Allgemeine Berichte | 18.03.2014

kfd Ohlenberg

„Wasserströme in der Wüste“

Die Gebetsordnung des Weltgebetstags hatten Frauen aus Ägypten vorbereitet

Der Nil war eines der großen Symbole des Gottesdienstes, hier in einem Bodenbild aus Tüchern nachempfunden.privat

Ohlenberg. „Du bist mein Zufluchtsort. Ich berge mich in Deiner Hand, denn Du schützt mich, Gott.“ Mit diesem Lied stimmten sich die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in der Kirche St. Nikolaus Ohlenberg auf den ökumenischen Gottesdienst ein, zu dem die kfd Ohlenberg aus Anlass des diesjährigen Weltgebetstags eingeladen hat. Das zweite Lied „Wasser vom Himmel, fließe zur Erde, Du gibst der Schöpfung Wachstum und Kraft“ führte dann schon mitten in das Thema „Wasserströme in der Wüste“ hinein. Ein Bodenbild, auf den Stufen vor dem Altar aus bunten Tüchern gelegt, war dem Titelmotiv des Weltgebetstags nachempfunden: Eine Nillandschaft, in den Farben Blau, Grün und Gold, mit dem Leben spendenden Nil in der Mitte, der in einem breiten Delta, als aufblühende Lotusblume symbolisch dargestellt, ins Meer mündet.

Die Wasserströme des Nils stehen für Leben und Fruchtbarkeit, nicht nur, weil Land damit bewässert wird, sondern auch, weil Wasser zum Leben des Menschen gehört. Wasser verwandelt verkrustetes Leben. Auch im übertragenen Sinn wird das deutlich gemacht: In dem Text aus dem Johannesevangelium, in dem Jesus am Jakobsbrunnen mit einer Samaritanerin spricht, nimmt das Gespräch ein Wende, die das Leben der Frau völlig verändert, denn Jesus bietet ihr „lebendiges Wasser“ an, das ihren existenziellen Durst löschen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gottesdienstes war die Darstellung der Vielfalt der Lebenssituationen von Frauen in Ägypten. Zu ägyptischer Musik zogen vier Frauen im Mittelgang der Ohlenberger Kirche in einem Schreittanz bis in den Altarraum. Dort erzählten sie ihre jeweilige Geschichte:

Die erste Frau, in einem Kleid in antikem Stil, mit einer Lotusblüte in der Hand, sprach über die Hochkultur des alten Ägyptens, die zweite, in bäuerlicher Kleidung, berichtete über das bäuerliche Leben, die Dritte, eine Geschäftsfrau mit Computertasche, gab Einblicke in die Geschäftswelt und ihren Beruf und die Vierte, Jeansträgerin, jung und modern, die ägyptische Flagge in der Hand, zeigte sich fasziniert vom digitalen Zeitalter und den modernen Medien.

Zwei Meditationen zum verehrten und auch gefürchteten „uralten Fluss“ Nil lenkten die Aufmerksamkeit der Gottesdienstteilnehmer dann nochmals auf das Titelmotiv des Weltgebetstags. Mit dem Erlös der Kollekte werden Projekte zugunsten von Mädchen und Frauen unterstützt, die helfen sollen, Bildungschancen zu fördern und Diskriminierung zu überwinden. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Pfarrhaus bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zu Austausch und Begegnung.

Der Nil war eines der großen Symbole des Gottesdienstes, hier in einem Bodenbild aus Tüchern nachempfunden.Foto: privat

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