Allgemeine Berichte | 19.01.2016

Elftes Maifelder Narrentreffen in der voll besetzten Lonniger Keberbachhalle

Ordensträger gaben sich ein Stelldichein

Mit karnevalistischen Klassikern bereicherte der Musikverein aus Lonnig das musikalische Angebot.

Lonnig. Zu einem absoluten Highlight der närrischen Session gehört mittlerweile im Maifeld das Narrentreffen, bei dem traditionell verdiente Karnevalisten mit dem Krombiere-Jeck-Orden ausgezeichnet werden. Die elfte Ordensträgerin heißt Silvia Schneider aus Münstermaifeld. Auf die Verleihung, die von Bürgermeister Maximilian Mumm vorgenommen wurde, fieberten die aus allen Teilen der Verbandsgemeinde zusammengekommenen Narren während des karnevalistischen Programms hin.

Erstklassige Unterhaltung

Bevor es so weit war, sorgten die besten Aktiven aus den Maifelder Karnevalsvereinen dreieinhalb Stunden lang für erstklassige Unterhaltung in der voll besetzten Lonniger Keberbachhalle. Vollblutkarnevalist Kalle Löhr, der im vergangenen Jahr den Krombiere-Jeck-Orden erhalten hatte, führte die Narren locker und humorvoll durch die närrische Veranstaltung. Unmittelbar nach seiner Ernennung hatte ihm der Lonniger Möhnenverein, dem er als einziges männliches Mitglied angehört, einen grandiosen Empfang bereitet. Die Damen fungierten jetzt als Ausrichter des elften Maifelder Narrentreffens.

Unter den Gästen waren Prinzenpaare, Obermöhnen, Kinderprinzenpaare sowie Kreiswackes-Träger Rudi Schlegel. Natürlich nicht fehlen durften die bisherigen Ordensträger Erika Binzen aus Pillig, Karl Koch aus Ochtendung, Edith Weber aus Kollig, Dietmar Schäfer aus Münstermaifeld, Günter Pinetzki aus Ochtendung, Albert Pinger aus Welling, Michael Heintz aus Naunheim, Helga Fürst aus Rüber, Irene Schlösser aus Polch und Kalle Löhr aus Lonnig.

Zur aktiven Eröffnung bot das Tanzpaar des Naunheimer Carneval-Vereins (NCV) einen gelungenen Gardetanz. Begleitet von der Ochtendunger Musikgruppe „Die Strolche“ zogen die Maifelder Tollitäten und die Ordensträger zur Bühne. Mit dem inzwischen geläufigen dreifachen Maifelder Narrengruß „Helau, Alaaf und Maju“ eröffnete Mumm das kurzweilige Unterhaltungsprogramm. „Es ist wichtig, dass die Kultur des Karnevals auf dem Maifeld erhalten bleibt. Wenn jemand ruft, kommen alle“, freute sich Mumm.

„Mayener Jung“ empfahl sich

Der Bürgermeister muss bei der Wahl im nächsten Jahr wohl um seinen Posten fürchten. In seinem Vortrag empfahl sich Werner Blasweiler, der „Mayener Jung“, als erster Kandidat für die Verbandsbürgermeisterwahl 2017. Er wolle Mumm von seinem Posten vertreiben, kündigte der routinierte Büttenredner an, der sein Honorar stets für einen guten Zweck spendet.

Sodann wurde ein regelrechtes Feuerwerk an Tanzdarbietungen auf der schönen großen Narrenbühne abgebrannt. Für den reibungslosen technischen Ablauf sorgten hierbei Uwe Bürder und Stefan Stutzke. Vom Möhnenverein Lonnig präsentierten zehn junge Gardemädchen, die von Lisa Zeier und Annalena Hammer trainiert werden, in schmucken blau-weißen Kostümen ihr tänzerisches Können. Die etwas älteren Gardemädchen tanzten stetig mit sympathischem Lächeln. Die „Girlies“ von der DJK Ochtendung zeigten ihren Tanz Candy-Girls und erinnerten mit ihren rot-weiß gestreiften Kostümen an zuckersüße Bonbons. Einstudiert wurde der Tanz von Nicole Schweizer.

Aus der befreundeten Nachbargemeinde Rüber präsentierten sich die Blauen Funken der Fidelen Möhnen, die von Isabella Gruber trainiert werden. Mit karnevalistischen Klassikern sorgten die bunt gekleideten Akteure des Musikvereins Lonnig für ein kurzes Zwischenspiel. Diese hatten im Vorjahr auch den Empfang von Ordensträger Karl-Heinz Löhr verschönt. Es folgten Gardetänze der ewig jungen Möhnen aus Welling und der routinierten Prinzengarde der Polcher Akademie. Mit Säbel und Piratenflagge enterten die jüngsten Gardisten aus Lonnig die Narrenbühne und begeisterten das närrische Publikum. Mit einem tänzerischen Ausflug in den Orient überzeugten die „Mixteries“ aus Lonnig. Sie tanzten in prächtiger Verkleidung als Geschöpfe aus 1001 Nacht. Die Programmfolge näherte sich dem Höhepunkt mit immer ausgefallenerer Choreografie.

Akrobatische Darbietung

Das Solomariechen Barbara Noll von der KG Rot-Weiß Münstermaifeld zeigte eine künstlerische, fast akrobatische Darbietung, die ihr auch sportlich allerlei abverlangte. Danach brillierten die Meensterer Tanzmädscha in ihren rot-weißen Gardekostümen. Die Cinderella-Story stand Pate für den großartigen Auftritt der Meensterer Angels mit ihrer Chefin Julia Schmich.

Den Schluss- und Höhepunkt der Tanzreihe bildete die Showtanzgruppe des Naunheimer Carneval-Vereins, die das Publikum auf eine „Hochzeitreise durch Europa“ mitnahm. Mit wunderschönen Kostümen, die von den Aktiven mehrfach gewechselt wurden, und mit tollen tänzerischen Darbietungen ging es nach Spanien, England, die Niederlande und Frankreich. Die bekannte Showtanzgruppe „Blue Lagunas“ beendete mit ihrem schwungvollen Tanz den offiziellen Teil des elften Maifelder Narrentreffens.

Mit karnevalistischen Klassikern bereicherte der Musikverein aus Lonnig das musikalische Angebot.
Die „Girlies“ aus Ochtendung begeisterten mit ihrem Tanz „Candy-Girls“. LP

Die „Girlies“ aus Ochtendung begeisterten mit ihrem Tanz „Candy-Girls“. Fotos: LP

Die „Dreamgirls“ aus Welling nahmen in ihrem Tanzvortrag das Saalpublikum mit auf hohe See.

Die „Dreamgirls“ aus Welling nahmen in ihrem Tanzvortrag das Saalpublikum mit auf hohe See.

Die Kleinsten des Lonniger Möhnenvereins enterten als Piraten den Lonniger Narrensaal.

Die Kleinsten des Lonniger Möhnenvereins enterten als Piraten den Lonniger Narrensaal.

Mit karnevalistischen Klassikern bereicherte der Musikverein aus Lonnig das musikalische Angebot.

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