Stephan Herber ist Landessieger im Bereich Automobilkaufmann
Herber absolvierte seine Ausbildung im Ford-Autohaus Wagner in Mayen
Mayen/Münstermaifeld. Für viele ist es schon ein Erfolg, wenn sie die Gesellenprüfung in ihrem Handwerk bestehen. Nicht aber so für Stephan Herber, denn der 24-Jährige aus Münstermaifeld hat höhere Ansprüche und wurde zuletzt von Werner Wittlich, dem Präsidenten der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, als Landessieger im Bereich Automobilkaufmann ausgezeichnet.
„Sie haben sich den Erfolg erarbeitet und Ihnen gehört unsere Bewunderung“, gratulierte Kammerpräsident Wittlich im Namen der HwK Koblenz. „Sich selbst und seine Persönlichkeit in einem Wettbewerb und damit dem Vergleich zu anderen zu stellen: Dazu gehören Selbstvertrauen und eine gehörige Portion Mut“, so Wittlich. „Die Spitze ist einsam und bietet nur Platz für wenige. Sie haben verstanden, was in Ihrer beruflichen Karriere Bedeutung hat: optimale Leistung bei optimalem Einsatz. Die Bereitschaft, Leistung zu erbringen, werden Sie sich Ihr gesamtes Berufsleben hindurch erhalten müssen.“ Herber absolvierte seine Ausbildung drei Jahre lang im Ford-Autohaus Wagner in Mayen und legte nun in seinem Bereich das beste Prüfungsergebnis in Rheinland-Pfalz ab. „Wir sind mächtig stolz auf ihn und haben alles gegeben, um ihn auf diesen Weg zu bringen. Jetzt hoffen wir natürlich auf eine langfristige Zusammenarbeit“, sagte Verkaufsleiter Ulrich Pauly. Als einer von fünf Auszubildenden des Betriebs brachte es Herber bundesweit immerhin auf den zehnten Platz. „Die Mühen haben sich gelohnt“, sagt Herber selbst. „Ich habe hier aber auch eine gute Ausbildung genossen und durfte früh Verantwortung übernehmen.“ So erhielt er bereits im dritten Lehrjahr ein eigenes Büro.
Als die Mitteilung der Handwerkskammer Koblenz kam, dass der Münstermaifelder das beste Prüfungsergebnis hingelegt hatte, wuchs der Ehrgeiz in ihm. Im Vergleich der Kammerbesten setzte er sich im Abschlusstest gegen die rheinland-pfälzische Konkurrenz in den Bereichen Wirtschaft, Sozialkunde, Service, Betrieb und Finanzdienstleistung durch. „Es ist ja auch mein tägliches Brot, Leasing-Raten auszurechnen. Auf diesem Gebiet war ich recht fit“, so Herber bescheiden.
Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ bildet sich der Automobilkaufmann aber nun bereits weiter. Zwei Jahre dauert die kommende Fortbildung im Hause des Mutterkonzerns zum zertifizierten Automobilverkäufer. „Es macht einfach Spaß“, sagt Herber. Früh wurde er bereits mit dem Auto-Virus infiziert. „Ich war schon als kleiner Junge immer begeistert, wenn ich mit meinem Vater in einem Autohaus war. Probesitzen war für mich immer ein echter Höhepunkt. Heute ist es schön zu sehen, wenn die Kunden nach einem Kauf zufrieden sind.“
