Politik | 24.06.2014

Konmstituierende Sitzung des Unkeler Stadtrats

Wolfgang Plöger und Siegfried Brenke zu Beigeordneten gewählt

Vorangegangen war eine lebhafte Debatte mit der CDU, die Alfons Mußhoff favorisierte

Hinter Gerhard Hausen (Mitte) und den neuen Beigeordneten ) Wolfgang Plöger (l.) und Siegfried Brenke formierte sich der neue Stadtrat von Unkel. DL

Unkel. Mit der konstituierenden Sitzung des Unkeler Stadtrates ging Bürgermeister Gerhard Hausen in seine dritte Amtszeit, nachdem ihm der noch amtierende Erste Beigeordnete Wolfgang Plöger im Beisein von Verbandsbürgermeister Karsten Fehr die Ernennungsurkunde übergeben hatte. Anschließend verpflichtete er die Sozialdemokraten Siegfried Brenke, Ludwig Conrad, Michael Hommerich, Bernd Meyer, Bernd Richarz, Elke Schmidt, Georg Schober, Claudia Stolte-Herdler und Rüdiger Volkert sowie Robin Syllwasschy und Wolfgang Plöger von Bündnis 90/Die Grünen, die Christdemokraten Dieter Borgolte, Gisela Born-Siebicke, Ewald Buslei, Wilfried Euskirchen, Günter Küpper, Sascha Mühlhöfer, Heinz-Peter Müller, Alfons Mußhoff und Knut von Wülfing sowie Volker Thomalla von der FWG. Dessen Fraktionskollege Daniel Schmitz war bei der ersten Sitzung der Wahlperiode 2014/19 verhindert.

„Ich bin froh und stolz, dass mir die Bürger mit einem klaren Ergebnis erneut ihr Vertrauen geschenkt haben, sodass ich die Möglichkeit habe, weitere fünf Jahre für die Stadt und die Menschen sinnvolle Arbeit zu leisten“, erklärte Gerhard Hausen. „Ich bin Stadtbürgermeister für alle Bürger. Und wir alle sollten Parteiinteressen unseren kommunalen Aufgaben unterordnen und der Sache zuliebe vor persönliche Anfeindungen haltmachen“, forderte der alte und neue Stadtchef. Nur dann könnten die Mandatsträger Großes für Unkel leisten, mahnte er die Ratsmitglieder, die er per Handschlag verpflichtete, bevor das Gremium zur Wahl der Beigeordneten überging.

„Die CDU-Fraktion ist bereit, sich aktiv in die Politik für unsere Heimatstadt Unkel einzubringen. Wir bieten eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe an und schlagen Alfons Mußhoff für das Amt des Ersten Beigeordneten vor“, erklärte der stellvertretenden CDU-Fraktionssprecher Knut von Wülfing. Seine Partei habe mit 41,1 Prozent der Stimme bei der Kommunalwahl dazugewonnen und sei wieder stärkste Kraft geworden. „Aus dieser Position leiten wir den Wählerauftrag ab, den Ersten Stadtbeigeordneten zu stellen“, so von Wülfing. Mußhoff, der bei der Stadtratswahl das beste Stimmenergebnis von allen Kandidaten erzielt hatte, habe in der Vergangenheit als CDU-Fraktionssprecher deutlich gemacht, dass er an einer Kooperation über Parteigrenzen hinweg interessiert sei. Wenn die SPD das Angebot der CDU annehme, werde es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit geben.

„Ich kann nicht erkennen, dass Sie im Stadtrat stärkste Kraft sind“, erwiderte der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Meyer. SPD und CDU hätten beide neun Sitze, die Grünen und die FWG jeweils zwei, schilderte er die Pattsituation bei der Beigeordnetenwahl, bei der der Bürgermeister kein Stimmrecht hat. „Wir haben Ihnen angeboten, den weiteren Beigeordneten zu stellen, weil wir Wolfgang Plöger in seiner ausgleichenden Art als Ersten Beigeordneten für besser geeignet halten“, hob er hervor. Plöger habe sich im zurückliegenden Jahr durch vertrauensvolle Kooperation ausgezeichnet. „Never change a winning team“, schloss der Sozialdemokrat seine Argumentation vor der geheimen Wahl.

Diese entschied Wolfgang Plöger mit zwölf zu elf Stimmen denkbar knapp für sich. Den Erfolg seines Wunschkandidaten hatte Gerhard Hausen dem Umstand zu verdanken, dass Daniel Schmitz an der Sitzung nicht teilnahm. Anderenfalls wäre es wie schon vor zehn Jahren an gleicher Stelle möglicherweise zu einer Pattsituation gekommen. Dieses Mal setzte sich jedoch der Wunsch-Kandidat des Bürgermeisters durch, bevor als sein weiterer Stellvertreter Siegfried Brenke mit zwölf Stimmen gewählt wurde, während sich die CDU-Fraktion geschlossen der Stimme enthielt.

Hinter Gerhard Hausen (Mitte) und den neuen Beigeordneten ) Wolfgang Plöger (l.) und Siegfried Brenke formierte sich der neue Stadtrat von Unkel. Foto: DL

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