Allgemeine Berichte | 03.08.2026, 21:38 Uhr

Interreligiöser Dialog in Koblenz

Grundschule St. Georg besucht Moschee und Synagoge in Koblenz für interreligiösen Dialog

Gruppenbild vor der Moschee.
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Polch/Koblenz. Die Grundschule St. Georg organisierte gemeinsam mit Gemeindereferentin Michaele Kilian (katholische Kirchengemeinde Maifeld) eine Fahrt zur Tahir-Moschee und zur Synagoge der jüdischen Kultusgemeinde nach Koblenz.

Früh am Morgen stiegen 90 Schüler*innen des 3. Schuljahres mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Grosche, Frau Veit, Frau Springer, Frau Osswald-Grün sowie den Begleiterinnen Frau Juhar und Frau Kilian in zwei Busse und machten sich auf den Weg nach Koblenz. Zwei Klassen fuhren zur Synagoge und zwei Klassen zur Moschee.

Bereits in den Wochen vor der Exkursion beschäftigten sich die Schüler*innen mit den Besonderheiten und Gemeinsamkeiten der drei monotheistischen Weltreligionen. In der Moschee wurde die Gruppe von Imam Ahmad, Frau Sabir und Frau Masood herzlich empfangen. Die Kinder lernten einiges über die Gebetsriten der Muslime, stellten zahlreiche Fragen und zeigten sich besonders beeindruckt von den vorgetragenen Gesängen. Zum Abschluss bewirtete die muslimische Gemeinde die Gäste mit einem Nudelgericht und Getränken im sonnenbeschienenen Hof der Moschee.

Auch die jüdische Gemeinde, vertreten durch Herrn Dr. Simonis und Frau Hillebrand, begrüßte die Kinder in der Koblenzer Synagoge sehr aufgeschlossen. Die Schüler*innen durften das Gebetshaus der Gemeinde betreten und viele Fragen zum jüdischen Glauben sowie zur Ausstattung der Synagoge stellen. Nach den eindrucksvollen Ausführungen wurden sie während einer Pause mit einem leckeren Frühstück verwöhnt und lernten dabei auch die Bedeutung der jüdischen Speisevorschrift „koscher“ kennen. Anschließend besuchten alle gemeinsam den angrenzenden Friedhof und den dort errichteten Gedenkstein. Die Klassen bedanken sich herzlich für die Gastfreundschaft und den interessanten Austausch.

Der Förderverein der Grundschule St. Georg bezuschusste die Kosten für die Fahrt mit einem Betrag von 400 €. Er unterstützt damit die religiöse Aufklärung im schulischen Kontext, um Kindern frühzeitig ein respektvolles und offenes Verständnis für unterschiedliche Glaubensrichtungen zu vermitteln. Solche interreligiösen Begegnungen tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen und gegenseitiges Vertrauen zu stärken. Sowohl die muslimische als auch die jüdische Gemeinde Koblenz boten ihre Zusammenarbeit auch in Zukunft an. Thorsten Kaiser

Gruppenbild vor der Synagoge.

Gruppenbild vor der Synagoge. Foto: Thorsten Kaiser

Gruppenbild vor der Moschee. Foto: Thorsten Kaiser

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