Junggesellenverein Unkel richtet St. Pantaleon Kirmes aus
Zokunf, mer spingkse wat kütt
Unkel. Der Junggesellenverein Unkel steht in diesem Jahr vor einer besonderen Aufgabe: Erstmalig muss er die Unkeler Kirmes alleine auf die Beine stellen. Grund hierfür ist, dass der Bürgerverein bei zwei Vollversammlungen im vergangenen Jahr keinen neuen Vorstand gefunden hat. Da die Vereinsarbeit des Bürgervereins daher zur Zeit ruht, haben die Junggesellen das Heft in die Hand genommen und sind bereits mitten in der Planung der diesjährigen Kirmes.
Ohne den Bürgerverein stellt sich natürlich als erstes auch die Frage nach dem Bürgertag an Kirmes. Kein Bürgerverein, kein Bürgertag? Zumindest ein Bürgerkönigszug wird wohl nicht stattfinden. Die neue Situation ist Anlass, das gesamte Kirmesprogramm, den gesamten Ablauf, zu hinterfragen. Klar ist, dass das Kirmeshochamt und die Kirmesprozession als zentraler Punkt natürlich sonntags bestehen bleiben. Ohne das Patronatsfest gäbe es schließlich die Kirmes nicht. Alles andere allerdings ist offen und wird derzeit im Junggesellenverein heiß diskutiert. Die Ideen gehen von Verlegung der Züge bis Wegfall eines Tages. Beschlossen ist noch nichts. Allerdings wird man sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass die Kirmes eben nicht bleibt, wie sie die letzten Jahrzehnte war. Aber Neues kann auch positive Entwicklungen mit sich bringen. Man muss den Mut haben, eingefahrene Gleise zu verlassen und dem Neuen offen gegenüber zu stehen. Die Kirmes war schließlich auch nicht immer so, wie wir sie im Moment kennen.
Der Junggesellenverein Unkel unter seinem Vorsitzenden Malte Dommermuth ist stets dankbar für gute Anregungen.
