Hyprid-Comedy auf der röhrig-Kulturbühne - Premiere geglückt - Publikum begeistert
„Ozan und Tunc“ als Bodyguards ganz groß
Treis-Karden. Vor voll besetztem Haus konnte Hans Peter Röhrig am vergangenen Freitag zum ersten Mal in Treis die beiden Comedians „Ozan und Tunc“ begrüßen. Mit einer bunten Mischung aus Tanz, Slapstick, Sketchen, Gesang und politischer Comedy begeisterten die beiden Kölner mit ihrem Programm „Das sind wir!“ auch bei Röhrig die rund 200 Zuschauer. Ozan und Tunc, mit bürgerlichem Namen Ozan Akhan und Tunc Denizer, sind zwei Größen im rheinischen Karneval, denn beide kennt das Publikum aus Einzelauftritte bei den „Kölner Stunksitzungen“ bzw. im Bonner „Pantheon“. Die deutsch-türkischen Künstler verstehen es durch Situationskomik, Geräuschkulissen und Gesangseinlagen zu begeistern, wobei besonders der Sketch „Bodyguards“ für Lachsalven sorgte. Als Personenschützer von Angela Merkel bzw. Guido Westerwelle erreichen Ozan und Tunc den ersten Höhepunkt ihres komödiantischen Könnens. Vor allem die Demonstration eines Attentäter-Angriffs in Zeitlupe brachte den Saal zum Kreischen. Die weibliche Zuschauer hatten offensichtlich ihre helle Freude und eine Menge Spaß, denn die beiden Comedians sind auch begabte Sänger und Tänzer. Mimik, Gestik und Geräuschkulisse stimmten einfach, als der 46-jährige Tunc als Autor eine Memoirenlesung inszenierte, die von Geräuschen, Lauten und Tönen nur so strotzte: Der Künstler bellte, miaute, klingelte, plärrte und weinte in den höchsten Tönen. Ozan glänzte anschließend in der Rolle des Bauarbeiters Jupp, der vergeblich versuchte, 250 Ziegelsteine vom Kölner Dom zu transportieren. Herrlich seine Gestik und Unbeholfenheit, die förmlich alle Besucher in ihren Bann zog. Lothar, ein Single, der per Lied weiblichen Anschluss suchte, war ein weiteres Highlight des Abends, bis Bauchtanz und Broadway-Tanzeinlagen das Auditorium gänzlich in Schwingungen versetzte. Das Duo als „linksextreme, islamistische Ex-Stasi-Anti-Anti-Umwelt-Aktivisten“ war dann - auch optisch gesehen - ein besonderer Augen- bzw. Ohrenschmaus, vor allem, weil sie in diesen Sketch auch das Publikum aktiv mit ins Bühnengeschehen einbezogen.
Das Publikum wurde in Treis gleich mehrmals mit in die Bühnenshow einbezogen.
