Politik | 01.06.2015

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Leserbrief zur PM von B90/Grünen KV MYK im Blick Aktuell Nr. 22/2015 Zum Thema Fahrräder an Asylbewerber übergeben

Die Bereitschaft zur Flüchtlingshilfe ist derzeit in unserem Lande erfreulich groß. Viele Vereine, Verbände, Privatpersonen und auch Parteien beteiligen sich an Unterstützungsmaßnahmen für Flüchtlinge und Asylbewerber oder ergreifen tolle Eigeninitiativen zur Ersthilfe.

Deshalb ist es auch lobenswert, wenn Orts- oder Kreisverbände von politischen Parteien Ideen und Aktivitäten für Asylbewerber entwickeln.

Im Falle der B90/Grünen-Kampagne „Radgeber“ halte ich diese Art von Unterstützung jedoch für zweifelhaft.

Den Neuankömmlingen aus Somalia oder anderen völlig deutschfremden Ländern Fahrräder zu spenden, könnte unter Umständen zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen, weil diese Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit weder der deutschen Sprache noch der europäischen Verkehrsregelungen mächtig sind und auch im Schilderwald völlig untergehen werden.

In den meisten Fällen bestehen auch keine Haftpflichtversicherungen, sodass bei möglichen Unfällen oder Sachschäden die Geschädigten auf ihren Kosten sitzen bleiben.

Deshalb ist es umso unverständlicher, dass die Grünen-Ministerin Alt diese wohl gut gemeinte Kampagne unter ihre Schirmherrschaft gestellt hat. Besser wäre eine Unterstützungskampagne, bei der den Hilfe bedürftigten Asylanten die deutsche Sprache beigebracht wird und vor Allem, wie diese Menschen sich in ihrer „neuen Welt“, auch im Straßenverkehr zurechtfinden können.

Ernst Einig, Mendig

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