Niklas Brandenburg, geboren am 4. Oktober 1998, Maximilian Schneider, geboren am 16. April 1997, und Michael Maur, geboren am 21. Juli 1981 vorhin über ihre Dienstpflichten als ehrenamtliche Feuerwehrangehörige belehrt!", erklärte der VG-Chef, bevor er die Feuerwehrmann-Anwärter per Handschlag verpflichtete. Anschließend beförderte Karsten Fehr zusammen mit Wehrleiter Ulrich Rechmann den Feuerwehrmann-Anwärter David Schneider zum Feuerwehrmann, Michael Dümpelfeld zum Löschmeister sowie Philipp Krüger und Volker Efferoth nach je 22 Lehrgängen zu Brandmeistern. „Nun möchte beziehungsweise muss ich noch Herrn Brandmeister Heinz Lütz und Herrn Hauptlöschmeister Walter Dung verabschieden“, erklärte der Chef der Wehr. Brandmeister Heinz Lütz, der 18. April 1955 geboren wurde, habe während seiner 43-jährigen Dienstzeit an 22 Fortbildungen teilgenommen. Zu betonen sei vor allem, dass er von 1988 bis 2003 und somit über einen Zeitraum von 15 Jahren, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Erpel gewesen sei, erinnerte Karsten. „Seit über 20 Jahren ist er zudem Kassenwart der Feuerwehr Erpel. Außerdem ist er immer in der ersten Reihe, wenn es um Arbeit in und um die Feuerwehr herum geht. So hat auch er, wie alle Feuerwehr-Angehörigen des Löschzugs, erhebliche Stunden bei den Umbaumaßnahmen im Feuerwehrhaus Erpel geleistet“, berichtete der Chef der Wehre in seiner Laudatio. Dann wandte er sich dem am 13. November 1955 geborenen Walter Dung zu, der 41 Jahre Dienst in der freiwilligen Feuerwehr geleistet und während dieser Zeit 16 Fortbildungen absolviert hat. Auf dem eigentlich immer recht strengen, formalistischen Datenblatt zu dem Hauptlöschmeister stehe: „Zu Walter Dung kann man sagen: Er war immer das fleißige Heinzelmännchen, das alle Arbeiten inner- und außerhalb des Gerätehauses erledigte, die sonst keiner sah. Er sorgte immer sehr für Ordnung. Alles, was nicht nach seiner Verwarnung weggeräumt wurde, landete im Mülleimer. Man konnte Walter Dung auch zu jeder Tageszeit anrufen, er war immer sofort zur Stelle“, zitierte Karsten Fehr, bevor er den beiden langjährigen Feuerwehrkameraden für die in vorbildlicher Weise geleisteten Dienste und Verdienste für und um die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Unkel Dank und Anerkennung aussprach. „Um unser aller Wohl verdient gemacht hat sich aber auch Matthias Prangenberg. Sie erhalten zwar erst beim Unkeler Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag im September für 35-jährigen, aktiven Dienst im Löschzug das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen, aber ich ziehe es vor, Ihnen schon heute in diesem festlichen Rahmen für Ihr langjähriges Engagement zu danken“, so der Chef der Wehr. „Danke, dass es Euch gibt!“, schloss Cilly Adenauer alle Feuerwehrkameraden ein, die rund um die Uhr bereit stünden, ihren Mitbürgern im Falle einer Gefahr Hilfe zu leisten.
Wehrführer Ernst Eich und Karsten Fehr verabschiedeten zusammen mit dem „35-Jährigen“ Matthias Prangenberg die Feuerwehrmänner Heinz Lütz und Walter Dung.Foto: -dl
