Landesarbeitsgemeinschaft Tanz Rheinland-Pfalz e.V. mit diversen Projekten und Workshops in Polch unterwegs
Tolle Tanzprojekte begeisterten die Teilnehmer
Ob PET-Flaschen, Küchenutensilien, Eimer oder auch der eigene Körper - es gab nichts, mit dem man nicht Musik machen konnte
Polch. Dank ihr zufließender GlücksSpirale-Fördergelder und Zuschüsse des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung konnte die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Tanz Rheinland-Pfalz weitere zusätzliche Projekte ermöglichen. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete sie die LAG-Sommer-Tanz-Tage Speyer. Hier wurden 28 Workshops der unterschiedlichsten Tanzsparten angeboten, bei denen sich nicht nur Tanzprofis weiterbilden, sondern auch interessierte Laien in die bunte Welt des Tanzes hineinschnuppern konnten.
Integriertes Tanzprojekt für Menschen mit Handicap
In dieses Festival war auch ein Tanzprojekt für Menschen mit Handicap integriert, bei dem geistig und körperlich behinderte Menschen aus den Wohngruppen der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt und ihre Betreuer voller Begeisterung unter der Leitung von Rosemary Neri Calheiros tanzten. Ein Kooperationsprojekt, mit dem Caritas Zentrum Mendig folgte im September. Hier verstand es Tanzdozentin Julianna Felske, auch Menschen mit schweren und schwersten geistigen Behinderungen zu immer wieder neuen Bewegungsabläufen zu motivieren. Unterstützt wurde sie dabei von Tanztrainerin Irene Formatschek (1. Vorsitzende der LAG Tanz RLP) und Mitarbeitern des Caritas Zentrums.
Die Kita Traumland Trimbs durfte sich ebenfalls über den Besuch der LAG-Vorsitzenden und ihrer beliebten Tanzdozentin freuen. Mit ihrer bunten Mischung aus Tänzen und Bewegungsspielen fand Julianna Felske bei den Kids großen Anklang und alle waren mit Feuereifer bei der Sache.
Stomp2gether-Projekt
Wir freuen uns sehr, dass wir Johannes Bohun für eine ganze Woche verpflichten konnten , erklärte Irene Formatschek beim Stomp2gether-Projekt. Der aus Wien angereiste Künstler, der bei Tourneen mit der humor- und energiegeladenen Show STOMP in mehr als 30 Ländern tausende Male auf der Bühne stand, arbeitet seit 2010 als Dozent und Leiter von Stomp2gether-Seminaren. Bei seinen Workshops in der Stephanus-Schule Polch konnten alle Schüler Grooves mit Alltagsgegenständen gestalten. Ob PET-Flaschen, Küchenutensilien, Eimer oder auch der eigene Körper - es gab nichts, mit dem man nicht Musik machen konnte. Ihre musikalischen Fähigkeiten bewiesen auch die 5. und 6. Klassen der IGS Polch beim Besuch des einfallsreichen Percussionisten. So mancher Kochlöffel überlebte dabei den Trommeleinsatz auf den mitgebrachten Brotdosen nicht - doch davon ließ sich niemand aufhalten! Bei den Workshops an der Albert-Schweitzer-Realschule plus in Mayen war der Fantasie auf Suche nach Klangkörpern ebenfalls keine Grenze gesetzt. Hier gab es zum Abschluss noch eine kleine Präsentation, bei der die Teilnehmer ihre erarbeiteten Choreografien zeigten.
Rolli-Tanz
Bereits im Juni begann der Rolli-Tanz in Kooperation mit der Caritas Werkstatt Polch. Eine weitere Mitgliedsgruppe der LAG, die Tanzabteilung der TG 1888 Polch, ist an diesem integrativen Projekt unter Leitung von Irene Formatschek und Carmen Rein beteiligt. Highlights, die allerdings bei so manchem Bühnenneuling für Lampenfieber sorgten, waren bisher ein Auftritt im Forum Polch bei der Zertifikatsübergabefeier der Caritas Werkstätten und die Vorführung vor dem Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch, und allen Beschäftigten der Caritas Werkstatt Polch. Weitere Auftritte im November und Dezember sind geplant.
Pressemitteilung
Landesarbeitsgemeinschaft Tanz Rheinland-Pfalz e.V.
Stephanus-Schule Polch. Man kann das Trommeln einfach nicht lassen - selbst die Pausen wurden kreativ genutzt!
Integrierte Gesamtschule Polch. Mit den Drumsticks klappte es schon prima - doch das Werfen und Fangen der Eimer im richtigen Rhythmus war nicht ganz so leicht.
