Christlich-Jüdische Gesellschaft Koblenz
Jüdische Gäste zu Besuch in Polch und Münstermaifeld
Münstermaifeld/Polch. Wie jedes Jahr lud die Christlich-Jüdische Gesellschaft Koblenz Überlebende des Holocaust oder deren Nachfahren zu einem „Heimatbesuch“ ein. Auf dem Programm standen unter anderem eine Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof, ein Vortrag von Lea Sassoon aus Tel Aviv zur Geschichte des Zionismus, ein Empfang durch den Koblenzer Oberbürgermeister Hoffmann-Göttig.
„Touristischer“ Höhepunkt war sicher der Besuch der ehemaligen Landsynagogen Münstermaifeld, Polch und Saffig gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus der Christlich-Jüdischen Gesellschaft und der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz. In Münstermaifeld begrüßten Manfred Becker vom Förderverein Synagoge und der Stellvertretende Stadtbürgermeister Walter Meurer die Gäste aus Israel, Frankfurt, München und Koblenz. Diese zeigten sich sehr beeindruckt von der Leistung des Fördervereins, das völlig zerstörte Bauwerk wieder aufgebaut und zu einem „Lernort“ gemacht zu haben. „Obwohl ich in Koblenz aufgewachsen bin, wusste ich nicht, dass es hier auf dem Land auch Synagogen gab und gibt“, sagte die über 80-jährige Ruth Homrighausen, die heute in Freising lebt.
In Polch informierte Stefanie Maltha über die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Synagoge und berichtete aus ihrer Forschungsarbeit zur Geschichte der ausgewanderten, vertriebenen und ermordeten jüdischen Familien in Polch. Begeistert von der Umgebung zeigten sich Ronit und Israel Rubinstein aus der Nähe von Haifa/Israel : „Ihr könnt wirklich froh sein, Ihr wohnt in einer wunderschönen Gegend“, schwärmten sie nach dem Ausflug.
