Weit über 100 kleine Laternenträger zogen durch die Linzer Altstadt
Zug zu Ehren des städtischen Patrons
Linz. Einen Tag vor dem Namenstag ihres Stadtpatrons trafen sich die Schüler der Bürgermeister Castenholtz-Grundschule und die Kinder des Montessori-Kinderhauses mit ihren selbst gebastelten Laternen. Darunter befanden sich gar kleine rote Teufelchen. Auf dem Linzer Marktplatz wurde die legendäre Mantelteilung des späteren Bischofs von Tours gezeigt. Vorgelesen wurde die Geschichte des Heiligen Martin von Stadtmanager Thomas Herschbach, nachdem Bürgermeister Hans Georg Faust die große Schar der Zugteilnehmer begrüßt hatte. Die Geschichte erzählt, dass dem jungen, in Amiens stationierten römischen Gardeoffizier in der folgenden Nacht im Traum Christus erschien, bekleidet mit dem halben Mantel, und ihm erklärt haben soll: „Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet!“
Einladung zum mitmarschieren
Noch im kompletten Offiziersmantel ritt in Linz der "Heilige Martin", dargestellt von Martin Wengert, dem Zug voran, dessen musikalische Begleitung das Fanfarencorps des TV Linz und das Tambourcorps Erpel übernahmen. Und so wurde traditionsgemäß auch das bekannte „Mäteslied“ gesungen, in dem mit der letzten Zeile: Jeder, der „jet well, der kann jo kumme“, eingeladen wird, mitzumarschieren.
Durch die illuminierte Altstadt
In Linz ging es zunächst durch die bunt illuminierte Altstadt vom Marktplatz über die Mittelstraße, zum Buttermarkt und von dort vorbei am Halborn, die Neustraße hinauf und über die Klosterstraße wieder zurück, zum Buttermarkt, um über die Mittel- und die Rheinstraße den Burgplatz anzustreben. Am Eingang zu der Unterführung hinter dem Rheintor wurden dann wie in den Vorjahren die Weckmänner verteilt, womit für die meisten kleinen Laternenträger der Martinszug aber noch längst nicht beendet war. Seinen traditionellen Abschluss fand dieser am riesigen Martinsfeuer, das die Freiwillige Feuerwehr hinter dem Stadtgarten am Rheinufer entzündet hatte. In sicherer Entfernung stimmten die kleinen Zugteilnehmer dann noch einmal das Lied vom "Hellije Zinte Mätes", der mit seinem Mitleid mit dem frierenden Bettler vor dem Stadttor im Winter des Jahres 334 das Licht der christlichen Nächstenliebe erstrahlen ließ.
Hell leuchteten die Laternen der kleinen Lampionträger in der Bunten Stadt am Rhein. Fotos: DL
