Wellinger Damen gewinnen beim internationalen Turnier in Berlin
Es gab nur eine Devise: Sieg
Berlin. Am Karfreitag reisten die jungen Wellinger Damen im Alter zwischen 16 und 18 mit ihren Trainern Mehlem/Hürter und in Begleitung einiger Eltern in die Hauptstadt. In der Kategorie Girls19, also im Alter von 19 und jünger, kämpften 12 Teams aus den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Deutschland in drei Gruppen um die Halbfinalteilnahme.
Im ersten Vorrundenspiel am Samstag gegen den HV Chemnitz legten die Wellinger Spielerinnen sehr schnell die vor dem Turnierstart vorhandene Nervosität ab. Von dem deutlichen 9:2-Sieg waren auch die nächsten Gegner der Gruppenphase beeindruckt. So fand auch das Team von Hornbæk SF 2 (Dänemark) keine Mittel gegen die sehr guten Wellinger Abwehr. Am Ende der fünfundzwanzig Minuten Spielzeit konnte der zweite Sieg mit 14:4 verbucht werden.
Für das letzte Vorrundenspiel gegen KFUM Lundagård (Schweden) wollten sich die Trainer Jörg Mehlem und Lukas Hürter nicht auf irgendwelche Rechenspielchen einlassen. Es gab nur eine Devise: Sieg. Das setzten die Wellinger Damen auch konsequent um. Die jungen Schwedinnen versuchten, durch diverse Spielzüge zum Torerfolg zu kommen. Doch die Wellinger Abwehr durchschaute die meisten Aktionen und stellte geschickt die jeweiligen Spielerinnen zu. Im Vergleich zu den ersten beiden Spielen musste Welling im Angriff mit mehr Tempo spielen, um die Lücken in der Abwehr zu finden. Am Ende war auch der 12:5-Sieg im letzten Vorrundenspiel nie gefährdet und das Halbfinale erreicht. Am Sonntag Vormittag ging es dann im Spiel gegen die Ostbayrische Verbandsauswahl um den Einzug ins Finale. Das Bayrische Team qualifizierten sich als bester Zweitplatzierter und mussten sich in der Gruppe nur der ersten Mannschaft vom Hornbæk SF (Dänemark) geschlagen geben. Beide Mannschaften boten dem Publikum ein packendes Halbfinale. Die Ostbayrische Abwehr war zunächst für die Wellinger Angreiferinnen kaum zu knacken.
Nach der Hälfte der Spielzeit lagen die Maifelderinnen mit 3:6 zurück. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war den Akteurinnen klar, dass dringend eine Leistungssteigerung her musste um noch ins Finale einziehen zu können. Damit begann Sarah Schmitz im Tor. Sie vereitelte einige „hundertprozentige“ Würfe und motivierte damit ihre Mitspielerinnen noch mehr Leistung abzurufen. Tatsächlich traf Welling zwei Minuten vor Spielende zum 9:9-Ausgleich und legte kurz darauf den 10:9- Siegtreffer nach.
Finalgegner war das Team vom Hornbæk SF 1 (Dänemark). Gespielt wurde in der großen Halle des Sportforums in Berlin. Hier zeigten die jungen Wellingerinnen vor großer Zuschauerkulisse schon in den ersten Minuten, dass sie gewinnen werden. Dank der geschlossene Mannschaftsleistung waren alle taktischen Umstellungen der Dänen nicht erfolgreich. Über 4:1, 6:2, 12:9 gewann Welling das Finale verdient mit 15:12 und damit den Turniersieg.
Für den TV Welling spielten in Berlin: Sarah Schmitz (Tor), Fiona Luginger, Lina Steffes, Lisa Zenner, Antonia Schmitz, Katharina Krethen, Nadine Schmitt, Leonie Wilcke.
Nach dem Turniersieg war das Team allerbester Laune und freute sich über den Pokal.
