„Netzwerk-Inklusion-MYK“ - Seniorenresidenz Alloheim verwöhnte die Gäste
Tag der Inklusion
Rund 300 Besucher genossen unter dem Motto „Dabei sein. Mitmachen“ das fröhliche Miteinander
Kruft. „Dabei sein. Mitmachen“, lautete das Motto, unter dem das „Netzwerk-Inklusion-MYK“ zum „Tag der Inklusion“ in und um die Vulkanhalle Kruft einlud. Rund 300 Besucher und Akteure genossen das fröhliche Miteinander bei Kaffee, Kuchen und frischgebackenen Waffeln mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Seniorenresidenz Alloheim die Gäste verwöhnten. Ein buntes Bühnenprogramm, zahlreiche Mitmachaktionen und Infostände sorgten rund sieben Stunden für Kurzweil. Über die vielen Teilnehmer und Besucher freute sich allen voran Alfred Langen, Koordinator des „Netzwerk Mayen-Koblenz“. „Wir haben sehr breit eingeladen und sind froh darüber, dass so viele Einrichtungen aus der Region an der Veranstaltung teilnehmen“, zeigt sich Langen mit der Resonanz sehr zufrieden. „Ziel der Veranstaltung war in erster Linie einen Ort der Begegnung zu schaffen, an dem Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich miteinander umgehen“, erklärt Alfred Langen. „Gleichzeitig möchten wir aber auch auf gesellschaftlicher und politischer Ebene auf das Thema aufmerksam machen.“ Entsprechende Ansprechpartner hatte der Koordinator des Inklusions-Netzwerkes auch gleich eingeladen. So konnte Langer neben Landrat Dr. Alexander Saftig, auch Abgeordnete im Bundestag und im Landtag Rheinland-Pfalz, sowie im Kreistag und in den Stadt- und Gemeinderäten zum Fest begrüßen. Inklusion sei nicht nur ein Gesetz, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, betonte Alfred Langer. Misst man Letzteres an der hohen Besucherzahl, scheint die Gesellschaft bereit zu sein, diese Herausforderung anzunehmen.
Vielfältiges Programm
Begeistert verfolgte das Publikum die Darbietungen auf der Bühne. Neben den musikalischen Beiträgen des Inklusionsorchesters der Kreismusikschule Mayen-Koblenz und der Wohnheimband „St. Franziskus“, zogen vor allem die jungen „Artisten“ vom Zirkus Rasselbande St. Raphael CAB, die Zuschauer mit ihren akrobatischen Kunststücken in ihren Bann. Dass Spaß an der Bewegung weder eine Frage des Alters, noch einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung ist, stellte schließlich die gemischte Tanzgruppe eindrucksvoll unter Beweis. Auch während der Bühnenpausen kam keine Langeweile auf. In zahlreichen Workshops konnten Menschen mit und ohne Behinderung unter fachkundiger Anleitung, gemeinsam fotografieren, Theater spielen, musizieren, trommeln oder sich der „Leichten Sprache“ und dem Schreiben widmen. Neben den Attraktionen kamen auch die Informationen nicht zu kurz.
Zahlreiche Stände informierten
An zahlreichen Ständen informierten Institutionen, wie beispielsweise Special Olympics, Netzwerk Inklusion, Junge Aktion Mensch, und eine „Infobörse“ verschiedener Anbieter, umfangreich über das Thema Inklusion. Im Außenbereich stellte neben der Kanditurm-Kletterwand, ein Rollstuhlparcours vor allem Menschen ohne Behinderung vor eine große Herausforderung, die von den meisten von ihnen ohne fremde Hilfe kaum zu bewältigen war. Für Aufmunterung sorgten zwei Clowndoktoren mit ihren Scherzen. Auch die Präsentationen der Arbeit von Blindenhunden und der Feuerwehr lockten viele Besucher, trotz kühler Temperaturen, ins Freie. Mit einem gemeinsamen „Eintopfessen“ fand das Inklusionsfest am Abend seinen gemütlichen Ausklang. Nicht nur Veranstalter und Gäste freuten sich über die gelungene Veranstaltung. Auch Schirmherr, Landrat Dr. Alexander Saftig, der sich vor allem über die vielen Besucher hoch erfreut zeigte, war begeistert. „Wer dabei gewesen ist und das tolle Miteinander hier erlebt hat, kann deutlich erkennen, wie sehr sich die Gesellschaft in den letzten Jahren verändert hat“, so der Landrat.
Nicht nur mit seinen Sketchen, auch mit seinem erfolglosen Versuch den Rollstuhl-Parcours zu bewältigen, sorgte Clowndoktor Roland Fratz für Belustigung.Fotos: Ulla Buchmann
Dass Spaß an Bewegung nichts mit dem Alter oder einer Beeinträchtigung zu tun hat, bewies die gemischte Tanzgruppe eindrucksvoll.
Rund 300 Besucher feierten ein fröhliches Miteinander in der Vulkanhalle Kruft.
Großen Anklang fanden auch die zahlreichen Workshops.