Ordenskapitel des Heimatordens „Alt-Erpilla“ zu Erpel / Rh.
Zu Besuch im „Haus der Geschichte“
Erpel. Der diesjährige Sommerausflug führte die Erpeler Heimatordensträgerinnen und -träger mit ihren Partnerinnen und Partnern nach Bonn ins „Haus der Geschichte“. Schon die Fahrt mit der Stadtbahn von Bad Honnef zur Haltestelle des Museums war für manche ein Erlebnis, da die Strecke teilweise unter der Erde verläuft und dort die Stadtbahn als U-Bahn mit beeindruckender Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist. Pünktlich wurde so das Ziel erreicht. Im Eingangsbereich des Museums wurden die Besucher von einer Gruppenbegleiterin in Empfang genommen, die als promovierte Historikerin bestens mit der Entwicklung der Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg vertraut war und deshalb kompetent das „Haus der Geschichte“ präsentieren konnte. Zuerst aber wurden alle "verkabelt", d. h. mit einem Ohrbügelkopfhörer und einem kleinen Empfänger versehen durch den die Ansagen der Begleiterin klar und deutlich zu hören waren. Das erleichterte die Kommunikation enorm, denn im „Haus der Geschichte“ teilen sich viele Besucherinnen und Besucher den Blick auf die Exponate. Manches Ausstellungsstück fand besondere Beachtung:
Petticoats und Rasenmäher
So gerieten die Damen beim Anblick schicker Petticoats ins Schwärmen und die Herren waren vom selbst gebauten Rasenmäher begeistert, der zu DDR-Zeiten einmal gute Dienste geleistet hatte. In rund zwei Stunden durcheilte man sachkundig begleitet die vergangenen aber nicht vergessenen Nachkriegsjahre.
Erinnerungen ans Erwachsenwerden
Am Ende des Rundgangs durch die Dauerausstellung lockte dann die aktuelle Sonderausstellung „Schamlos - Sexualmoral im Wandel“. Sie rief bei der Heimatorden-Gruppe einerseits oft Heiterkeit und spaßige Bemerkungen hervor. Andererseits weckte das Ausstellungsmaterial Erinnerungen an die eigene Zeit des Erwachsenwerdens. Aus heutiger Sicht kaum zu glaubende Erlebnisse und Konflikte mit den Moralvorstellungen der damaligen Zeit waren plötzlich wieder ganz präsent und wurden „heiß“ diskutiert. Bevor es zurück nach Erpel ging, stärkten sich alle in der Museumscafeteria, um schließlich pünktlich auf dem Bahnsteig auf die vorgesehene U-Bahn zu warten. Doch die war derart überfüllt, dass an einen Zustieg gar nicht zu denken war. Grund für die Überlastung: ein Grönemeyer Konzert in der Rheinaue. Mit einer Sonderbahn konnte schließlich die andere Rheinseite erreicht und von dort mit der Stadtbahn weiter nach Bad Honnef gefahren werden. Etwas später als geplant zurück in Erpel klang der erlebnisreiche Tag bei gemütlichem Beisammensein im Restaurant „Zur Brücke“ aus. Beim „Danke schön!“ an Gregor Noll für die gelungene Organisation des Ausflugs waren sich alle einig: Das „Haus der Geschichte“ ist immer einen Besuch wert. Informationen zum Erpeler Heimatorden im Internet unter www.heimatorden.de
