Allgemeine Berichte | 25.02.2014

Die „Hosenscheißer“ waren los

Die Große Ochtendunger Karnevalsgesellschaft machte die Kulturhalle zur Narrenhochburg

Bei ihrer Überraschung in mehreren Teilen ist den Männern des Carnevalsvereins Ochtendunger Bürgerwehr mit ihren „Hosenscheißern“ die größte vollauf gelungen.

Ochtendung. Die Zeichen der Zeit hat man in Ochtendung bereits früh erkannt. Bereits 1955 gründeten die ansässigen Karnevalsvereine eine Arbeitsgemeinschaft, die später zur Große Ochtendunger Karnevalsgesellschaft (GOK) wurde. Heute gehören ihr vier aktive Vereine an. Alljährlich bietet diese Dachorganisation der Ochtendunger Karnevalsvereine, wie am vergangenen Samstag, einen närrischen Höhepunkt, den keine der Gesellschaften alleine bewältigen könnte. Alle aktiven und ausschließlich örtlichen Jecken sitzen hierbei in einem Boot und bereiteten ihren Gästen ein buntes und abwechslungsreiches Bühnengeschehen, das auch durch die weitere Unterstützung zahlreicher Vereine lebt. Sitzungspräsident Jürgen Lehnigk-Emden leitete im Team mit Andrea Hauswirth durch das Programm, das vom Fanfarenzug Blau-Weiß musikalisch begleitet und auch aktiv mitgestaltet wurde. Die Ochtendunger Kulturhalle verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit mit mehr als 650 anwesenden Jecken in eine wahre Narrenhochburg.

Der Einmarsch der Korporationen wurde lauthals bejubelt aber mit Standing Ovations wurden Prinz Günter und seine liebreizende Prinzessin Hiltrud geradezu mit Beifall und viel Maju überschüttet. Günter Pinetzki, aktueller Präsident der GOK, hatte es sich nach seinem Debüt 2002 nicht nehmen lassen, im 111. Jahr „seiner“ KG Schafskopf erneut die Ochtendunger Narren als Prinz durch die Session zu führen.

Den Reigen der Tänze eröffnete die Tanzgarde Blau-Weiß mit fast 50 jungen Damen. Die Jüngste darunter konnte kürzlich ihren 2. Geburtstag feiern. Ähnlich junge, aber schon sehr stolz ihre Uniform und die Dreispitzhüte tragende Damen waren auch bei den Roten Funken mit von der Partie. Aufgelockert wurden die Gruppendarbietungen durch die Tanzmariechen, die teils mit und ohne Tanzmajor spritzig über die Bühne wirbelten. Vielleicht weil ihre KG Schafskopf in diesem Jahr 111. Geburtstag feiern kann, stach dabei Mendi Simon als einzelne Tänzerin ein wenig hervor.

Besonders viele Tanzgruppen stammten von der Ochtendunger Sektion des Sportverbandes Deutsche Jugendkraft, kurz DJK. Neben seinen blau-weißen Tanzgarden in verschiedenen Altersgruppen stachen besonders die Candy-Girls heraus, die sonst als „No Limits“ bekannt sind und als Mexikaner verkleidet die „Mystery Dancer“.

Neben den Tanzdarbietungen gab es auch eine Reihe von Büttenrednern oder -spielern aus den eigenen Reihen. Den Beginn machte die von den Narren schon lange entmachtete und damit arbeitslose örtliche Verwaltungsspitze. Die beliebte Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch und ihr Beigeordneter Daniel Schnack bildeten das erste Paar. Rita berichtete zum Vergnügen der Gäste von den Erfahrun-gen in einer Kur, aus der sie noch frisch mit einem Koffer bepackt zurückgekehrt war. Eheprobleme sind in jeder längeren Zweisamkeit eine Normalität. Die von Heike und Herbert Claar geschilderten überschritten allerdings vielfach den Rahmen und führten vielfach zu Lachattacken beim gut gelaunten närrischen Publikum.

Eine Überraschung in mehreren Teilen hatten sich die Männer des Carnevalsverein Ochtendunger Bürgerwehr für einen Vortrag ausgedacht. Besonderes Staunen und Gelächter riefen dabei die Hosenscheißer hervor. In überdimensionalen Pampers hüpften und spielten die Männer dabei als Krabbelgruppe über und auf der Bühne.

Obwohl Sitzungspräsident Lehnigk-Emden gleich zu Beginn des Abends um Verständnis dafür geworben hatte, dass wegen der vielen Programmpunkte des Abends keine Zugaben möglich wären und daher bitte auf solche Wünsche verzichtet werden möge, wurde dieser fromme Wunsch nach dem Auftritt der Sängerknaben der KG Schafkopf mit ihrem Beitrag „Früher und heute“ einfach von den Gästen ignoriert. Mit ihrem neuen Generalmusikdirektor Martin Schmitz startete ein buntes Potpourri eben von früher bis heute. Einige Mitglieder des chorähnlichen Ensembles traten dabei in Originalen des Aufzugs auf, mit dem die Sängerknaben vor 50 Jahren erstmals gestartet waren.

Besondere Ehrungen wurden während des Abends Hannes Nohner und Uwe Vetter zuteil. Während erst Genannter für 25 Jahre „Kulissenschieberei“ von Prinz Günter mit einer Urkunde ausgezeichnet wurde, erhielt Uwe Vetter die Ehrung von Sitzungspräsident Lehnigk-Emden für seinen textlichen Beitrag über den Ochtendunger Karneval zur 1050-Jahr Feier des Ortes.

Das Programm endete nach gut sechs Stunden und mancher Schunkelrunde traditionell mit dem Lied des Sitzungspräsidenten. „Wo ist der Karneval noch schön“ war die Frage und die Antwort darauf leicht: In Ochtendung. Darauf ein dreifaches Ochtendung Maju!

WE

Prinz Günter und seine liebliche Prinzessin Hiltrud zogen in die voll besetzte Narrenhochburg ein.

Prinz Günter und seine liebliche Prinzessin Hiltrud zogen in die voll besetzte Narrenhochburg ein.

Die bekannte DJK-Tanzgruppe „No Limits“ war erstmals als „Candy-Girls“ auf der Bühne.

Die bekannte DJK-Tanzgruppe „No Limits“ war erstmals als „Candy-Girls“ auf der Bühne.

Sitzungspräsident Jürgen Lehnigk-Emden (M.) musste die nur auf der Bühne bestehenden Eheprobleme von Heike und Herbert Claar nicht wirklich schlichten.

Sitzungspräsident Jürgen Lehnigk-Emden (M.) musste die nur auf der Bühne bestehenden Eheprobleme von Heike und Herbert Claar nicht wirklich schlichten.

Bei ihrer Überraschung in mehreren Teilen ist den Männern des Carnevalsvereins Ochtendunger Bürgerwehr mit ihren „Hosenscheißern“ die größte vollauf gelungen. Fotos:

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