Leserbrief
„Familie auf Eis“
Polch. Was haben wir doch für ein Glück, in einer Zeit zu leben, in der jede Frau den Zeitpunkt ihrer Mutterschaft selbst bestimmen kann.
Schließlich gab es in früheren Zeiten viel Leid zum Beispiel durch ungewollte Schwangerschaften. „Social Freezing“ bietet nun eine neue Möglichkeit der Familienplanung und ich halte es in keinster Weise für egoistisch, wenn sich junge Frauen dafür entscheiden, zuerst ihren beruflichen Weg zu gehen und vorsorglich ihre Eizellen einfrieren zu lassen. Sicher werden das in naher Zukunft sowieso nur sehr wenige tun, und wenn dann am Ende auf diese Weise tatsächlich ein Wunschkind entsteht, ist das doch wunderbar.
Zum Glück kann jede Frau selbst bestimmen, was mit ihren Eizellen passiert und, ob sie sich in ihrem Leben nun für diese Art der Familienplanung, ganz gegen Kinder oder für 4 Kinder - so wie ich - entscheidet, ist alleinige Sache der Frau und geht im Grunde niemanden etwas an. Also wozu die Aufregung?
Meiner Meinung nach ist diese Art von medizinischem Fortschritt ethisch vertretbar und absolut in Ordnung.
Frauen, die Probleme mit der Frage des Eingriffs in die Schöpfung haben, werden sich sowieso nicht damit auseinandersetzen und wer damit keine Probleme hat, ... der tut es einfach. Moralapostel sind bei diesem Thema auf jeden Fall fehl am Platz.
Petra Lieder,
Polch
