Unkeler Junggesellen feierten den Maifeiertag und nahmen neue Mitglieder auf
Zünftig wurde der Mai begrüßt
Unkel. Wie im Vorjahr so traten auch dieses Jahr am 1. Mai mit Michael Boentgen, Julian Muss und Fabian Schumacher gleich drei junge Unkeler auf dem Willy-Brandt-Platz an, um mit ihrer Junggesellentaufe zu Füßen des Maibaums Mitglied in dem Traditionsverein der Stadt zu werden, der immerhin rund 45 Mitglieder zählt. Begrüßen zu diesem Anlass konnte der Erste Vorsitzende Roman Lehmacher gegen Mittag auf dem Willy-Brandt auch die Ehrenmitglieder Marco Gersthahn, Gerhard Hausen und Karl Zimmermann. Michael Boentgen sollte dann als erster Täufling ein Glas Rebensaft leren, dass die zukünftigen Kollegen zuvor „fürsorglich“ auch noch auf hochsommerliche Zimmertemperatur gebracht hatten. Den halben Liter galt es in einem Zug zu leeren, während die Junggesellen das Lied anstimmten: „Stiefel muss sterben, ist noch so jung!“ Wie seine beiden Mitstreiter absolvierte Michael Boentgen diese Prüfung bravourös, so dass Roman Lehmacher alle drei unter dem Beifall der Zuschauer per „Ritterschlag“ mit dem Säbel in den Verein aufnahm. „Damit haben wir den ersten Höhepunkt unseres Maifrühschoppen absolviert und werden in einigen Minuten mit der Verlosung unserer Maitombola beginnen“, so der Vorsitzende. Dabei waren sich die Junggesellen relativ sicher, dass etliche Preisträger von ihrem Glück erst später erfahren würden. „Leider lässt ist die Beteiligung der Unkeler an dieser Traditionsveranstaltung wie auch schon in den Vorjahren sehr zu wünschen übrig“, bedauerte Andreas Kuhsel, der mit Malte Dommermuth als „Betreiber“ des Getränkestands einen guten Überblick über den Willy-Brandt-Platz genoss. Alle würden oft von der Bedeutung des Brauchtums für die Stadt zwar reden, wenn es darauf ankäme, dies durch entsprechende Teilnahme auch zu unterstreichen, sähe die Sache leider anders aus. Dagegen konnten sich die Junggesellen über den Absatz der Lose ebenso wenig beklagen, wie über den Großmut der Geschäftsleute, die großzügig Artikel für die Tombola gespendet hatten. „Kennst Du die schöne Stadt, die viele Sträßchen hat? Komm her, ich sag Dir: Es ist Unkel. Das weiß doch jedes Kind. Wo wir zu Hause sind, die Sonne lacht und es wird niemals dunkel!“, schmetterten die Junggesellen ausgelassen, auch wenn sich die Sonne am Mittwoch nicht gerade oft hinter den grauen Wolken erahnen ließ.
Noch aber stand die Wahl der Nachfolger von Michelle Welsch und Werner Conrad als Maikönigspaar der Kulturstadt am Rhein an. Die meisten Stimmen entfielen dieses Jahr auf Petra Willms und Malte Dommermuth, die von Roman Lehmacher zünftig mit neuem Diadem und neuer Krone inthronisiert wurden, bevor sie sich im Königswalzer um den Maibaum drehten und Fähnrich Jan Philipp Wallek für die neuen Majestäten die Fahne schwenkte.
Nach der Prüfung wurden die neuen Mitglieder mit „Ritterschlag“ in den Verein aufgenommen.
