St.-Matthias-Bruderschaft und die Regionalgruppe Vulkaneifel der St. Jakobus-Gesellschaft
Unterwegs auf dem Eifel-Camino
Samstag, 30. Mai von Lonnig nach Mayen - Erlebte Gefühle und Impressionen auf dem Jakobsweg stärken die Pilger-Motivation
Region MYK. Pilgern verbindet - unter diesem Motto organisieren die Mayener St.-Matthias-Bruderschaft (SMB MY) und die Regionalgruppe Vulkaneifel der St. Jakobus-Gesellschaft RPS auch in diesem Pilgerjahr eine weitere „Premieren-Etappe“ auf dem Eifel-Camino. Eingeladen sind alle Pilger- und Wanderfreunde, diesmal die „EC-Zubringerstrecke“ von Lonnig gemeinsam zu erkunden. „Am Samstag, dem 30. Mai 2015 treffen wir uns alle um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Jakob in Lonnig zur kurzen Pilgerandacht, ehe wir zu unserer etwas mehr als 20-Kilometer-Etappe starten,“ werben SMB-Brudermeister Heinz Schäfer und Diakon Wolfgang Dröschel als Regionalsprecher der Jakobusgesellschaft, mit dabei zu sein. Voranmeldung ist nicht erforderlich, eigene Rucksackverpflegung ist angesagt.
„Mitnahme“ auf sechs- wöchige Jakobus-Pilgertour
Vielleicht stärkt eine solche Pilgeretappe ja auch die Motivation zu „Wiederholungstaten“ auf dem Jakobsweg. Dies hat beispielsweise das Ehepaar Hildegard und Josef Nonn umgesetzt. „Neben der Teilnahme an der jährlichen Matthias-Wallfahrt nach Trier mit der SMB Mayen pilgerten wir 2012 auf dem französischen Jakobsweg (Camino Francés) in 33 Lauf-Etappen. Wir starteten in St. Jean-Pied-de-Port in Süd-Frankreich vor den Pyrenäen bis zum spanischen Ziel in Santiago de Compostela“ berichteten sie kürzlich in Mayen auf Einladung der Matthiasbruderschaft vor einer stattlichen Pilgerschar. Ihr eindrucksvoller Pilgerbericht, angereichert mit erlebten Gefühlen und Impressionen nahm die aufmerksamen Zuhörer gedanklich mit auf ihre sechswöchige Jakobs-Pilgertour. Auch mit ihren persönlichen Empfindungen, Wahrnehmungen und Beweggründen hielten sie hierbei nicht hinter dem Berg“. Vielfältige Eindrücke in den unterschiedlichen Landschaften Nordspaniens mit üppiger Flora und Fauna sowie kulturelle und historische Besonderheiten gaben Hildegard und Josef Nonn in Wort und Bild wider.
Achterbahn der Gefühle
„Achterbahn fahren die Gefühle bei der Ankunft in Santiago. Erleichterung und Glück und ein wenig Stolz auf das Erreichte, aber auch Trauer über das Ende einer langwöchigen Pilgerwanderung wechseln sich ab - sogar Tränen lassen sich nicht zurückhalten“, geben beide Jakobspilger unumwunden zu. Aber auch die vielfältigen Begegnungen mit den Mitpilgern sind Erfahrungen, die sie nicht missen wollen. „Der erlebte ungebrochene Pilgertrend spiegelt vielleicht die Suche nach der spirituellen Kraft des Jakobsweges wider. Hinzu kommt die Sehnsucht des Menschen nach Ruhe - eins zu sein mit der Natur und Schöpfung, einer Art `Entschleunigung´ begründen einfach das Bedürfnis des Aufbruchs zu anderen Ufern...“ sind Botschaften, die bei den Pilgerfreunden in Mayen Zustimmung fanden. Das gilt dann hoffentlich auch für die Motivation zu weiteren Pilgeraktivitäten im Jahresplan der SMB Mayen und der Jakobusgesellschaft, die - wie erwähnt - jetzt am letzten Mai-Samstag in Lonnig eine bescheidene Fortsetzung erfahren!
