Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen beim Löschzug Unkel
Traditioneller Neujahrs-Frühschoppen
Unkel. Mit einem gemeinsamen Kirchgang und dem Niederlegen eines Kranzes am Ehrenmal zum Gedenken der gefallenen und verstorbenen Kameraden begann der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Unkel den ersten Sonntag des neuen Jahres. Danach ging es in die Gaststätte „Scheurener Hof“, in die der Löschzug zu seinem traditionellen Neujahrs-Frühschoppen geladen hatte. Zu diesem konnte Wehrführer Sascha Wiemer neben dem Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr sowie Wehrleiter Ulrich Rechmann mit Stellvertreter Ralf Wester auch Altbürgermeister Werner Zimmermann, den Ehrenwehrleiter Hans-Josef Fröhlich sowie Stadtbürgermeister Gerhard Hausen begrüßen und Delegationen der übrigen vier Löschzüge der VG willkommen heißen.
„Wir sind und müssen Vorbild und Ansporn für die jüngere Generation sein, damit sich auch diese in den Dienst der Gemeinschaft stellt und der Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr gewährleistet ist“, mahnte er. Dabei appellierte er vor allem an das Verantwortungsbewusstsein der Führungskräfte, dafür zu sorgen, dass die Unkeler Wehr getreu ihrem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr“ ihren Aufgaben gewachsen bleibe.
Verbandsbürgermeister sprach Dank und Respekt aus
„Jeder Einzelne von Ihnen steht unter Zurückstellung persönlicher Interessen für diese Ideale der Feuerwehr“, bescheinigte Karsten Fehr den Kameraden. Er sprach ihnen größten Dank und Respekt aus. „Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr haben mit ihrem selbstlosen Einsatz erkannt, dass nicht irgendeine Behörde, sondern die Bürger der Staat sind“, der ohne nachbarschaftliche Solidarität und staatsbürgerliche Mitverantwortung nicht funktionieren würde, so der VG-Chef.
Damit die Arbeit der Feuerwehr Erfolg habe, benötige sie eine zeitgemäße und hochwertige technische Ausrüstung. „Noch wichtiger aber sind gut ausgebildete, sich ständig weiterbildende und motivierte Feuerwehrleute“, hob Karsten Fehr hervor, um dann zu den Beförderungen zu kommen. Zunächst aber verpflichtete er die Feuerwehrmann-Anwärter Lasse Schirmer und Christoph Dodemont als neue Mitglieder des Unkeler Löschzugs. Gleichzeitig ernannte er Christian Dodemont, der zuvor schon jahrelang im Dienst der Feuerwehr der Stadt Bonn gestanden hatte, zum Hauptlöschmeister.
Anschließend wurde der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart und Gerätewart Sebastian Kirchbaum zum Löschmeister sowie Lionel Gironde zum Hauptlöschmeister befördert. Genau ein Jahr nach seiner Beförderung zum Hauptlöschmeister wurde dann Hans-Willi Claes zum Brandmeister ernannt. Diesen Rang hatte der stellvertretende Wehrführer und Träger des Silbernen sowie Goldenen Feuerwehrleistungs-Abzeichens, Uwe Schumacher, zwei Jahre inne, bevor ihn nun Karsten Fehr und Ulrich Rechmann zum Oberbrandmeister beförderten. Der erst 35-jährige Wehrführer selber, der mit elf Jahren in die Linzer Jugendfeuerwehr eingetreten war, wurde zum Hauptbrandmeister befördert.
Ehrung für 25-jährige aktive Mitgliedschaft
Aber noch aus einem anderen Grund stand Sascha Wiemer mit seinem Kameraden, Oberlöschmeister Torsten Jammel, im Mittelpunkt des traditionellen Feuerwehrfrühschoppens. Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr verlieh ihnen der Chef der Unkeler Wehr im Namen des Ministers des Inneren, für Sport und Infrastruktur in Rheinland-Pfalz das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen sowie den Silbernen Floriantaler der Verbandsgemeinde. „Unser Atemschutz-Gerätewart Torsten Jammel stammt ja aus einer echten Feuerwehr-Dynastie. Das Unkeler Feuerwehrgerätehaus war für ihn seit frühster Jugend das eigentliche Zuhause“, so Sascha Wiemer. Aufgrund seiner fachlichen und persönlichen Eignung sei Torsten Jammel bereits 1997 zum Leitenden Atemschutz-Gerätewart der VG ernannt worden. „Unter seiner Federführung wurden die Atemschutz-Ausrüstung der Unkeler Wehren, die bauliche und technische Ausstattung der Atemschutz-Werkstatt und die Aus- und Fortbildung ständig weiterentwickelt und dem heutigen Stand der Technik angepasst“, lobte auch Wehrleiter Ulrich Rechmann den älteren der beiden Jubilare. „Du bist nicht einfach Mitglied in der Feuerwehr, du lebst die Mitgliedschaft vorbildlich“, lobte der Wehrführer Torsten Jammel.
Das trifft natürlich auch auf Sascha Wiemer zu, der vor 20 Jahren in Kasbach in den aktiven Dienst übernommen worden war, um dann 1998 als Oberfeuerwehrmann Mitglied des Unkeler Löschzugs zu werden. Zehn Jahre später erfolgte die Beförderung zum Brandmeister, im selben Jahr wurde er zum stellvertretenden Wehrführer ernannt. Vor zwei Jahren trat Sascha Wiemer dann die Nachfolge von Wehrführer Axel Rother an. „Wichtige Stationen des Mitglieds der Bonner Berufs-Feuerwehr waren neben seinen Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene die Leitung der Sacheinheit Gefahrstoff der VG Unkel sowie die Sachgebietsleitung Alarm und Einsatzplanung“, erinnerte Ulrich Rechmann, bevor die beiden Jubilar auch von ihren Kameraden beschenkt wurden.
