Neue Rheinfähre Linz-Remagen wurde offiziell eingeweiht und eingesegnet
Weinmajestäten aus Remagen und Linz übernahmen die Taufe
Die neue Rheinfähre Linz-Remagen ist die größte Rheinfähre am Rhein
Remagen/Linz. Seit rund 600 Jahren gibt es zwischen Linz und Kripp eine Fährstelle. Diese Tradition erhielt mit der neuen Rheinfähre Linz-Remagen eine zeitgemäße Note. Der Stapellauf und die Schiffstaufe fanden am vergangenen Donnerstag auf der Werft in Oberwinter statt. Drei Tage später konnte die nagelneue Fähre am Anleger Linz-Kripp, sowohl samstag- als auch sonntagnachmittags, von der Öffentlichkeit in Augenschein genommen und von Fußgängern kostenlos genutzt werden. Mit dabei bei der Schiffstaufe waren als Chef der Werft, Günter Müller, Rainer Ritzdorf, der die Fähre geplant und konstruiert hat, der Verwaltungsratsvorsitzender der Rheinfähre GmbH und Bürgermeister von Linz Adi Buchwald, der Beigeordnete der Stadt Remagen, Hans-Joachim Bergmann, Kommunalpolitiker aus Linz und Remagen, Weinmajestäten aus Linz und Remagen, Willi Stumpf als Geschäftsführer der Rheinfähre GmbH, Thomas Herrschbach und Martin Tillmann von den Touristikbüros Linz und Remagen, die Mannschaft der Rheinfähre mit Fährmeister Joachim Stümper und Pfarrer Frank Klupsch aus Oberwinter, sowie der katholische Pfarrer und der evangelische Pfarrer aus Linz, Klemens Hombach und Christoph Schwaegermann. Zudem stellte Adi Buchwald auch seinen designierten Nachfolger im Amte des Bürgermeisters Dr. Jörg Faust vor. Adi Buchwald nannte in seiner Ansprache auf der Fähre die Taufe der Fähre ein herausragendes Ereignis für die beiden Städte Linz und Remagen. Willi Stumpf habe sich als Macher der neuen Fähre unermüdlich und mit seinem „Westerwälder Sturschädel“ für die neue Fähre engagiert. Denker der entscheidenden Pläne für die neue Fähre sei Rainer Ritzdorf und die Hauswerft Müller habe bereits das dritte Schiff für die Fährgesellschaft gebaut. Anlass für den Neubau der Fähre seien angekündigte Änderungen in der Binnenschifffahrts-Untersuchungsordnung gewesen.
Neue Motorisierung, höher und mehr Stellplätze
Sie hätten eine neue Motorisierung für die Fähre Sankt Johannes erforderlich gemacht. Bei der Sichtung der Angebote für den Bau einer neuen Fähre sei der Verwaltungsrat der Rheinfähre Linz-Kripp GmbH dann zu dem Ergebnis gelangt, dass die bereits eingesetzte Technik mit Dieselmotoren und vier umweltfreundliche Schottel-Pumpjet-Antrieben die wirtschaftlichste und zugleich ökologischste Variante sei. Gebaut worden sei die neue Fähre auf dem Gelände der Schiffswerft Oberwinter von der Firma Stahlbau Müller, für die Konzeption habe das Büro Braun verantwortlich gezeichnet.
„Wir sind die größte Rheinfähre am Rhein, topmodern. Ich freue mich, mit dabei zu sein“, betonte Buchwald. Die wichtigsten Änderungen gegenüber der bisherigen Fähre bestehen in der Verbreiterung der Fahrbahn um 50 Zentimeter, der Höherlegung des Steuerhauses zur Verbesserung der Sichtachse, der Vergrößerung der Anzahl von Stellplätzen durch veränderte Klappentechnik und einer modernen Antriebstechnik gemäß den neuesten Standards. Der 3,7 Millionen Euro teure Neubau ist 61 Meter lang, 17 Meter breit und zwölf Meter hoch. Während auf der alten Sankt Johannes 30 Autos Platz fanden, können auf der neuen Rheinfähre gleich 38 Fahrzeuge pro Tour über den Rhein transportiert werden. Zu verdanken ist dies der neuen Klappentechnik mit ihren beweglichen Auflegern an Vorder- und Hinterseite des Schiffes. Die Konstruktion ist dort derart stabil, dass dort auch während der Fahrt Autos abgestellt werden dürfen, was bei den beiden vorhandenen Fähren nicht der Fall ist.
40 Jahre Nutzungszeit
Davon profitierten dann die Nutzer der neuen Fähre, die seit Montag ihren Regelbetrieb aufgenommen hat. Die Nutzungszeit wurde vom Geschäftsführer der Rheinfähre Linz-Kripp GmbH, Wilhelm Stumpf, auf 40 Jahre angesetzt. Nach der Ansprache von Adi Buchwald wurde die Fähre erst einmal durch die drei Geistlichen unter Gottes Segen gestellt. Pfarrer Klupsch sah die Fähre nicht nur als Verbindung von Ufer zu Ufer, sondern auch als Verbindung von Mensch zu Mensch. Nach der Schiffstaufe durch die Weinprinzessinnen von Remagen, Gina Suljicic und Nina Michel, sowie die Weinkönigin von Linz, Nora Kökce mit ihrer Weinprinzessin Mona Salz ging es für alle Beteiligten auf eine kurze Fahrt auf dem Rhein. Eindrucksvoll stellte der Fährmeister unter Beweis, wie die Fähre sich auf kleinstem Raum drehen kann.
Größer, höher, breiter - die neue Fähre - eine Verbindung der Ufer und der Menschen.
Der Bürgermeister von Linz, Adi Buchwald (re.) und der Beigeordnete der Stadt Remagen, Hans-Joachim Bergmann (li.) rahmen die Weinmajestäten: Weinprinzessinnen von Remagen, Gina Suljicic und Nina Michel, sowie die Weinkönigin von Linz, Nora Kökce mit ihrer Weinprinzessin Mona Salz bei der Taufe der Fähre.
