Tag der offenen Denkmals im Erpeler Neutor
„Unbequeme Denkmale“
Erpel. Massenandrang herrschte am Tag des offenen Denkmals im Erpeler Neutor, am Sonntag, 8. September. Mit einem so großen Interesse über den ganzen Tag hatte Heribert Siebertz nicht gerechnet. Bereits kurz nach Eröffnung des Torturmes fanden sich die ersten Gäste ein. Ab da ging es Schlag auf Schlag. Immer wieder musste Heribert Siebertz die verschiedensten Fragen der Besucher beantworten.
„Jenseits des Guten und Schönen"
Das Hauptinteresse galt natürlich dem Thema des Tages „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale“ und hier im besonderen die tragische Geschichte der Anna Katharina Spee von Langenfeld, die als Hexenkönigin von Bruchhausen in die Geschichte eingegangen ist. Anna Katharina war eine von über zwanzig am Erpeler Hochgericht abgeurteilte Hexen- oder Unholde, die in dieser unseligen Zeit, im Jahre 1631 im Kasbachtal verbrannt wurden.
Neben den geschichtlichen Informationen fand die Ausstellung des Tambour-Corps-Erpel im Laufe der Zeit sowie die Information über die Nutzung und Gebrauch der verschiedenen alten Handwerkzeuge reges Interesse. Auch die Aussicht aus der Spitze des Turmes über die Dächer der Herrlichkeit Erpel fanden viele Besucher sehr reizvoll. Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals war auch die kleine Außenausstellung unter der Aufgangstreppe fertig, so dass die Besucher bereits vor dem steilen Aufstieg einige Winzergerätschaften besichtigen konnten.
