CDU ist wieder stärkste Kraft im Unkeler Stadtrat
Verluste für SPD und FWG
VG Unkel. Das Ergebnis der Stadtratswahlen dürfte dem alten und neuen Stadtbürgermeister der Kulturstadt am Rhein, Gerhard Hausen, seinen Wahlsieg über den Christdemokraten Alfons Mushoff etwa vermiest haben. Nicht nur, dass ihn dieser mit 1757 Stimmen um 48 Wählerstimmen auf Platz zwei verwiesen hat, die CDU konnte sich auch um 1,7 Prozent auf 41,4 Prozent verbessern und ist damit wieder stärkste Kraft im Unkeler Stadtrat, da die SPD von stolzen ehemals 43,7 Prozent in 2009 auf 38,7 Prozent absank.
Während die FWG mit 1,1 Prozent leichte Verluste hinnehmen musste und somit auf 8,7 Prozent kam, konnten Bündnis 90/Die Grünen um 3 Prozent auf 11,1 Prozent zulegen. Während sie Wolfgang Plöger und Robin Syllwasschy in den Stadtrat schicken, werden Volker Thomalla und Daniel Schmitz die Interessen der Freien Wähler dort vertreten. Um ihre Gunst werden die beiden großen Parteien buhlen, die jeweils auf neun Sitze kommen.
Fünf Fraktionen in Rheinbreitbach
Gleich fünf Fraktionen unter einen Hut bringen muss der neue Bürgermeister von Rheinbreitbach, der Sozialdemokrat Wolfgang Gisevius, dessen Partei bei nur noch 24,5 Prozent der Stimmen herbe Verluste in Höhe von 12,3 Prozent hinnehmen musste, sodass die Sozialdemokraten nur noch über fünf Sitze in dem Gremium verfügen. Verschont von schlechteren Wahlergebnissen wurden auch die übrigen angestammten Fraktionen nicht. Allerdings hielten sich diese bei 1,1 Prozent angesichts von 40,7 Prozent für die CDU, 0,5 Prozent bei 9,1 Prozent für die Grünen in deutlichen Grenzen, während die Liberalen bei 7,1 Prozent auch in ihrer Hochburg 5,4 Prozent verloren.
Grund für den Absturz der Sozialdemokraten dürfte die erst in diesem Jahr gegründete Unabhängige Wählergemeinschaft sein, die aus dem Stand auf satte 18.6 Prozent kam und mit Andreas Frey, Bernd Seiler-Rehling, Susanne Arends sowie Marijana Lautenschläger gleich vier Mandatsträger in den Gemeinderat schickt. In diesem ist die FDP nur noch mit Hermann-Josef Sich vertreten, während die Grünen neben Ansgar Federhen dort auch durch Kristin Blinde vertreten sein werden.
Fraglich ist, ob die Grünen und die FDP erneut mit der SPD eine lose Koalition bilden, sodass sie von der Zahl der Sitze mit der CDU gleichziehen würden. Dann wäre die auf Transparenz bedachte UWG das Zünglein an der Waage.
Bruchhausen und Erpel
Die schlägt in Bruchhausen und Erpel ganz deutlich in Richtung CDU aus. Diese kommt in dem Wallfahrtsort auf satte 76,1 Prozent, ein Plus von 1,9 Prozent, um welche die SPD auf 23,9 Prozent sinkt. Noch schlechter schneiden die Sozialdemokraten mit 21,7 Prozent am Fuß der Ley ab, auch wenn sie damit ein Plus von 1,3 Prozent einfahren. Zulegen konnte dort aber auch die CDU um 1,8 Prozent auf 63,6 Prozent, währen die FWG um 3,1 Prozent auf nur noch 14,7 Prozent absinkt.
