Fußball-Rheinlandliga
Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen
FSV Trier-Tarforst - VfB Linz 1:1 (1:0)
Trier-Tarforst. Eine Wiedergutmachung für die 0:7-Heimniederlage gegen Morbach und eine Revanche für die unglückliche 0:1-Niederlage im Hinspiel - der VfB Linz schlug mit dem überraschenden 1:1 (1:0)-Remis in der Fußball-Rheinlandliga beim FSV Trier-Tarforst zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Gastgeber, die zuletzt über einen 4:2-Sieg bei TuS Rot-Weiß Koblenz jubeln durften, fingen in einer fairen Partie stark an und begannen mit einem Paukenschlag, als Stefan Castello unmittelbar nach dem Anpfiff den rechten Pfosten traf. FSV-Coach Patrick Zöllner hatte seine Mannschaft offensiv aufgestellt, was sich in der ersten Halbzeit auch bezahlt machte. Der einheimische Angreifer Tobias Spruck hatte in der zwölften Minute den Führungstreffer auf dem Fuß, doch ebenso wie sein Mitspieler Nicola Rigoni, der sich zwei Minuten später versuchte, scheiterte er an dem überragenden VfB-Keeper Christopher Schady. Beim zweiten Anlauf klappte es dann aber: Rigoni versuchte sich in der 34. Minute mit einem Heber und lupfte gekonnt über den Linzer Schlussmann zum 1:0-Führungstreffer. Was sich in der ersten Halbzeit schon andeutete, wurde im zweiten Spielabschnitt noch deutlicher. Schon nach 25 Minuten war ein Bruch im Tarforster Spiel zu erkennen. Das anfängliche Pressing, was in den ersten Minuten so erfolgreich war, wurde nicht mehr konsequent durchgezogen. Den VfB Linz freute es, denn die Rheinländer kamen immer besser ins Spiel und arbeiteten sich bei den Platzherren mit wenig Mitteln effektiv nach vorne. So konnte VfB-Abwehrspieler Michael Siebert in der 48. Minute seelenruhig durch das Tarforster Mittelfeld dribbeln und bezwang den FSV-Torwart Steffen Deuster mit einem sehenswerten 25-Meter-Distanzschuss zum verdienten 1:1-Ausgleich. Und auch in der Folgezeit dominierten die Gäste, die immer öfter gefährlich im Strafraum der Platzherren auftauchten. Ein Freistoß des Linzer Andreas Langenfeld segelte in der 75. Minute nur knapp am Lattenkreuz vorbei. Ein 25-Meter-Schuss von Sead Siljkovic verfehlte zehn Minuten später nur knapp sein Ziel. „Den Punkt haben wir uns verdient“, freute sich der Linzer Trainer Mirko Schopp nach dem Abpfiff und fuhr fort: „In der ersten Halbzeit hatten wir noch Probleme, aber im zweiten Durchgang waren wir die bessere Mannschaft. Das war eine gute Reaktion nach der 0:7-Niederlage.“ Im Lager der Gastgeber ärgerte sich FSV-Coach Zöllner: „Die erste Halbzeit war okay. In der zweiten Halbzeit haben wir dann zu wenig Laufbereitschaft gezeigt. Das war gegen die starken Linzer zu wenig.“ Am kommenden Samstag um 17 Uhr empfangen die Schopp-Schützlinge den TuS Mosella Schweich. Zur Erinnerung: In Schweich musste die VfB-Elf eine knappe 1:2-Niederlage einstecken. VfB Linz: Schady, Roscher (59. Krumscheid), Siebert, Korf, Hoffmann, Siljkovic, Langenfeld, Schneider, Fabiunke (78. Rodrigues), Baars, Hoxhaj (66. Ceylan).
