Fußball-Bezirksliga Ost
Viel Hektik in den Schlussminuten
SG Müschenbach/Hachenburg - VfB Linz 2:2 (1:2)
Hachenburg/Linz. Am vorletzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost trennten sich die SG Müschenbach/Hachenburg und der VfB Linz nach einer lebhaften und kuriosen Begegnung mit einem 2:2 (1:2)-Remis. Ein Punktgewinn mit dem die Gäste überhaupt nicht einverstanden waren. „Das war eigentlich ein absolutes faires Spiel, das vom Schiedsrichter kaputt gepfiffen wurde“, schimpfte ein höchst verärgerter VfB-Trainer Michael Roos nach dem Abpfiff. „Bei solchen Entscheidungen und einer Nachspielzeit von zehn Minuten denkt man schon, dass er absichtlich gegen uns gepfiffen hat.“ Was war geschehen? Schiedsrichter Michel Lehmann hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit auf Elfmeter für die Gastgeber entschieden. Bis der Strafstoß ausgeführt wurde, vergingen weitere vier Minuten, in denen nicht nur der Linzer Michael Krupp wegen wiederholten Meckerns des Feldes verwiesen wurde, sondern auch dessen Trainer Michael Roos. Zudem sah Nahsen Kesikci nach dem Spielabpfiff wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte.
Auch zuvor hatte der Unparteiische mit dem Verhängen von Strafstößen gegen die Elf vom Kaiserberg nicht gegeizt. In der achten Minute entschied Lehmann auf Foulelfmeter zugunsten der Einheimischen, der vom Müschenbacher Tim Zeiler sicher zur 1:0-Führung verwandelt wurde. Die Antwort der Linzer erfolgte fünf Minuten später, als Michael Krupp mit einem 20-Meter-Freistoß unhaltbar den 1:1-Ausgleich markierte.
In der 20. Minute sorgte VfB-Akteur Andreas Korf sogar für die 2:1-Führung der Gäste. In der Folgezeit sahen die Zuschauer eine temporeiche und eine von beiden Seiten offensiv geführte Partie. In der 53. Minute wieder einmal ein Elfmeterpfiff (Handspiel) des Schiedsrichters zugunsten der Platzherren. Und hier durfte VfB-Keeper Christopher Schady gleich zwei Mal glänzen. Sowohl der erste Strafstoß von Gerrit Oettgen - der wiederholt werden musste - sowie auch der zweite Versuch durch den Müschenbacher Spielertrainer Björn Hellinghausen wurde eine sichere Beute des VfB-Torwarts.
Hellinghausen war am Ende mit dem Punktgewinn zufrieden: „Da war zum Schluss so viel Hektik im Spiel, obwohl es um überhaupt nichts mehr ging. Mit dem Punkt können wir natürlich gut leben.“ Dass dagegen im Lager der Gäste Verärgerung pur herrschte, war durchaus verständlich.
Das letzte Saisonspiel bestreitet der VfB Linz bereits am Mittwoch, 21. Mai, 20.30 Uhr, zuhause gegen TuS Gückingen.
VfB Linz: Schady, Hammerstein, Krupp, Brandt (67. Hoxhaj), Langenfeld (46. Bünjamin), Baars, Korf, Kuqi, Schunk, Schuht (57. Schneider), Kesikci.
