Allgemeine Berichte | 25.06.2013

Brasilianische Tanz- und Lebensfreude in Münstermaifeld

11. Festa Junina machte Areal an der Grillhütte zum Festplatz

Organisatorin Meire Hecken (l.) und ihre Schwester Edineuza tanzen seit mehr als 17 Jahren regelmäßig in der Formation Timbalando-Brasil. Edineuza verkörpert diesmal Jemanjá, die Göttin des Meeres. Ihr Name bedeutet „Mutter“, sie ist mütterlich, eitel und liebt das schöne im Leben. WE

Münstermaifeld. Eingeleitet durch einen Gottesdienst im Maifeldmünster, der Stiftskirche St. Martin und St. Severus, startete am vergangenen Samstag erneut das aus Münstermaifelds Sommerprogramm nicht mehr weg zu denkende Festa Junina. In Brasilien feiert man die Juni-Heiligen, den Hl. Antonius (13. Juni), den Hl. Johannes (24. Juni) und den Hl. Petrus (29. Juni) gleich alle zusammen, eben im Festa Junina. Das „deutsche Junifest“ in Münstermaifeld wurde zum elften Mal organisiert von der gebürtigen Brasilianerin Rosemeire Hecken, ihrem deutschen Ehemann, den auch in Deutschland lebenden Schwestern Edineuza und Rosangela sowie vielen Freunden. Das Fest ist bei den Münstermaifeldern und den im Großraum lebenden Brasilianern sowie ihren deutschen Lebenspartnern und Freunden sehr beliebt, wie viele Autokennzeichen aus Trier, Köln, Bonn, Simmern, Koblenz und dem Westerwald deutlich machen.

Die schöne Historie betonend, hatten die Veranstalter in diesem Jahr erstmals eine Festschrift aufgelegt, in der die vergangenen Feste und deren Entwicklung mit vielen schönen Fotos dokumentiert sind.

Den Gottesdienst hielt in diesem Jahr wieder Pater Beda aus Bad Bentheim, der leider beim runden Geburtstag krankheitsbedingt fehlen musste, und bereits seit 1964 mit seinem Aktionskreis für Entwicklungsarbeit Hilfsleistungen für Brasilien organisiert. Vor Jahren wurde die Predigt noch von dem in Brasilien ermordeten ehemaligen Münstermaifelder Pfarrer Wolfgang Hermann mitgestaltet. Er war es auch, der die elfmalige Organisatorin Meire Hecken seinerzeit dazu anregte, eine regelmäßige „Finanzquelle“ zu erschließen, um ein Projekt ihrer in Brasilien lebenden Schwester, der Gynäkologin Dr. Elizabeth Pinto Almeida Costa, zu unterstützen. Die Frauenärztin hat im Jahr 2002 das Hilfeprojekt „Maes criancas de Vera Cruz“ - Aus Kindern werden Mütter - initiiert. Hierdurch werden neun bis sechszehnjährige Schwangere oder „Mütter“ unterstützt und gleichzeitig wertvol-le Präventionsarbeit geleistet. Frau Dr. Costa hatte in diesem Jahr wiederum ihren Erholungsurlaub dazu verwandt, ihre drei in Deutschland lebenden Schwes-tern Edineuza, Rosangela und Meire zu besuchen. Dabei hat Frau Costa den Termin dann natürlich gerne so gelegt, dass sie beim diesjährigen „deutschen“ Junifest dabei sein konnte, um sich damit auch bei den vielen, vielen Spendern für ihre Projektarbeit zu bedanken. Mit einer Art Schweigeminute, jedoch ohne eigene spezielle Aktion, gedachten die Besucher den derzeit in Brasilien demonstrierenden Landsleuten. Viel Live-Musik mit der Band „Trio Bonn Brasil“, verführerischen brasilianischen Cocktails alias Caipi & Co und kulinarische Spezialitäten, einem Capoeira Workshop, der Hüpfburg und Kinderschminken sowie als Höhepunkt dem Auftritt der Showtanzgruppe „Timbalando-Brasil“ begeisterte das fest wieder mehrere hundert Besucher, die bis in die späten Abendstunden feierten und vor allem tanzten.

Es war alles in allem wieder ein gelungenes Event zugunsten der Arbeit von Frau Dr. Costa und auf das 12. Junifest im kommenden Jahr darf man sich sicher wieder freuen.

Farbenprächtige und aufwändig mit Pailletten besetzte Kostüme, mit dem Tanzen schon fast unmöglich wird. Sehnsüchtige Eindrücke des Karneval in Rio, dem Zuckerhut und der Copacabana. Der Höhepunkt des Festes: Auftritt von Timbalando-Brasil!

Organisatorin Meire Hecken (l.) und ihre Schwester Edineuza tanzen seit mehr als 17 Jahren regelmäßig in der Formation Timbalando-Brasil. Edineuza verkörpert diesmal Jemanjá, die Göttin des Meeres. Ihr Name bedeutet „Mutter“, sie ist mütterlich, eitel und liebt das schöne im Leben. WE
Bei einer Quadrilha hatte Frau Dr. Elisabeth Costa (Mitte) viel Spaß, der ihr nach der anstrengenden Arbeit in Brasilien auch zu gönnen war. Bei dem historischen Tanz aus einer Mischung von Reigen und Polonäse wird - natürlich total locker und mit sehr viel Spaß - nach Regeln getanzt, die von einem Moderator angesagt werden.

Bei einer Quadrilha hatte Frau Dr. Elisabeth Costa (Mitte) viel Spaß, der ihr nach der anstrengenden Arbeit in Brasilien auch zu gönnen war. Bei dem historischen Tanz aus einer Mischung von Reigen und Polonäse wird - natürlich total locker und mit sehr viel Spaß - nach Regeln getanzt, die von einem Moderator angesagt werden.

Der Festplatz war zu allen Zeiten gut besucht.

Der Festplatz war zu allen Zeiten gut besucht.

Zuschauer wurden gerne in die Tanzvorführungen einbezogen.

Zuschauer wurden gerne in die Tanzvorführungen einbezogen.

11. Festa Junina machte Areal an der Grillhütte zum Festplatz

Organisatorin Meire Hecken (l.) und ihre Schwester Edineuza tanzen seit mehr als 17 Jahren regelmäßig in der Formation Timbalando-Brasil. Edineuza verkörpert diesmal Jemanjá, die Göttin des Meeres. Ihr Name bedeutet „Mutter“, sie ist mütterlich, eitel und liebt das schöne im Leben. Fotos: WE

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