Allgemeine Berichte | 02.04.2013

Traditionelles Osterklappern in Linz

Wenn die Glocken schweigen

Hunderte von Klapperjungen und -mädchen waren in der „Bunten Stadt am Rhein“ unterwegs

Der Marktplatz ist das Ziel der Linzer Klapperläufe. STUHA

Linz. Klapperlaufen hat Tradition. Wenn in der Nacht von Gründonnerstag nach der Messe die Glocken aufhören zu läuten, um an die Leidenszeit Jesu Christi während zu erinnern, wird in einigen Gemeinden der Region an ein altes Brauchtum angeknüpft - das „Osterklappern“. Dies wird nicht nur von „Klapperjungen“, sondern auch von „Klappermädchen“ durchgeführt.

Mit Ratschen sowie gegeneinander schlagenden Brettern unterschiedlichster Art ziehen sie von Karfreitag bis zum späten Ostersamstag morgens, mittags und abends durch die Straßen ihrer Gemeinden, um mit ihrem Klappern das Läuten der Glocken zu ersetzen.

Der Überlieferung zufolge schweigen nämlich von Gründonnerstag nach dem Gloria bis Ostern die Glocken, da sie nach Rom geflogen sein sollen.

Das Ratschen oder Klappern soll es nachweislich bereits seit dem 15. Jahrhundert geben. In Linz wurde das alte Brauchtum des Klapperns seit dem Jahr 1982 wiederbelebt, so Ulrich Unkel von der Volksbank Neuwied/Linz. Sie sponsert die Silber-Medaillen, die jeder Läufer nach dem Samstagmittag-Klappern erhält, in diesem Jahr mit dem Motiv des Marienaltars aus der Linzer Marienkirche.

Seit dem Jahr 1989 wird das traditionelle Klappern von der VR-Bank zusammen mit der Stadt Linz durchgeführt.

Am Linzer Neutor erinnert auch eine große Klapperfigur an die lieb gewordene Tradition.

Bei jedem Lauf, der ab Karfreitag beginnt - das letzte Mal am Samstagabend um 18 Uhr - stehen bis zu 300 Klappermädchen und Klapperjungen (von zwei Jahren bis ins hohe Rentenalter) bereit, dies unter dem Klapper-Führungstrio Ralf Kirschbaum, Michael Unkel und Michael Hoitz. Dann läuft man vom Neutor über den Buttermarkt, die Rheinstraße, über den Burgplatz bis hin zur Marienkirche und zum Marktplatz.

Nach dem Klapperlauf am Samstagmittag folgt dann die „Belohnung“ in der Linzer Stadthalle, eine kostenlose Erfrischung und die geprägte „Silbermünze“ zur Erinnerung an die Klapperläufe, dies natürlich nur für jene, die auch einen Laufpass vorzeigen können, so Michael Unkel.

Es ist zudem erfreulich, dass bei jedem Osterklappern auch viele Neubürger aus der Linzer Region teilnehmen und sich an dieser zunehmend praktizierten Tradition erfreuen.

In den historischen Gassen der Bunten Stadt am Rhein sind mittlerweile jedes Jahr Hunderte Klapperläufer an den Kartagen unterwegs.

In den historischen Gassen der Bunten Stadt am Rhein sind mittlerweile jedes Jahr Hunderte Klapperläufer an den Kartagen unterwegs.

Der Marktplatz ist das Ziel der Linzer Klapperläufe. Fotos: STUHA

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