Gastredner bei der CDU Erpel war der Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs
Traditioneller Neujahrsempfang
Erpel. Den Bundestagsabgeordneten aus Koblenz, Michael Fuchs, hatte die Erpeler Vorsitzende des CDU-Ortsvereins, Gisela Stahl, für das diesjährige Neujahrsgespräch gewinnen können. Erwartet wurde der Politiker im Ratssaal neben der Hausherrin, Cilly Adenauer, und ihren Vorgängern Heinrich Schwarz und Edgar Neustein, von dem Präsidenten der Handwerkskammer Koblenz, Werner Wittlich, den der Gast noch aus dessen Zeit als Bundestagsabgeordneter kennt, von Verbandsbürgermeister Karsten Fehr und seinem Vorgänger Werner Zimmermann, sowie von den Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbands Unkel, Heinz Schmitz und Alfons Mußhoff. Außerdem waren aus Rheinbreitbach angereist Gisela Dahmen, die Witwe des ehemaligen Landespolitikers Hans Dahmen, und der CDU-Bürgermeisterkandidat Andreas Nagel.
„Wir sind mächtig stolz, in unserem 2600 Bürger zählenden Ort wieder einen so kompetenten Spitzenpolitiker begrüßen zu können“, freute sich Cilly Adenauer.
„Ich bin sicherlich das kleinste Licht unter ihren Ehrengästen und hinsichtlich der Karriere habe ich wegen der biologischen Uhr wohl das Ende der Fahnenstrange erreicht“, entgegnete Michael Fuchs, der in wenigen Tagen seinen 65. Geburtstag feiert. Seit 2002 ist der promovierte Biochemiker, der 1977 er mit seiner Ehefrau eine Apotheke in Koblenz eröffnet hatte, Mitglied des Deutschen Bundestages. Michael Fuchs ist seit 2006 Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand und ist seit November 2009 einer der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
„Energiepolitik ist kein einfaches Thema“
„Nach den ausgesprochen komplizierten Koalitionsverhandlungen, an denen ich teilgenommen habe, liegen ziemlich stressige Wochenabläufe hinter, aber auch vor mir“, so der Christdemokrat, der in der CDU-Bundestagsfraktion für die Energiepolitik zuständig ist. Das sei nicht gerade ein sehr einfaches Thema, das man so nebenbei abhandeln könne. „Trotz der mit meiner Tätigkeit verbundenen Hektik, freue ich mich, bei einer Frau Adenauer zu gast sein zu können. Alleine das war schon die Reise nach Erpel wert“, schmeichelte der Ehrengast der Hausherrin.
Geplanter Windpark am Asberg
Diese wies auf den in der Verbandsgemeinde geplanten Windpark am Asberg hin. „Da sind wir zusammen mit einem guten Partner, den Sie aus Koblenz ja bestens kennen, auf einem guten Weg, auch wenn wir die Gutachten noch abwarten müssen. Die Windhöffigkeit scheint zumindest nach den ersten Messungen gut zu sein“, freute sie sich. Trotzdem, so Michael Fuchs, könne keiner mehr gerade hinsichtlich der Bezahlbarkeit von Strom mit der ursprünglichen Einspeisungs-Vergütung rechnen. Die Reduzierung der Vergütung habe sich ja schon abgezeichnet, sodass die Investoren nicht überrascht worden sein dürften, erklärte Heinz Schmitz, der in Berlin bei Michael Fuchs die wirtschaftspolitische Kompetenz angesiedelt sah.
„Theoretisch sind 7 Prozent unserer Abgeordneten Unternehmer, aber da werden auch Zahnärzte mitgerechnet. In Realität sind es nur ein Prozent, wobei es bei uns in der CDU nicht besser aussieht“, monierte Michael Fuchs. Immer weniger Unternehmer seien bereit, für den Bundestag zu kandidieren, obwohl gerade ihr Sachverstand dort sehr gefragt sei.
Er selber hatte 1980 das Unternehmen Impex Electronics und 1984 dessen Tochterfirma in Hongkong gegründet, die 1999 mit der niederländischen Firma Mid-Ocean fusionierte. Darüber hinaus ist er Mitglied in mehreren Gesellschaften. Entsprechend wurde Michael Fuchs 1986 Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes „Großhandel Rheinland-Pfalz“ sowie des Landesverbandes „Groß- und Außenhandel Rheinland-Pfalz“.
Ein Jahr später wurde er zum Vorsitzenden des Bundesverbandes Junger Unternehmer gewählt, ab 1992 gehörte er dem Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände an. Von 1992 bis 2001 war Michael Fuchs Präsident des Bundesverbandes des deutschen Groß- und Außenhandels, dessen Ehrenvorsitzender er heute ist. Außerdem ist er Mitglied des Bundes Katholischer Unternehmer. „Ich bin froh, dass ich Mitglied in Aufsichtsräten bin. Nur in diesen bekomme ich den wichtigen Input aus dem richtigen Leben, von dem man im Glashaus Berlin ausgeschlossen ist“, erklärte der Ehrengast, bevor er sich in dem Goldenen Buch des Ortes verewigte.
